Rursee-Marathon: Das Dorf am See freut sich auf das Läuferfest

Von: Max Stollenwerk
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Rurseemarathon
Auch im Jahr 2017 werden wieder zahlreiche Läufer die Strecken um den Rursee in Angriff nehmen. Foto: P. Stollenwerk

Einruhr. Egal, ob es die ersten Schneeschauern des neuen Winters gibt, die Sonne die letzten Kräfte mobilisiert oder der Wind über die Dächer pfeift: Das erste Wochenende im November wird in Einruhr ganz im Zeichen des 21. Rursee-Marathons stehen.

Denn dieser ist jährlich die größte Laufveranstaltung in der Gemeinde Simmerath. „Wir hoffen, wie auch in den letzten Jahren, auf hohe Teilnehmerzahlen und nach Möglichkeit natürlich auch auf gutes Wetter, denn dann wird es hier Land unter heißen“, äußert Alfred Hüpgen vom Organisations-Team des Rursee-Marathons ein paar Wünsche im Vorfeld.

Zu diesem Großereignis werden im Dorf am See wieder rund 1500 Sportler erwartet, die sich im Wettkampf messen wollen und die schöne Naturstrecke bewältigen wollen. Erfreut ist das Organisations-Team über die Vielfalt unter den Läufern, denn es sind bereits Athleten aus 20 verschiedenen Ländern angemeldet. „Dabei sind auch Exoten aus China, Indien, Marokko oder den USA“, sagt Alfred Hüpgen schmunzelnd.

Im letzten Jahr überquerten knapp über 1500 Athleten die Ziellinie in den verschiedenen Wettkämpfen. Und die bisherigen Anmeldezahlen lassen erahnen, dass diese Zahlen wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder erreicht, wenn nicht sogar gesteigert werden können. Denn viele der Läufer seien „Wiederholungstäter“ und treten jedes Jahr in Einruhr an.

„Mit insgesamt 171 Voranmeldungen für den Marathon und 382 für den Lauf über 16,5 Kilometer liegen die Zahlen leicht über denen von 2016 zum gleichen Zeitpunkt“, weiß Gerd Hüpgen vom Orga-Team. Zudem sei die Tendenz erkennbar, dass viele Marathon-Läufer in diesem Jahr die Strecke über 16,5 Kilometer gewählt hätten. Dieser Lauf wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der teilnehmerstärkste werden.

Erfahrungsgemäß gebe es kurz vor dem Wettkampf und auch am gleichen Tag noch einige Nachmeldungen. „Im letzten Jahr hatten wir fast 500 Nachmeldungen“, weiß Gerd Hüpgen. Das Organisations-Team hofft indes auf möglichst viele Voranmeldungen, die online noch bis zum 25. Oktober möglich sind.

Dies sei nicht nur kostengünstiger, sondern auch für die Organisatoren einfacher und vermeide unnötigen Stress kurz vor dem Wettkampf. „Anschließend sind natürlich noch Nachmeldungen, auch am gleichen Tag bis 60 Minuten vor dem jeweiligen Start, im Zelt möglich“, erklärt Alfred Hüpgen.

Um die intensive Organisation im Vorfeld und vor allem um einen reibungslosen Ablauf am Wettkampf-Wochenende kümmern sich zahlreiche Helfer. „Vom THW, über die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, bis hin zur Polizei und natürlich den Ortsvereinen, sind insgesamt 200 Helfer im Einsatz“, verdeutlicht Alfred Hüpgen die Dimension der Veranstaltung im 600-Seelen-Dorf Einruhr.

Vor allem an den Wettkampftagen steht einiges an Arbeit an. Denn von der Vergabe der Startnummern, der Sicherung der Strecke bis zum Aufbau von Verpflegungsständen muss alles gut organisiert sein. Eine Staffel wird im Rahmen des Rursee-Marathons nicht angeboten, denn dies sei schlicht und einfach nicht realisierbar.

„Die weiten Wege zwischen den Wechselpunkten sind das Hauptproblem dabei“, erläutert Alfred Hüpgen. Von der Entfernung her müsse der erste Wechselpunkt in Rurberg sein, der Zweite dann in Schwammenauel. Doch sei es faktisch unmöglich, in der kurzen Zeit mit dem Auto von Rurberg nach Schwammenauel zu gelangen, um den Wechsel zu organisieren. Auch seien mangelnde Parkmöglichkeiten ein Problem.

Besonders stimmungsvoll wird es auf der Strecke in Rurberg werden, wenn auf der Staumauer am Fuße des Honigbergs zwei Trommelgruppen aus Düren und Nideggen ihre Rhythmen präsentieren.

Kein Ultra-Lauf

Auch einen Ultra-Lauf über 56 Kilometer, wie es ihn anlässlich des 20. Rursee-Marathons gegeben hat, wird es in diesem Jahr nicht geben. Denn auch im letzten Jahr wurde dieser nur unter Auflagen der Nationalparkverwaltung genehmigt. „Doch wir haben auch weiterhin und für die Zukunft großes Interesse daran, einen solchen Lauf wieder anbieten zu können“, ist sich das Organisations-Team einig. Dieses Angebot sei bei den Läufern durchweg sehr gut angekommen, es habe ausschließlich positive Rückmeldungen gegeben und auch in diesem Jahr habe es einige Anfragen zu einem möglichen Ultra-Lauf gegeben.

Doch in diesem Jahr liegt der Fokus auf dem 16,5-Kilometer-Lauf sowie auf dem Marathon und man darf gespannt sein, ob die Bestmarke von Guido Hermes (2:35:51 Stunden) aus dem Jahr 2006 wackeln wird, wenn Profi-Moderator Andreas Menz gewohnt kompetent alle Athleten beim Zieleinlauf begrüßen wird.

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