Simmerath - Rurberger genervt: „Motorradlärm ist nicht mehr hinnehmbar”

Rurberger genervt: „Motorradlärm ist nicht mehr hinnehmbar”

Von: P. St.
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In den Sommermonaten in der Eifel ein Problem: Motorradfahrer, wie hier beim „Bulldog-Treffen” in Monschau, treten in Scharen auf und stören die Wochenendruhe vieler Anwohner. Foto: Carmen Krämer

Simmerath. Seit jeher gehören Motorräder zum Bild der Nordeifel. Besonders an den schönen Wochenenden im Sommer kommen die Zweiräder scharenweise in die Rursee-Region, und man hat den Eindruck, dass es immer mehr werden.

Diese Vermutung teilen auch Bürger aus Rurberg, die in einem Beschwerdebrief die Gemeinde wissen ließen, dass der Motorradlärm „nicht länger hinnehmbar” sei.

In dem Brief, den Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt dem Strukturausschuss zur Kenntnis brachte, wurde gefordert, das Simmerather Gemeindegebiet komplett für Motorräder zu sperren. Eine solch radikale Maßnahme, ließ der Bürgermeister gleich durchblicken, komme wohl nicht Betracht, zumal das Problem nicht die Motorradfahrer im allgemeinen seien, sondern jene Zweiradfahrer, „die in den Eifelkurven testen, was ihre Maschinen hergeben.”

Aufgrund der Bürger-Beschwerden werde aber in Kürze eine Zusammenkunft mit Polizei, Landesbetrieb Straßenbau, Ordnungsamt, Straßenverkehrsamt sowie weiteren Behörden stattfinden, um nach Lösungen zu suchen.

Motorradfahren in der Eifel bezeichnete Hermanns als eine Medaille mit zwei Seiten. Vom ADAC werde die Nordeifel komplett als attraktives Gebiet empfohlen, wobei die Interessen des Tourismus und der Bürger in Einklang gebracht werden müssten.

Schwierig ist das bei einer Situation wie sie am vergangenen Wochenende herrschte. „Wie ein Erdbeben!”, wird so mancher Bewohner der Monschauer Altstadt gedacht haben. Anlass war das siebte internationale „Bulldog-Treffen”, zu dem 165 Motorradliebhaber aus Holland, Belgien, Österreich, Deutschland und England angereist waren. Gemeinsam erkundeten die Biker bei insgesamt elf angebotenen Touren Eifel und Ardennen.

„Angefangen hat alles mit einem kleinen Forum, in dem sich Interessierte über den seltenen Motorradtyp Yamaha BT1100 Bulldog austauschen konnten”, erklärt Jörg Gierth, Organisator des Treffens. „Irgendwann ist mir dann die Idee gekommen, ob wir uns nicht mal treffen sollten.

In diesem Jahr hatten sich die Maschinen, von denen europaweit insgesamt nur 4000 Stück verkauft wurden, und ihre Besitzer in Monschau eingefunden, wo sie im Carat-Hotel ihre Unterkunft fanden.
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