Roetgen - „Rüetschens Kermes“: HeuGeVe und Schützen helfen

„Rüetschens Kermes“: HeuGeVe und Schützen helfen

Von: Günther Sander
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In Sachen Comeback von „Rüetschens Kermes“ stecken (von links) Brudermeister Karl-Heinz Linzenich, Vize Thorsten Cosler und Michael Plum voll in den Vorbereitungen. Foto: Günther Sander
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„Schützenhilfe“ für eine „Wiederbelebung“ leisten seitens des HeuGeVe (von links) Dieter Fischer und Rolf Wilden. Foto: G. Sander

Roetgen. Hoch soll sie leben, „Rüetschens Kermes“ wird es wieder geben. Schon die ersten „Wiederbelebungsversuche“ haben gefruchtet, Schluss mit Tristesse, die Zeichen stehen auf Erneuerung. Im November darf sich die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft auf zwei „Feiertage“ freuen.

Die überaus positive Resonanz, bei der diesjährigen Pfingstkirmes spürbar geworden, hat die Schützen dazu ermuntert, Nägel mit Köpfen zu machen. Geschäftsführerin Ursula Huppertz beschreibt es treffend: „Noch einmal eine gestandene Kirmes auf die Beine zu stellen, das wäre eine tolle Sache.“

Die soll es natürlich auch werden, versichern Brudermeister Karl-Heinz Linzenich, Vize Thorsten Cosler und Michael Plum gegenüber unserer Zeitung. Sie alle strotzen vor Optimismus, wissen aber nicht mehr genau, wann letztmals in Roetgen eine Schützenkirmes stattgefunden hat. Nur eines: „Bestimmt schon zehn, wenn nicht sogar 15 Jahre her.“

„Kermes em Dörp“ nach echt „Rüetscher Art“, das ist das Ziel, das ein Jahr vor dem 125. Geburtstag in Angriff genommen wird, quasi als Ouvertüre zum Jubiläum in 2018. Die Sehnsucht nach „Wiederbelebung“ ist groß, nun fiebern alle dem November entgegen. Selbst der Heimat- und Geschichtsverein Roetgen (HeuGeVe) leistet zum Gelingen des großen Vorhabens seinerseits „Schützenhilfe.“

Geschäftsführer Rolf Wilden möchte nach Möglichkeit das Projekt der Hubertus-Schützen fördern und Unterstützung angedeihen lassen. Wilden und HeuGeVe-Vorsitzender Dieter Fischer sind bereits helfend tätig geworden, sie haben sich in der Oktober-Ausgabe der „Roetgener Blätter“ über „alte Geschichten und Wiederbelebungsversuche“ Gedanken gemacht, wie „Rüetschens Kermes“ die Bevölkerung begeistern soll.

Eine „Steilvorlage“, die es jetzt zu verwerten gilt, denn beide wissen, den Schützen habe die alljährlich Kirmes im November stets viel bedeutet. Neben obligatorischen Tanzveranstaltungen sei die Kirmes damals auch stets ein Markt der Zurschaustellung von „Sensationen“ gewesen.

Denkt er an Kermes (Kirmes), denkt Dieter Fischer gezielt auch an Streuselkuchen mit Zimt und Zucker, an saftige Obstfläden und an Cremekuchen. Aber auch an Schützen-Uniformen und schmucke, lange Ballkleider, in denen die Damen eine gute Figur abgaben. Fischer schwelgt in Erinnerungen, an eine echte Dorfgemeinschaft, die er und sein Verein schmerzlich vermissen. Ob man die gute, alte Zeit wieder zurück bekommen wird, sei fraglich. Aber vielleicht ein Kirmesfest, das alle Erwartungen übertreffen könnte.

Dieter Fischer und Rolf Wilden ermuntern die Roetgener Schützen, die „Wiederbelebung“ zu wagen. Diesen „Weckruf“ hat man bei der Bruderschaft verstanden, er ist angekommen. Jetzt möchte man etwas Größeres auf die Beine stellen.

Die Vorbereitungen seien gut gelaufen, auch die Geschäftswelt konnte mit einbezogen werden. Es wird keine Fahrgeschäfte, keine Buden und auch kein Festzelt geben. Die Schießhalle am Sportplatz soll den Mittelpunkt für „Rüetschens Kermes“ bilden. Dort spielt die Musik, gemeint ist die bekannte Live-Band „Enjoy“, nach deren Klängen darf noch mal so „richtig das Tanzbein geschwungen werden.“

Los geht es am Samstag, 4. November, 19.30 Uhr, mit dem traditionellen Kirmesball, und das bei freiem Eintritt. Im Mittelpunkt stehen die diesjährigen Majestäten Königin Vera und Prinzgemahl Dieter Cremer, Jungschützenprinzessin Alexandra Ruth, Schülerprinz Marco Plum sowie Bezirksschülerprinz Stephan Cosler. Zudem sind Ehrungen verdienter Mitglieder vorgesehen, und für spaßige Unterhaltung wurde eigens Christian Haas alias „ne janz normale Jeck“ engagiert.

Sonntag, 5. November, steht der Besuch der heiligen Messe um 9.30 Uhr auf dem Programm, ehe anschließend im Schützen-Domizil ein gemütlicher Kirmes-Frühschoppen die Besucher erfreuen soll. Für das leibliche Wohl der Gäste ist an beiden Tagen gesorgt.

Natürlich ist das 125-jähriges Bestehen im kommenden Jahr ein großes Ziel, aber ein „großes Fest“ soll es dennoch nicht werden, sagt Brudermeister Karl-Heinz Linzenich. Dafür seien kleinere Veranstaltungen geplant, übers Jahr verteilt.

Am Ostersonntag, dem ursprünglichen Gründungstag, wird ein Fest mit Ehrengästen aufgezogen, außerdem eine Schießwoche im Laufes des Jahres. Und dann natürlich im Herbst 2018 die Hubertus-Kirmes, die bis dahin hoffentlich kräftig Wind in den Flügeln bekommen hat und sich dann als traditionelles Fest etablieren wird.

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