Einruhr - Rursee-Marathon: Sportliche Krönung des Jahres am Obersee

Rursee-Marathon: Sportliche Krönung des Jahres am Obersee

Von: ale
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So schön kann der Rursee-Marathon sein. Entlang von Rursee und Obersee konnten die Teilnehmer des 19. Events bei aller Anstrengung auch die herbstliche Landschaft bei milden Temperaturen genießen. Foto: P. Stollenwerk
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Einen neuen Streckenrekord lief die Siegerin Katrin Esefeld. Foto: Anneliese Lauscher
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Erschöpft, aber glücklich: Markus Werker, der Sieger des 19. Rursee-Marathons.

Einruhr. Ein neuer Teilnehmerrekord wurde den Organisatoren des 19. Rursee-Marathons beschert: 885 Starter zählte man beim 16,5-km-Lauf und 430 beim Marathon. Das milde Herbstwetter bei 13 Grad am Start und die einzigartige Strecke lockten Läufer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

„Wir haben keine Startnummern mehr“, war aus dem Meldebüro zu vernehmen. Da musste improvisiert werden. Aus Startnummern, die ursprünglich für den Marathon vorgesehen waren, wurden solche für den 16,5-km-Lauf gemacht. „Wir waren schon um 9 Uhr hier, da wir mit zahlreichen Nachmeldungen gerechnet haben“, sagte eine Helferin.

Wesley de Kerpel 16,5 km-Sieger

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der den Startschuss zum Marathon gab, forderte Läufer und Zuschauer auf, „einen Riesenapplaus für die Einruhrer zu spenden“, die dieses großartige Event stemmen.

„Wir schauen auf den Toilettenwagen“, sagte Andreas Menz, der Moderator, „denn es ist uns wichtig, dass alle Sportler mitmachen können.“ Auch dieser Andrang wurde gemeistert, dann machten sich unter dem Applaus der Zuschauer 430 Läufer auf den Weg zum beliebten und anspruchsvollen Rursee-Marathon.

Eine halbe Stunde später waren es 885 Sportler, die in einem langen Lindwurm durch Einruhr liefen und die 16,5 km in Angriff nahmen. Es war noch keine Stunde vergangen, da tauchten die beiden Biker auf dem Uferweg des Obersees auf,. Thomas Schütt und Dennis Radtke waren dem Läuferfeld vorangefahren.

Hinter ihnen lief frisch und kraftvoll Wesley de Kerpel aus Belgien, Team Resistance. Er gewann in 56:35. „War ich gut?“ lautete seine erste Frage an seinen Trainer. „Es war warm“, fügte er hinzu. Sein Vereinskamerad Pieter Verschoren folgte ihm in 57:38; dann tauchte auch schon Yannic Stollenwerk vom Skikeller Kaulard & Schroiff auf, er kam nach 58:30 Minuten ins Ziel, hart verfolgt von Kevin de Kerpel, Team Resistance, der nur 22 Sekunden mehr brauchte. Als Fünfter erreichte Christian Nießen das Ziel, keineswegs enttäuscht.

„Ich bin total zufrieden“, sagte er, „vor vier Wochen bin ich Marathon gelaufen, ich spürte, dass der Akku schneller leer wurde.“ Kristina Ziemons, Skikeller Kaulard & Schroiff hieß die Siegerin über 16,5 km in 1:06.28.

Immer mehr Zuschauer fanden sich ein, die den Zieleinlauf der Marathonläufer miterleben wollten. Andreas Menz, der sich bestens in der Läuferszene auskennt, informierte sie über die Leistungen der Favoriten. Auch darüber, dass Markus Werker vom TV Konzen ab Kilometer 30 alleine die Führung übernommen hatte.

Jubelnd empfingen ihn die Fans, erschöpft, aber glücklich meinte er: „So konnte ich doch nicht in den Winter gehen!“, Nachdem er beim Monschau-Marathon Zweiter geworden war. Mit 2:45.36 gelang ihm eine Superleistung. „Ich war in Urlaub und auf Dienstreise, und ich habe geheiratet. Trotz fehlendem Training und mit viel Kampf habe ich gewonnen“, sagte er zufrieden und bezeichnete diesen Marathon als die Krönung für dieses Jahr.

Die Siegerin bei den Frauen verbesserte ihren im vorigen Jahr aufgestellten Streckenrekord: Katrin Esefeld, LG Mettenheim, lief nach 3:04:57 ins Ziel. „Diesmal wusste ich ja, dass bei Kilometer 41 noch eine Steigung kommt“, lautete ihr erster Kommentar. Und Gaby Andres vom Skikeller Kaulard & Schroiff, die ihr in 3:13:30 folgte, stellte ihre in Einruhr gelaufene persönliche Bestzeit ein.

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