Rursee-Marathon: Auf letzten Kilometern nur noch gebetet

Von: ale
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Schon beim Start des Marathons vorne weg: Markus Breuer (Nummer 506) absolvierte den Rursee-Marathon in 2:57.37 Stunden und hatte damit am Ende die Nase vor allen anderen Teilnehmern. Foto: A. Lauscher
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Die Schnellsten über 16,5 km: Christian Nießen vom TuS Schmidt und Kristina Ziemons vom Ski-Keller Kaulard & Schroiff Eicherscheid. Foto: A. Lauscher

Einruhr. Bilderbuchwetter hatten die Teilnehmer beim 17. Rursee-Marathon; kühl und sonnig, mit blauem Himmel präsentierte sich die Eifel am Sonntag den Gästen. Der Rursee-Marathon e.V. begrüßte bei seiner tollen Veranstaltung über 1000 Teilnehmer. 617 Finisher wurden beim 16,5-Kilometer-Lauf gezählt, beim Marathon waren es über 300.

Strahlend lief der Sieger des Marathon über die Ziellinie, den Beifall genießend. Es war Markus Breuer aus Rohren, der für Germania Dürwiß startet, seine Zeit: 2:57.37 Stunden. „Ich hätte mir eine bessere Zeit gewünscht“, lautete sein spontaner Kommentar, „doch im ersten Teil war der Boden stellenweise wie Schmierseife. Und ab Kilometer 34 hab ich meine Beine gespürt. Auf den letzten fünf Kilometern dachte ich, es hilft nur noch beten. Egal, jetzt bin ich glücklich!“

Der Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns, hatte die vielen Sportler begrüßt. Bevor er den Startschuss gab, forderte er die Athleten auf, „einen herzlichen Applaus für die Ehrenamtler zu spenden, die dies alles bewerkstelligen“.

Viel Unterstützung

Tatsächlich hatte man das Gefühl, alles liefe fast wie von selbst: Absperrungen, Streckenposten, Verpflegung, Zeitnahme. „Wir haben einen Riesenhelferstab aus den Orten Einruhr und Erkensruhr, die arbeiten fast profihaft“, lobte Karin Birkhoff die vielen Mitstreiter, „zusätzlich bekommen wir Unterstützung vom SC Komet Steckenborn, vom Sportverein Kommern, vom THW, der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK und der Polizei.“

Pünktlich um 10.30 Uhr wurde der Marathon gestartet, anschließend um 11 Uhr der Lauf über 16,5 Kilometer. Diesmal hatte sich eine Trommlergruppe aus Nideggen auf dem Damm in Rurberg postiert, wo sich die 16,5-Kilometer-Strecke von der Marathonstrecke trennt. Die 17 „BumPacs“-Trommler um Tom Kommer hatten selber viel Spaß an ihrem Auftritt, und dankbar nahmen die Läuferinnen und Läufer diesen zusätzlichen Motivationsschub an, der ihnen Beine machte.

Einsam und allein

Im Zelt hatten sich die Zuschauer etwas aufgewärmt, als ihnen Andreas Menz, der Moderator, schon den Sieger über 16,5 Kilometer ankündigte. Einsam und alleine lief Christian Nießen vom TuS Schmidt ins Ziel. Er erreichte die Superzeit von 59.37 Minuten. „Nach den ersten beiden Kilometern war keiner mehr bei mir“, erzählte er. So lief er ein souveränes Rennen, nur gegen sich selbst und die Stoppuhr. Auf den Zweiten warteten die Fans über fünf Minuten, Eric Vliegen vom Ski-Keller Kaulard & Schroiff, wurde nach 1:04.50 mit begeistertem Applaus empfangen; Dritter wurde Tobias Barth, DLC Aachen, in 1:05.03.

Neuer Rekord

Die erste Frau kam ganz entspannt ins Ziel, die Freude war ihr anzusehen: Kristina Ziemons vom Ski-Keller Kaulard & Schroiff legte mit 1:06.36 einen neuen Streckenrekord hin (im vorigen Jahr hatte sie diesen mit 1:06.45 aufgestellt). Ihre überragende Leistung zeigte sich auch darin, dass ihre Teamkameradin Gaby Andres erst in 1:11.06 folgen konnte; dann erreichte Nora Honke, ebenfalls Ski-Keller Kaulard & Schroiff, in 1:11.39 das Ziel.

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