Rurseefest: Und wieder brennt der sommerliche See

Von: hes
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Jedes Jahr Ende Juli steht der Rursee in Flammen – und das schon seit 52 Jahren. Vom 27. bis zum 30. Juli geht die zum Vier-Tage-Event gewachsene Veranstaltung diesmal über die Bühne. Jetzt stellten Rursee-Touristik und das Organisationsteam das Programm vor. Foto: P. Stollenwerk/H. Schepp
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Jedes Jahr Ende Juli steht der Rursee in Flammen – und das schon seit 52 Jahren. Vom 27. bis zum 30. Juli geht die zum Vier-Tage-Event gewachsene Veranstaltung diesmal über die Bühne. Jetzt stellten Rursee-Touristik und das Organisationsteam das Programm Foto: Stollenwerk/H. Schepp

Rurberg. „Dieses Fest stemmen keine professionellen Firmen oder Veranstalter, sondern zwölf Wahnsinnige und 260 Ehrenamtler.“ Lars Harmens ist einer der „Wahnsinnigen“, die seit rund einem Jahr an der 52. Auflage des Rurseefestes basteln. Vom 27. bis 30. Juli wird das größte Volksfest der Eifelregion wieder zehntausende Besucher nach Rurberg locken und bewährte, aber auch ein paar neue Programmpunkte bieten.

Ein Dutzend Personen teilen sich die Verantwortung für die unterschiedlichen Ressorts in der Organisation des Mammutfestes. Programmgestaltung, Sicherheitsfragen und Koordination, Aufteilung der Marktplätze, Ordnungsdienst und Parkplätze – all dies ist in bewährten Händen. „Dafür braucht es rund 260 Helferinnen und Helfer – und die arbeiten alle ehrenamtlich. Das kann man nicht hoch genug bewerten“, sagt Harmens und stellt fest: „Das Rurseefest wird hauptsächlich von den Familien aus Rurberg und Umgebung getragen. Sie identifizieren sich mit ,Rursee in Flammen‘ und haben Freude, wenn alles gelingt.“

Jedoch sei bei allem Einsatz nie sichergestellt, dass dieser ganze Aufwand auch entsprechende Einnahmen und Gewinn erbringe, hält Sander Lutterbach, bei dem die Organisationsfäden zusammenlaufen, fest. „Die Kosten für das Sicherheitskonzept steigen stetig, auch die Gema-Gebühren, der Bühnenbau, Wasser und Strom verursachen recht hohe Kosten“, sagt Lutterbach.

Die Einnahmen bei „Rursee in Flammen“ kämen aus den Standgebühren der Markthändler und den Eintrittsgeldern, „und diese sind äußerst günstig“, findet Sander Lutterbach. Lediglich am Freitag zum „Rursee-Rock“ würden vier Euro und am Samstag drei Euro erhoben. „Kinder haben freien Eintritt – und am Donnerstag und Sonntag ist der Eintritt frei“, so der Organisator. „Die Zuschauerzahlen sind zwar durchweg erfreulich hoch, jedoch kann ein Regentag die Einnahmen durch Eintrittsgelder arg schwinden lassen. Außerdem zahlen die vielen ,Zaungäste‘, die das Feuerwerk am Samstagabend von Hügeln in der Umgebung aus betrachten, keinen Eintritt“, konstatiert Lutterbach.

Ohne Sponsoren gehe es deshalb nicht. „Zur finanziellen Absicherung des Festes, zur Planungssicherheit bei Vorauszahlungen und zur Entwicklung der Nachhaltigkeit müssten die Organisatoren zusätzlich Unterstützer gewinnen, die bei der Finanzierung helfen“, unterstreicht Lars Harmens und stellt fest: „Jeder, der ,Rursee in Flammen‘ unterstützt, hilft, dass dieses Volksfest auch eines Tages sein Hundertjähriges feiern kann.“

Zunächst aber gilt alle Kraft dem 52. Rurseefest – und das wird umfangreicher denn je. „Wir mussten den Programm-Flyer um vier Seiten erweitern, um das pralle Programm unterzubringen“, berichtet Lars Harmens. „Und dabei stehen die Helikopter-Flüge in der ersten Auflage noch gar nicht drauf, weil das zum Druckzeitpunkt noch nicht feststand“, hakt Sander Lutterbach ein.

Gemeint sind die beliebten Helikopter-Rundflüge am Samstag, 29. Juli, zwischen 10 und 19 Uhr, die einen Rundflug über das Festgelände und den Ort Rurberg, den Rursee, den Obersee und den Nationalpark Eifel bieten. 43 Euro kostet der knapp siebenminütige Spaß im Vorverkauf bei der Rursee-Touristik im Nationalpark-Tor, Seeufer 3 in Rurberg. Am 29. Juli kostet es direkt beim Helikopter sechs Euro mehr.

Bürgerabend und Rursee-Rock

Der grobe Programmablauf des „52. Rursee in Flammen“ bleibt indes in der bewährten Form. Donnerstags macht der Rursee-Bürgerabend ab 19.30 Uhr an der Bühne am Badesee den Aufgalopp. „1200 Einladungen haben wir in Rurberg verteilt, aber natürlich ist jeder zu diesem sehr entspannten Abend mit der Melano-Swingband eingeladen“, sagt Sander Lutterbach.

Fünf Stunden Live-Musik gibt‘s dann freitags beim Rursee-Rock ab 19 Uhr am Badesee. Beim Rockfestival für junge und jung gebliebene Musikfans werden The Constant, The Backyard Band, Captain Disko und die Lokalmatadoren von KTK mit ihrer Reggae- und Ska-Show zu hören und sehen sein. Auch einige Marktaussteller öffnen bereits freitags, wenngleich natürlich der Haupttag auch in den Budengassen der Samstag bleibt. Der beginnt um 11 Uhr mit einem großen Programm und viel Musik auf der Festwiese „Im Sief“, in der Rurberger Bucht, am Badesee und auch im Ort und endet mit dem Feuerwerk ab 23 Uhr.

Eine richtige Aufwertung erfährt diesmal der Sonntag, der zwar auch Jägertag bleibt, zudem aber weitere Live-Musik, allerhand Spaß und Unterhaltung für Familien und speziell für Kinder bietet und an dem nochmals der Markt am Seeufer öffnet. „Der Sonntag hat sich prächtig entwickelt“, sagt Sander Lutterbach. Und ganz sicher hat es das auch in den vergangenen 52 Jahren das Rurseefest getan.

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