Ruhiges Richtfest in der Rosentalstraße

Von: P. St.
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Richtfest an der Wohnanlage Rosental: Bauherrin Carola Braun sieht den Gebäudekomplex als gelungenes Ensemble. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Dass nicht so heiß gegessen wie gekocht wird, bewahrheitete sich jetzt auch im Falle eines Neubauvorhabens in der Roetgener Rosentalstraße. Um den dafür erforderlichen Abriss eines ehemaligen Geschäftshauses an der Abzweigung Rommelweg hatte es im Sommer eine kontroverse öffentliche Debatte gegeben.

Einige Monate später ist nun – abgesehen vom unvermeidlichen Baulärm – Ruhe an der Baustelle eingekehrt. Die Bauherrengemeinschaft Braun und Braun hatte nach zügiger Abwicklung des Bauvorhabens jetzt zum Richtfest eingeladen, um stolz den Rohbau der Wohnanlage Rosental zu präsentieren.

Diskussion um Denkmalwert

Der vorangegangene Abriss des ehemaligen Geschäftshaus Schroeder war jetzt unglücklicherweise in eine Phase gefallen, wo in Roetgen heftig über den Erhaltungswert alter Bausubstanz diskutiert wurde. Die Diskussion erreichte ihren Höhepunkt, als in einer forschen Aktion das so genannte „Schmiddem-Haus“ an der Bundesstraße – auch „Türmchen-Haus“ genannt – abgerissen wurde. Das für die Ortsansicht ohne Zweifel prägende Gebäude rief vor allem den örtlichen Heimat- und Geschichtsverein auf den Plan, der einen verstärkten Schutz für ortsbildprägende Gebäude forderte.

Ebenfalls zeitgleich wurde in der Rosentalstraße in unmittelbarer Nähe der geplanten Wohnanlage Rosental ein weiteres größeres Bauvorhaben gestartet, was die FDP zur Feststellung bewegte, dass die Rosentalstraße als erste Straße in der Gemeinde Roetgen einer städtischen Bebauung überlassen werde.

Bei der Wohnanlage Rosental, deren Ausdehnung nun erkennbar ist, handelt es sich um einen Komplex mit elf Wohneinheiten. Entgegen der anfänglichen Planung wurde das Gebäude mit einer Grundfläche von 750 Quadratmetern nicht in Quer- sondern in Längsrichtung zur Straße hin errichtet. Durch diese neue Anordnung wurde entlang der östlichen Gebäudeseite eine ausreichende Anzahl von Stellplätzen geschaffen. Im rückwärtigen Bereich verfügt das Grundstück noch über eine ausgedehnte Grünfläche.

Aus Sicht der Verwaltung, so hieß es damals, würden sich die geplanten Gebäudehöhen „in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen“. Auch würden „sonstige nachbarlichen Belange“ durch das Bauvorhaben nicht berührt.

Das sieht auch Bauherrin Carola Braun nicht anders. Über die Gebäudegestaltung habe man mit allen Roetgener Fraktionen im Vorfeld Abstimmungsgespräche geführt. Auch zur Nachbarbebauung. Insbesondere zu einem denkmalgeschützten Haus habe man den erforderlichen Anstand eingehalten. Nach einer Ortsbesichtigung habe auch der Heimat- und Geschichtsverein in dem zum Abriss anstehenden Geschäftshaus keine denkmalwerte Substanz erkennen können.

Hohe Nachfrage für Roetgen

Von den elf Wohneinheiten in dem altersgerecht ausgestatteten Wohnkomplex sind bereits zehn Wohneinheiten an Interessenten verkauft. Carola Braun, die das Roetgener Familienunternehmen Betac Immobilien vertritt, sieht weiterhin eine enorme Nachfrage nach Wohnraum in Roetgen – auch aus dem weiteren Umfeld. Der Standort sei wegen seiner Nähe zum Oberzentrum Aachen nach wie vor sehr attraktiv. Ab Sommer 2015 soll die Wohnanlage Rosental bezugsfertig sein.

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