Nordeifel - Rund 1100 Tonnen Streusalz sind noch auf Lager

Rund 1100 Tonnen Streusalz sind noch auf Lager

Von: Andreas Gabbert
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Bei der Straßenmeisterei ist Flexibilität gefragt: Die Schlosser Dieter Schütt (links) und Richard Veeser reparieren die Fahrzeuge nicht nur, sie beladen und steuern sie auch.

Nordeifel. Der Berg ist mehrere Meter hoch und reicht bis unter das Dach. Streusalz ist genügend da. Rund 1100 Tonnen davon sind in der Lagerhalle der Straßenmeisterei Simmerath in Rollesbroich noch vorrätig. 1500 Tonnen passen in die Halle rein. Rund 1300 Tonnen haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei in diesem Winter bereits auf die Straße gebracht.

Zwischendurch wurden noch mal 1000 Tonnen nachbestellt. Wie lange der Vorrat ausreicht, kann aber auch der Betriebsdienstleiter der Straßenmeisterei, Bruno Alzer, nicht vorhersagen. Eine Prognose ist unmöglich. „Wenn es so weiter geht, könnten wir in diesem Winter mit insgesamt 2000 Tonnen auskommen, aber nur zwei Wochen Schnee reichen aus, um auf völlig andere Zahlen zu kommen“, sagt Alzer. In einem harten Winter werden circa 6000 Tonnen benötigt.

Schlecht wird das gelagerte Streusalz in keinem Fall. „Das Salz ist tausende Jahre alt, da kommt es auf ein oder zwei Jahre mehr nicht an“, sagt Alzer. Das Salz könne höchstens verklumpen. Aber auch das ist in Rollesbroich kein Thema. Die Lagerhalle ist offen gebaut, aber so das kein Niederschlag eindringen kann. Sollten sich an der Oberfläche doch mal Klumpen bilden, dann werden sie mit der Schaufel des Radladers wieder zerbröselt oder spätestens im Mahlwerk des Streuers wieder zerkleinert. „Wir haben noch nie Probleme damit gehabt“, sagt Alzer. Dazu trägt eine durchdachte Lagerhaltung bei. Das Salz wird nicht nur vorne abgetragen bzw. aufgeschüttet, sondern auch an den Seiten. Außerdem lagert das Salz nicht lange. Pro Winter gibt es mindestens einen Durchsatz.

Neben dem Streusalz lagern in einem großen Behälter 30.000 Liter Flüssigsalz, das von der Straßenmeisterei bereits seit vielen Jahren genutzt wird. Ein weiteres Streusalzlager befindet sich an den Serpentinen in Richtung Monschau. Dort lagern in einem Reserve-Silo weitere 100 Tonnen.

315 Kilometer Straßennetz

Zum Team von Bruno Alzer gehören 28 Mitarbeiter. Neben den Straßenwärtern zählen dazu ein Azubi sowie die Schlosser Richard Veeser und Dieter Schütt. Neben der Reparatur der Fahrzeuge kümmern sie sich auch um das Beladen, und sie steuern die Räumfahrzeuge auch. Alzer ist froh über die Flexibilität seiner Mitarbeiter. „Da können wir nicht drauf verzichten, damit steht und fällt ein Betrieb“, sagt er.

Verantwortlich ist das Team für ein rund 315 Kilometer langes Straßennetz. Dazu gehören die Kommunen Monschau, Simmerath, Roetgen, Hürtgenwald sowie die südlichen Teile der Städte Aachen, Stolberg und Düren. Hinzu kommen noch Teile der Gemeinde Kreuzau und der Stadt Nideggen.

Um ihre Aufgabe wahrzunehmen, verfügt die Straßenmeisterei Simmerath über sieben eigene Großfahrzeuge (fünf Lkw und zwei Unimogs) und ein kleineres Fahrzeug, um die Radwege zu räumen. In Spitzenzeiten wird zusätzlich auf die Fahrzeuge dreier Unternehmer zurückgegriffen. Pro Tour legen die Fahrzeuge 80 bis 90 Kilometer zurück, circa 45 davon werden abgestreut.

Immer größere Fahrzeuge

Da die Fahrzeuge immer größer werden, passen sie oft nicht mehr unter das Förderband, mit dem das Streusalz verladen wird. Deshalb kommt in Rollesbroich der Radlader immer häufiger zum Einsatz.

Ob und wann die Räum- und Streufahrzeuge ausrücken, bestimmt Alzer mit Hilfe des Wetterberichts.

Mehrfach täglich schickt der Deutsche Wetterdienst einen aktualisierten Bericht an die Straßenmeisterei, der extra auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist. Darin befinden sich Informationen zur Niederschlagsmenge, zur Temperatur, zur Bewölkung und für spezielle Fahrstreckentypen. So erhalten die Straßenwärter zusätzliche Informationen zu den Gebenheiten an Brücken (wo es besonders kalt wird), im Schatten oder in den Ortschaften. Dementsprechend legt Alzer die Pläne für seine Fahrer fest. „Man muss sich dabei natürlich immer am kältesten Punkt orientieren“, erklärt Alzer.

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