RP Lindlar mit 4,5 Millionen Euro nach Simmerath

Von: Ernst Schneiders
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Arbeitsteilung: Dem amtierenden Bürgermeister Hubert Breuer (links) drückte Regierungspräsdent Hans-Peter Lindlar den Bewilligungsbescheid in die Hand. Der künftige Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (rechts) hat die Arbeit damit. Foto: Ernst Schneiders

Simmerath. Es sollte ein schöner Tag für Simmerath werden und es wurde ein schöner Tag. Denn Kölns Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar kam wahlwirksam selbst in die Eifel, um seinen Parteifreunden einen dicken Geldsack in die Hand zu drücken. Dieser Geldsack bestand zwar nur aus ein paar Blättern Papier, die aber hatten es in sich

Mit knapp 4,5 Millionen Euro wird die energetische und sonstige Sanierung der Hauptschule Simmerath gefördert. Die Gemeinde packt noch einmal 2,2 Millionen Euro Eigenmittel drauf und ist wild entschlossen, den Standort der Hauptschule zu erhalten, womöglich in „modifizierter Form”, wie der gewählte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns formulierte.

„Die Gemeinde hat offenbar einen guten Antrag gestellt”, freute sich der RP, das Füllhorn öffnen zu dürfen. Allerdings kommt das Geld nicht in einer Summe, sondern in Raten, orientiert an den Planungs- und Bauschritten. „Richtig und wichtig” fand Lindlar das Anliegen der Gemeinde, in die Schule zu investieren. Sobald die Sanierung abgeschlossen sei, könne die Hauptschule „von Stund´ an” jede Menge Energiekosten einsparen.

„Etwas abseits vom Schuss”

Überdies sei es in Zeiten sinkender Bevölkerungszahlen wichtig, die Leistungsfähigkeit einer Schule vor Ort zu stützen, auch um dem Ort selbst sowie Handwerk und Gewerbe den Nachwuchs zu sichern. Lindlar: „Für die Kommunen in der Eifel, die etwas abseits vom Schuss liegen, ist es schwer, die jungen Leute zurückzuholen, wenn die erst einmal in ein Oberzentrum wie Aachen abgewandert sind.”

Künftig, so der Kölner RP, werde nicht mehr um Kunden, sondern um qualifizierte Mitarbeiter gekämpft, „und dieser Kampf wird sich in den nächsten Jahren verschärfen”.

„Ich nehme den Bewilligungsbescheid hocherfreut entgegen”, erklärte Bürgermeister Hubert Breuer süffisant, „die Arbeit damit hat mein Nachfolger.”

Und es wird sich baulich und vor allem energetisch einiges tun an der Hauptschule, wie ein Mitarbeiter der VIKA Ingenieure anschaulich darstellte, die seit zehn Jahren in Sachen Energieeffizienz unterwegs sind und in Aachen eines der energieeffizientesten Gebäude überhaupt gestaltet haben.
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