Eicherscheid - RuFV hält weiter an Turnierausrichtung fest

RuFV hält weiter an Turnierausrichtung fest

Von: ale
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Tunier
Ehrungen für 25 und 40 Jahre Treue zum Reit- und Fahrverein Eicherscheid standen bei der Jahreshauptversammlung des Vereins auf dem Programm. Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Große Außenreitturniere sind in der Nordeifel rar geworden. Der Reit- und Fahrverein Eicherscheid zählt zu den mutigen Ausrichtern, die bei uns Springen bis Klasse S anbieten. Das soll auch in diesem Sommer so sein, dem stimmten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung zu.

„Es wird immer schwieriger, ein anspruchsvolles Turnier finanziell plus minus null über die Bühne zu bringen“, klagte die Kassiererin, Christel Küpper.

Der erste Vorsitzende, Hans-Willi Schophoven, fügte hinzu: „Vonseiten der Offiziellen, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, wird uns nicht geholfen. Im Gegenteil, die Bestimmungen werden immer komplizierter, die Kosten immer höher. Zu den vorgeschriebenen Preisgeldern kommen die Gebühren für Turnierrichter und Tierarzt. Es ist mittlerweile unmöglich, ein Reitturnier der höheren Kategorie durchzuziehen, das sich allein aus den Nenn- und Startgeldern finanziert. Da braucht es Sponsoren.“

Zum Glück fanden die Eicherscheider bisher Gehör bei Unterstützern, denen offensichtlich der Pferdesport und die stimmungsvolle Turnierveranstaltung „Im Rott“ am Herzen liegen. Dafür bedankte sich der Vorstand ausdrücklich. Die Mitglieder wurden aufgefordert, die Augen offenzuhalten und nach Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, um neue Sponsoren zu finden.

Zahlreich waren die Mitglieder der großen Eicherscheider Reiterfamilie im Casino der Reithalle erschienen. Nach dem Bericht von Christel Küpper, die die Kasse führt und für die Mitgliederverwaltung zuständig ist, herrschte allgemeine Zufriedenheit über den Kassenstand.

„Wir hatten im vergangenen Jahr wenig Anschaffungen, in diesem Jahr werden einige Investitionen nötig sein“, erläuterte die Kassiererin. Der Abreiteplatz müsse saniert werden, hier werde der Belag abgetragen und ein neues Gemisch aufgebracht, das den Boden griffig macht, erklärte Hans-Willi Schophoven.

Aus den einzelnen Aufgabenbereichen gab es kurze Berichte, so hob Jutta Braun, die Sportwartin, hervor, dass die Aktiven außer ihren sportlichen Auftritten auch beim Helfertag tatkräftig mit angepackt haben, da wurden die Hindernisstangen auf 3,50 m gekürzt und neu gestrichen.

Als bemerkenswerte Erfolge erwähnte sie beispielsweise den Kreismeistertitel von Nicole Rader in der Leistungsklasse 4. Sehr erfolgreich sei Gina Niessen auf Turnieren unterwegs gewesen (Kl. A und L), auch auf die Leistungen von Kimi Steven (Klasse A) sei der Verein stolz.

Bei den Dressurreiterinnen waren es Sarina Küpper und Lisa Decker, deren Namen man immer wieder in den Platzierungslisten fand.

Die Gespannfahrer blickten ebenfalls auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Zwei Lehrgänge zum Fahrabzeichen waren durchgeführt worden. Beim Sommerturnier zeigten die Fahrer eine schöne Quadrille, im August zog es viele nach Eicherscheid zum Fahrturnier mit Kreismeisterschaften. Unvergesslich wird, so berichtete Franz-Karl Boden, ein Ausflug zur Kutschensammlung Scheidel in Mannheim bleiben. Die 18 Teilnehmer waren tief beeindruckt. „So etwas hatten die meisten noch nicht gesehen“, berichtete der Leiter der Fahrerabteilung.

Eine Ergänzungswahl zum Vorstand war rasch abgehakt: Peter Conrads wurde mit großer Mehrheit zum Geschäftsführer gewählt.

Die Beauftragte für Freizeitreiten und Breitensport, Anja Franssen, musste mitteilen, dass sie in diesem Jahr das beliebte Freizeitreiterturnier nicht organisieren kann, denn sie sei privat wegen der anstehenden Aufgabe ihres Hofes zu sehr eingespannt.

Auch das Kaltblutfestival sucht man in diesem Jahr vergeblich im Terminkalender: Burkhard Hilgers erklärte, dass es aufgrund der Europameisterschaften in Aachen nicht sinnvoll sei, dieses Festival im August in Eicherscheid durchzuführen.

Umso mehr freue man sich, im nächsten Jahr wieder die Freunde des Kaltbluts einzuladen.

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