Rursee-Schiffe bekommen Besuch vom TÜV

Von: Manfred Hilgers
Letzte Aktualisierung:
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Per Seilwinde wurde die „Eifel” für die TUV-Uberprüfung und Wartung auf das Trockendock gezogen. Sonst befördert das Schiff auf dem Obersee Passagiere. Foto: Hilgers

Nordeifel. Auch Schiffe müssen zum TÜV. Vorgeschrieben ist alle fünf Jahre eine so genannte Hauptuntersuchung. Auch die Schiffe der Rurseeflotte der Reeder-Familie Heuken aus Schwerfen müssen daher regelmäßig dem TÜV vorgestellt werden.

In den nächsten 14 Tagen wird sich der TÜV die Boote auf dem Obersee, die „Eifel” mit 240 und die „St. Nikolaus” mit 170 Plätzen, vornehmen.

So einfach wie mit dem Auto-TÜV geht das mit den Booten jedoch nicht. Bei dem derzeitigen guten Wetter hätte mit dem Boot eigentlich noch auf dem Obersee Geld verdient werden können. Aber die Termine stehen nun mal fest, und so haben die Schiffsführer der Rurseeflotte, Rudolf Baum, Boris Logen (mit 23 Jahren der jüngste Kapitän) und Matrose Johann Penner die „Eifel” aufs Trockendock gezogen.

Mit fachlichem Rat steht den drei Männern „Altkapitän” Herbert Harth zur Seite. Ein Leben lang ist Harth auf dem Rursee gefahren. Mit seinem reichhaltigen Wissen hat er der jungen Mannschaft geholfen, das Schiff zwischen Einruhr und Rurberg auf einer Wiese an Land zu ziehen. Über eine große Seilwinde wurde das Boot aufs Dock gezogen und vertäut.

Normalerweise bleiben die Boote Sommer wie Winter im Wasser. Nach einem prüfenden ersten Blick urteilt Kapitän Herbert Harth: „Der Unterboden sieht aber noch gut aus.” Es hilft jedoch alles nichts, die alte Farbe, Rost und ein wenig Algen müssen heruntergekratzt werden.

Mit Drahtbürste und Kratzer gehen Rudolf Baum, Johann Penner und Boris Logen zu Werke. Das ist schon eine mühsame Arbeit, die einige Tage dauert. Danach erhält der Schiffsbauch einen neuen, wasserfesten Anstrich. Bevor die „Eifel” zurück ins Wasser kommt, wird die komplette Unterseite geröntgt. Die Schiffswandung darf schließlich nicht gerissen sein und muss eine Stärke von 4,5 Millimeter aufweisen.

„Ich bin mir sicher, dass der TÜV keinen Makel findet, dafür werden unsere Schiffe zu gut gewartet”, ist Kapitän Herbert Harth frohen Mutes, dass alles reibungslos über die Bühne geht.

In der kommenden Woche wird dann „St. Nikolaus” ans Trockendock gezogen, geröntgt, neu angestrichen und fünf Tage später wieder zu Wasser gelassen. Damit ist die TÜV-Untersuchung für den Unterbau des Schiffes abgeschlossen. Fürs Oberdeck erscheint der TÜV ein paar Wochen später. Dann geht es um Notausgänge, Rettungswege, Schwimmwesten, rutschsichere Farben oder etwa Stolperfallen und die Beleuchtungsanlage.

„Das sind Sachen, die wir immer im Auge behalten und in Schuss halten”, versichert Kapitän Herbert Harth.
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