Konzen - Rückbau der Konzener Kirche läuft schneller als erwartet

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Rückbau der Konzener Kirche läuft schneller als erwartet

Von: aj
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Der Umbau der Konzener Pfarrkirche ist enorm schnell vorangeschritten. Auch Pastor Dr. Francis Chirayath kann nur staunen über das Tempo. Am 14. August können die Bürger einen ersten Blick in ihr fast fertiges Gotteshaus werfen. Foto: P. Stollenwerk
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Die wesentliche bauliche Veränderungen bei der Pfarrkirche Konzen ist die deutliche Abstufung des bisherigen Anbaus (re.). Foto: P. Stollenwerk

Konzen. Vor fast genau vier Monaten, am 19. April, fand der vorerst letzte Gottesdienst in der Konzener Pfarrkirche St. Peter und Pankratius statt. Damals sah sie noch so aus, wie sie nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden war.

Vor drei Monaten rückte dann der Bagger an, rund 50 Gräber und das Priestergrab mussten ihm weichen und der Abriss des hinteren Kirchenschiffes mit dem Altarraum begann. Doch nicht nur außen waren die Veränderungen groß, auch im Inneren veränderte sich einiges: Der Altar wurde abgebaut, sämtliche Heiligenfiguren wurden in Sicherheit gebracht, die Bänke und die Orgel wurden abmontiert und auch der große Kronleuchter im Eingangsbereich musste weichen.

Seitdem ist viel geschuftet und überlegt worden. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer, Privatpersonen sowie Mitglieder von Konzener Vereinen und Baufirmen gaben sich die Klinke in die Hand und bringen es gemeinsam bis jetzt auf über 2500 Arbeitsstunden, die in den Umbau investiert worden sind.

Auf die Maße der Vorkriegszeit

Nun ist die ehemalige Mutterkirche des Monschauer Landes mit finanzieller Beteiligung des Bistums Aachen weitgehend saniert und wieder auf ihre ursprünglichen Maße aus der Vorkriegszeit zurückgebaut worden. Dadurch verringern sich die Unterhaltungskosten, besonders die Heizkosten, für das Gebäude stark, denn schon im vergangenen Winter war die Heizungsanlage reparaturbedürftig und konnte nicht mehr genutzt werden.

Doch das ist Vergangenheit, denn in den letzten Monaten hat sich auf der Großbaustelle viel getan. Die Fortschritte sind riesig angesichts der sehr kurzen Bauphase. Mittlerweile lässt sich schon gut erkennen, wie die „neue alte“ Kirche von außen wie innen aussehen wird. Das Flachdach auf dem hinteren Teil ist bereits vor Wochen fertig geworden. Wahrscheinlich hatte dabei Konzens Schutzpatron Petrus seine Hände im Spiel, denn der eifeltypische Regen machte dem Bauprojekt ausnahmsweise keinen Strich durch den Zeitplan. Die Regenphase setzte erst wieder ein als das Dach bereits geschlossen war.

Der Pankratiusraum unter der Kirche ist auch schon fertig. Die Küche ist eingebaut und die Wände sind verkleidet und gestrichen. Außerdem wurden dort sanitäre Anlagen eingerichtet, die auch für die Friedhofsbesucher zugänglich sein sollen.

Im neuen Kirchenraum stehen schon die restaurierten alten Bänke in neuer Anordnung. Der Altar wurde ebenfalls wiederverwendet. Auch die liturgischen Gegenstände, wie der Kreuzweg, sind bereits an den Wänden angebracht. Die Malerarbeiten liegen in den letzten Zügen und werden in Kürze abgeschlossen. Dann fehlt nur noch die Montage der Lautsprecheranlage und der Orgel. Dank vieler großzügiger Spenden konnte dieses wertvolle Stück restauriert werden. Allerdings fehlt zur gesamten Finanzierung immer noch ein Restbetrag, so dass der Kirchenvorstand weiterhin auf Sponsoren hofft, die den Erhalt unterstützen.

Offenes Sommersingen

Die enormen Fortschritte und der fast fertige Umbau sind natürlich ein guter Grund zu feiern. Deshalb ist die Dorfbevölkerung am Freitag, 14. August, ab 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, um den neuen Kirchenraum zu erkunden. Für die Verpflegung ist mit Kaffee und Kuchen bestens gesorgt. Außerdem hat der Ortskartellvorsitzende Peter Jung den kompletten Rückbau sowie die Sanierung von der ersten Minute an fotografisch festgehalten. Er stellt diese Fotos zur Verfügung, so dass die Besucher den Neuaufbau Schritt für Schritt nachverfolgen können.

Im Anschluss findet dann das offene Sommersingen des Männerchores der Pfarrgemeinde statt, wozu alle Gäste herzlich willkommen sind. Auch hier wird mit einem Grillstand für das leibliche Wohl gesorgt.

Dank der vielen helfenden Hände und dem reibungslosen Ablauf von allen Seiten ist der Umbau des Gotteshauses sogar noch schneller als geplant vonstatten gegangen. Eigentlich hatte Martin Krings, Bauleiter und stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, mit seinen Kollegen angepeilt, Weihnachten wieder in der Pfarrkirche feiern zu können. Diesen Termin konnten sie nun eineinhalb Monate nach vorne verschieben. Am 15. November, dem Volkstrauertag, wird nun die erste heilige Messe im neuen Kirchenraum stattfinden.

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