Nordeifel - Rotary: Hilfe für den Kinderhospizdienst

Rotary: Hilfe für den Kinderhospizdienst

Von: M. S.
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Gemäß dem Rotary-Ehrenkodex „Freundschaft” und „Dienst am Nächsten” überreicht der Nordeifeler Sektionspräsident Knut Koeser Hannelore Leiendecker vom Ambulanten Kinderhospizdienst einen willkommenen Spendenscheck. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Die „Rotary Oldtimer Days Monschau” (RODM) erlebten im September vergangenen Jahres ihre dritte euregionale Auflage. 56 Schnauferl ratterten damals durch Rurstadtgassen und die malerische Spätsommereifel. Die Aufsehen erweckende Parade internationaler Klassikfahrzeuge - Reminiszenz an die legendären Burgringrennen der Nachkriegsjahre - brachte insgesamt fast 2800 Jahre auf die Räder und lockte wahre Besucherströme in die Altstadt.

Gesprächskreis für Väter

Dem ausrichtenden „Rotary Club Monschau - Nordeifel” und seinen 35 Mitgliedern aber bescherte das Spektakel um historische Schätze aus Blech und Chrom einen warmen Geldsegen, nicht zuletzt dank eines gehaltvollen Rahmenprogramms.

Gemäß den beiden Säulen „Freundschaft” und „Dienst am Nächsten”, auf denen die weltweit operierende Rotarier-Organisation seit mehr als hundert Jahren ruht, kam nun der Ambulante Kinderhospizdienst der Städteregion und des Kreises Heinsberg („Sonnenblume”) in den Genuss eines Rallye-Teilertrages.

Im Restaurant Fringshaus überreichten der Nordeifeler Rotary-Präsident Dr. Knut Koeser und seine Vorstandskollegen einen Spendenscheck über 7500 Euro an Hannelore Leiendecker (Aachen); sie ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des 2006 an der Westgrenze gegründeten Hospizdienstes. Dessen fachlich geschulte, ehrenamtlich wirkende Mitarbeiter/innen unterstützen und begleiten lebensverkürzt erkrankte Kinder und deren Familien im Radius von 50 Kilometern um die Kaiserstadt.

1990 von sechs betroffenen Eltern ins Leben gerufen, hat die Einrichtung, die Patienten und deren Angehörigen ihre Dienste und Hilfe zur Alltagsbewältigung kostenlos anbietet, inzwischen bundesweit mehr als 2400 Mitglieder, rund 360 dieser Eingeschriebenen vertreten ganze Familien.

Hannelore Leiendecker berichtete aus ihrer Arbeit und von den Aufgaben des Deutschen Kinder-Hospizvereins anhand eines Films und Referats. Sie brauchte über die sinnvolle Verwendung der großzügigen Rotarier-Zuwendung nicht lange nachzudenken: „Wir haben einen inzwischen achtköpfigen, regen Väter-Gesprächskreis.

Dessen Aktive planen ein Wochenende der Begegnung mit ihren Familien. Ab dem 2. Juni werden im niederrheinischen Xanten deshalb ungefähr 50 Personen fruchtbare und nützliche Gespräche führen sowie ein interessantes Gemeinschaftsprogramm erleben.”

Präsident Koeser wies die versammelten rund 20 Clubfreunde darauf hin, „dass es sehr schwierig ist, ein behindertes oder chronisch krankes Kind bedarfsgerecht permanent in ein Pflegeheim zu integrieren”. Er unterstrich damit die Bedeutung des ambulanten Hospizdienstes.

Dieser leiste wertvolle und kompetente Sozialarbeit in all ihren Aspekten, die unsere Gesellschaft in ihrer heutigen Form nicht zu bieten imstande sei.

Zum Abschluss der Versammlung gab Rotary-Sprecherin Andrea Barkey bekannt, das nächste große Projekt warte bereits auf Verwirklichung. 70 deutsche Rotary-Ortsclubs beteiligen sich finanziell am Bau eines Kinderheims im afrikanischen Ghana.
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