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Rursee-Lied: Die ersten Aufnahmen sind im Kasten

Von: Andreas Gabbert
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Die Einladung ins Tonstudio von Markus Wimmer (hinten, Mitte) haben sie gerne angenommen: die neun Schüler der Sekundarschule mit Adalbert van Londen (hinten, links) und Daniel Wiegand (hinten, rechts). Foto: A. Gabbert

Monschau. „Der Rap kommt später“, sagt der Berufsmusiker Daniel Wiegand aus Eicherscheid und singt den neun Schülern der Sekundarschule Nordeifel noch mal vor, wie er sich die zweite Strophe gedacht hat. Sein Blick schweift durch ein kleines Fenster in den Nebenraum.

Dort sitzt Toningenieur Markus Wimmer vor einem riesigen Mischpult mit unzähligen Knöpfen und Schaltern, auf einem großen Monitor hüpfen bunte Balken auf und ab. Die Kinder setzen ihre Kopfhörer auf und bilden einen Kreis um das Mikrofon. Wimmer nickt und dann hört man seine Stimme aus einem der Lautsprecher: „Ok! Aufnahme!“

„Hausarrest – meine Eltern sind dagegen – ist mir egal – werd mich zum See bewegen – ich reiß das Fenster auf – schleich mich hinaus – spring in den Bus hinein – die Linie 68 muss es sein!“, schmettern die Kinder der 5. Klasse ins Mikrofon. Den Text haben sie mit dem Journalist Adalbert van Londen aus Schmidt geschrieben, der das Projekt an der Sekundarschule gemeinsam mit Daniel Wiegand betreut.

Wie kleine Stars

Gemeinsam mit den Schülern haben sie ein Lied über den Rursee geschrieben, das jetzt bei Markus Wimmer in Dedenborn in den Rurton-Studios aufgenommen wird. Durch einen Artikel in dieser Zeitung, in dem es um ein ähnliches Projekt von Wiegand und van Londen am Monschauer St.-Michael-Gymnasium ging, war Wimmer aufmerksam geworden und hatte angeboten, die Lieder, die mit den Schülern des Gymnasiums und der Sekundarschule entstehen, in seinem Studio kostenlos aufzunehmen. „Das ist ein tolles Projekt, ich hätte mich damals als Schüler darüber gefreut“, sagt Wimmer über sein Engagement.

In der Atmosphäre des Tonstudios kommen sich Anna, Eva, Adelina, Alicia, laura, Djamila, Yasmin, Jonas und Nico schon ein wenig wie kleine Stars vor. „Das ist viel besser als normaler Unterricht“, da sind sich die Kinder einig.

Die zweite Strophe sitzt noch nicht richtig. „Das ist ein bisschen schief gelaufen“, sagt Wiegand. Also heißt es wieder: „Aufnahme!“ Im Aufnahmeraum sind nur die Stimmen zuhören, die Musik kommt aus den Kopfhörern. Nebenan bei Wimmer in der „Zentrale“ klingt es anders. Hier ist die Musik laut zu hören und man erhält einen Eindruck davon, wie es später einmal klingen wird.

Jetzt sind die Rapper mit dem Refrain an der Reihe – erst alle zusammen und dann noch mal jeder einzeln. Jonas legt los, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte: „Summertime – ab in den See hinein – wir gehen nicht zum Rhein – die Rur muss es Sein! Wir sind da! Ja, ja, ja, ja! – Wir sind da! La, la, la, la! – Wir sind da! Na, na, na, na! Wir sind da! Da, da, da, da! Summertime – ab in den See hinein – wir gehen nicht zum Rhein – die Rur muss es sein!“

Als alles im Kasten ist, geht es zum Probehören in die „Zentrale“. Doch bevor der erste Ton zu hören ist, haben die Kinder noch eine Menge Fragen: „Wozu sind die ganzen Knöpfe da und was bedeuten die Farben alle?“„Damit orientiere ich mich, der grüne Balken ist zum Beispiel das Schlagzeug“, erklärt Wimmer.

Die ersten Töne erklingen und die Schüler werden ganz still. Ihre Blicke wirken ein wenig ungläubig, als wollten sie sagen: „Das haben wir gemacht?“

Jetzt sollen auch noch die Lieder aufgenommen werden, die die Schüler des Gymnasiums mit Wiegand und van Londen komponiert haben. Das eine Lied dreht sich um den Monschauer Senf, das andere um das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion in Monschau.

Sponsoren gesucht

„Bestenfalls finden wir einen Sponsor, der eine kleine CD-Serie finanziert, möglich wäre auch eine touristische Nutzung oder im Rahmen der Kulturförderung“, sagt Wiegand.

Van Londen bringt es auf den Punkt: „Wir sind Leute aus der Region, die mit Kinder aus der Region etwas für die Region machen. Schön wäre, wenn jetzt der Schneeball weiterrollt, Markus Wimmer konnten wir ja schon für das Projekt begeistern und wir sind zuversichtlich noch den ein oder anderen zu finden. Toll wäre es auch, das Projekt auf den Internetseiten der Kommunen oder verschiedener Einrichtungen zu präsentieren“, sagt van Londen.

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