Rursee: „Weiße Flotte” hält Winterschlaf

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Die Rurseeschifffahrt hatte do
Die Rurseeschifffahrt hatte doch einige Probleme mit dem extrem niedrigen Pegel der Rurtalsperre (unser Bild zeigt die „Aachen” in der Woffelsbacher Foto: Hoffmann

Nordeifel. Wenn am Sonntag in Rurberg, Einruhr und Schwammenauel zwischen 18.30 und 19 Uhr die Schiffe der Rurseeflotte anlegen, ist für die Kapitäne der vier Schiffe, die auf dem Ober- und Rursee verkehren, zunächst einmal für längere Zeit (bis April 2012) Pause angesagt.

Die in Heimbach ansässige Rursee-Schifffahrt KG läutet am Sonntag für ihre „Weiße Flotte” das Saisonende ein. Dies betrifft sowohl die beiden mit Elektromotoren betriebenen Schiffe auf dem Obersee („St. Nikolaus” und „Eifel”), als auch die „Stella Maris” und die „Aachen”, die auf dem Rursee zwischen Rurberg und Schwammenaul verkehren.

Die letzte Fahrt auf dieser Strecke beginnt am Anleger in Rurberg um 18 Uhr und endet am Heimathafen in Schwammenaul um 18.45 Uhr. Von der Urftstaumauer in Richtung Rurberg geht es gleichfalls um 18 Uhr zur letzten Fahrt los, während die Schiffsglocke für die Abfahrt von Rurberg nach Einruhr zum letzten Mal um 18.30 Uhr angeschlagen wird.

Bis zum Saisonbeginn im nächsten Jahr hofft man bei der Rursee-Schifffahrt KG natürlich auf einen deutlich gestiegenen Wasserstand. Dieser liegt derzeit unter 260 Metern und hat der Rurseeflotte laut Geschäftsführerin Waltraud Heuken in diesem Jahr schon einige Probleme bereitet.

So sollte eigentlich zum Saisonende die zirka 38 Meter lange „Aachen” zur allgemeinen Überprüfung aus dem Rursee gezogen werden, was nun jedoch aufgrund des niedrigen Wasserstandes nicht möglich ist. Dieses nicht ganz einfache Procedere soll jetzt im Frühjahr bei höherem Pegelstand erfolgen.

Anfang August musste bei der „Stella Maris” der mit zur Steuerung dienende Bugstrahler ausgebaut werden, da der offensichtlich wegen des damals schon niedrigen Wasserstandes beim Anlegen Bodenkontakt hatte. Die Reparatur des Propellers und eine Generalüberholung des kompletten Bugstrahlers erfolgte daraufhin in einer Werft in Spay am Rhein.

Trotz der bestehenden Probleme mit dem Wasserstand sind die Rursee-Schiffer optimistisch, und im Büro von Waltraud Heuken läuft auch nicht ständig der bekannte Refrain des Bläck Fööss-Liedes „Oh leeve Jott, jev uns Wasser”.

Davon dürfte auch noch genug da sein, wenn am 27. November der Nikolaus auf den Schiffen vorweihnachtliche Stimmung für Eltern und Kinder verbreitet. (ho)
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