„Rursee in Flammen“: Verrückte Boote und viele bunte Lichter

Von: Gudrun Klinkhammer
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Das Höhenfeuerwerk war auch in diesem Jahr wieder der Höhepunkt bei „Rursee in Flammen“: Bunte und glitzernde Feuerwerksraketen tauchten den Himmel und den See in fantastische Farben. Foto: René Pelzer/www.eifelmomente.de
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Um die Sicherheit der rund 36.000 Besucher zu gewährleisten, wurde die Zahl der Polizisten deutlich erhöht. Foto: gkli
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Waldorf und Statler unterwegs: Bei der Crazy-Boats-Parade belegten Claudia und Oliver Giebel den ersten Platz. Foto: gkli
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Schwanensee auf dem Rursee: Die Teilnehmer der Crazy-Boats-Parade begeisterten die Jury und das Publikum. Foto: gkli
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Auf der Festbühne am Eiserbachsee wurde auch am Samstag wieder gerockt. Foto: gkli

Rurberg. „Da wird ja der Affe am Rursee verrückt“, lautete am Samstag die Ansage, als das „Crazy Boat“ von Hannah Kuhl und ihrer Crew an der Jury vorbeiglitt. Tatsächlich hing ein aufblasbarer Affe in der Takelage, ein weiterer turnte auf Deck herum. Bastschirme, Baströckchen, Plastikpalmen und heiße Beachmusik komplettierten das fröhliche Bild.

Mit ihrem Auftritt am Rurseeufer in Rurberg während des Volksfestes „Rursee in Flammen“ errang die „Hammer-Rursee-Party-Crew“ auf einer Sunbeam 26 den zweiten Preis im Wert von 400 Euro bei der Crazy-Boats-Parade.

Den ersten Preis, das waren 600 Euro, räumten Claudia und Oliver Giebel ab. Die beiden Rurberger hatten ihren Carport zur Werft umfunktioniert und ein Floß aus einer Europalette zusammengezimmert. Auf dieses Floß setzten sie einen roten Plüschbalkon. Als „Waldorf und Statler“, die beiden nörgelnden Senioren aus der Muppets-Show, paddelten die Lokalmatadore über den See und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Nicht nur für ihre Idee, für die Vorstellung, den Gesamteindruck und den Applaus, gemessen in Sekunden, erhielten die beiden die höchste Punktzahl. Vor allem für die Technik, ein derartiges Floß ans Schwimmen zu bringen, kassierten sie den ersten Preis. Die 50-jährige Lehrerin und der 44-jährige Elektroniker, die jeden Sommer wieder auf dem Rursee Wassersport betreiben, hatten die Europalette auf leere Kanister platziert, so dass sie nicht untergehen konnten. Mit einem handelsüblichen Autoanhänger hatten sie das Floß dann zum See getrailert.

Zwölf Teams am Start

Viel Applaus erhielt auch der schwimmende Chevrolet, den Wolfram Göttgens und René Gottschalk zusammengebastelt hatten. Herrlich anzusehen, wie das rosafarbene Gefährt, leicht auf dem Königsbug hängend, über das Wasser glitt und sich spiegelte.

Bester Laune zeigten sich die Ausrichter. Ging doch in diesem Jahr endlich einmal alles glatt. Ausgedacht hatten sich Wilhelm Jonkmanns und Sander Lutterbach die Crazy-Boats-Parade bereits vor drei Jahren. Jonkmanns, der seit 1979 jedes Wochenende vom Niederrhein an den Rursee fährt, gab damals zu bedenken: „Schön wäre es, wenn während des Rurseefestes auch einmal etwas auf dem Wasser passieren würde und nicht immer nur daneben.“

Doch vor drei Jahren lief die Idee der Crazy-Boats-Parade ins Leere, keiner meldete sich an. Im vergangenen Jahr dann meldeten sich gleich 16 Crews, wegen der damaligen Schlechtwetterlage musste der Wettbewerb allerdings kurzfristig abgeblasen werden. In diesem Jahr passte nun alles, zwölf Teams gingen an den Start. Am Nachmittag strahlte über Rurberg die Sonne nur so vom Himmel, und es sollte bis auf wenige Tropfen trocken bleiben.

Die Jury, bestehend aus Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Herrmanns und aus den Wassersportfreunden Petra Jonkmanns, Ulli Lillpop, Urs Kaulard und Bruno Nellessen, konnte ohne Probleme ihre Bilanz ziehen. Zu den Mikrofonen griffen derweil die drei Moderatoren Adi Braun, Rainer Ochs und Sander Lutterbach.

260 ehrenamtliche Helfer sorgten während des diesjährigen Festes „Rursee in Flammen“ insgesamt für einen reibungslosen Ablauf. Die fliegenden Händler und Anbieter von Speisen, die sich in ihren Buden, Wagen und Zelten am Rurseeufer aneinanderreihten, hatten alle Hände voll zu tun. Das Kinderparadies, eine Ansammlung von ausgefallenen Spielgeräten in XXL-Format, wurde ausgezeichnet frequentiert.

Seit 2008 ist der gebürtige Rurberger Sander Lutterbach der Geschäftsführer des ausrichtenden Orts- und Verkehrsvereins Rurberg-Woffelsbach. Der 40-jährige Bauingenieur kennt das Fest, das in diesem Jahr seine 51. Auflage erlebte, seit er laufen kann. Er erinnert sich: „Als Kind war ich schon dabei, da habe ich bereits hier Gläser eingesammelt und Bändchen verteilt.“

Rund 36.000 Besucher, schätzt der Ausrichter, steuerten in diesem Jahr „Rursee in Flammen“ an.

Das Höhenfeuerwerk, abgefeuert vom Seedamm, wurde dann zum weiteren krönenden Ereignis der Veranstaltung. Zehn Minuten lang stoben bunte und glitzernde Raketen in den Himmel.

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