Schmidt - Rureifel-Wanderweg: Angebot gestrafft, Qualität verbessert

Rureifel-Wanderweg: Angebot gestrafft, Qualität verbessert

Von: ale
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Die neue Wanderkarte Nr. 2 wur
Die neue Wanderkarte Nr. 2 wurde vorgelegt von (v.l.) Jochen Erler, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Nideggen, Gotthard Kirch, Geschäftsführer des Rureifel-Tourismus e.V., Walter Weinberger, Amt für Kreisentwicklung, Wolfgang Müller, Hauptwanderwart des Eifelvereins, Axel Buch, Vorsitzender des Rureifel-Touristik e.V., und Manfred Knauff, Hauptkartenwart des Eifelvereins.

Schmidt. Nach einem Jahr der Planung und einem weiteren Jahr aufwendiger Arbeit ist nun die neue Beschilderung der Wanderwege der Rureifel abgeschlossen, und die neue Wanderkarte Nr. 2 liegt vor. Im Hotel Roeb in Schmidt wurde die Karte jetzt vorgestellt.

In den letzten Monaten war es häufig vorgekommen, dass Wanderer etwas irritiert wurden: Überall gibt es neue Beschilderungen, aber die stimmten nicht mit der Karte überein. Nun ist das „Mammutwerk” fertig, die neu ausgeschilderten Rundwanderwege in Nideggen, Heimbach, Kreuzau, Hürtgenwald und Langerwehe sind kartiert.

Zur Vorgeschichte erläuterte Axel Buch, der Vorsitzende des Vereins Rur-Eifel-Tourismus, man habe eingesehen, dass man die Wanderlandschaft der Rureifel „liften” müsse, und für die Neugestaltung kompetente Partner gefunden: den Eifelverein, die Fachleute von Rur-Eifel-Tourismus und den Kreis Düren.

Die Anzahl der Wanderwege, die jede Ortsgruppe des Eifelvereins angeboten hatte, war zu groß und damit die Beschilderung zu verwirrend geworden. Nun ist es in zweijähriger Arbeit gelungen, das Ganze zu straffen und in der Qualität zu verbessern. Axel Buch nannte Wolfgang Müller aus Schmidt, den Hauptwart des Eifelvereins, „Herz und Seele” des umfangreichen und arbeitsintensiven Projektes.

Ein Schmankerl für Wanderer

Gotthard Kirch, der Geschäftsführer des Rur-Eifel-Touristik e.V., äußerte sich dankbar für die Kooperation mit dem Eifelverein, die „wunderbar funktioniert” habe. Auch in Zeiten des Internets und der Navigationssysteme wollten viele Wanderer „eine Papierkarte”, hat er festgestellt.

Und Manfred Knauff, Hauptkartenwart des Eifelvereins, wies besonders darauf hin, dass man nun auf der Rückseite etwas Neues gewagt habe: Hier wird der „Rur-Eifel-Navigator” vorgestellt, sozusagen ein Schmankerl für die Wanderfreunde, die sich gern vorab im weltweiten Netz informieren. Auf zwölf attraktive Themenrouten wird aufmerksam gemacht und dabei auf die Vorzüge des Rur-Eifel-Navigators hingewiesen, der auf einen Blick eine Kurzbeschreibung liefert, über Länge, Höhenmeter und geschätzte Dauer der Tour informiert.

Walter Weinberger vom Amt für Kreisentwicklung sieht die Investition in dieses Projekt von insgesamt 90.000 Euro als sehr sinnvoll an, vom Land seien 50.000 Euro Zuschuss geflossen. Auch Langerwehe habe mitgemacht und sei mit sieben neuen Wegen vertreten.

Patenschaften übernommen

Ihm ist es ein Anliegen, die Qualität dieser Wege zu erhalten, hierfür haben bereits die meisten Eifelvereins-Ortsgruppen Patenschaften übernommen. Wolfgang Müller nahm die Gelegenheit wahr, den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer hervorzuheben, die in ungezählten Stunden alte Beschilderungen entfernt und neue angebracht haben. Er erläuterte, was man unter „Qualität” von Wanderwegen versteht: Der Deutsche Wanderverband stufe beispielsweise Teerwege grundsätzlich als schlecht ein. In diesem Punkt habe man die Kernkriterien des Verbands bei der Erarbeitung der neuen Wanderkarte modifiziert, denn man wolle die Gäste in die Orte bringen.

In zehn Arbeitsgruppen habe man ein Jahr lang das gesamte Netz im Kreis Düren unter die Lupe genommen. Die neu angebotenen Touren sollten „nicht aus dorfpatriotischer Sicht, sondern aus Sicht des Wanderers” ausgewählt werden.

Von 156 Wanderwegen sind 80 übrig, das sind ungefähr 700 Wanderkilometer, und die sind „qualitätsgeprüft”. Die Beschilderung ist lückenlos, Pfade durch Wald und Wiesen und schöne Aussichten wurden bevorzugt eingebunden. Die Arbeit ist natürlich nicht zu Ende: Die Anschlusskarten - Nr. 1 (Aachen), Nr. 3 (Monschauer Land), Nr. 4 (Schleiden) und die Nationalparkkarte mit der Nr. 50 - müssen nun angeglichen werden, erläutert Wolfgang Müller.
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