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Roman Herzog: In Monschau erkannte ihn damals fast niemand

Von: ag
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Im Rahmen seines Ausflugs in die Eifel wagte der ehemalige Bundespräsident auch eine Fahrt auf der Sommerbobbahn. Foto: Archiv Stollenwerk

Monschau/Rohren. Während seiner Amtszeit musste der jetzt im Alter von 82 Jahren gestorbene ehemalige Bundespräsident Roman Herzog viele Hände schütteln und wurde auf der Straße oft erkannt. Bei seinem Besuch in der Stadt Monschau im Oktober 1996 war das anders.

Seinen Weg von der historischen Senfmühle bis zum Roten Haus konnte Herzog damals ohne Händeschütteln und freundliches Winken zurücklegen. Er wurde von fast niemandem erkannt.

Das lag aber einfach daran, dass die belgischen und niederländischen Touristen zwar ihre eigenen Monarchen, nicht aber den Präsidenten der Bundesrepublik kannten.

Damals hatte sich das Bundespräsidialamt Monschau als Zielort für seinen Betriebsausflug ausgesucht, der die etwa 110 Mitarbeiter zunächst zu Fuß ins Rohrener Kluckbachtal geführt hatte. Gegen Mittag kreiste dann ein Hubschrauber über dem Rohrener Sportplatz, dem der Bundespräsident entstieg. Mit dem Bus ging es dann den steilen Weg hinunter ins Kluckbachtal zur historischen Sägemühle. Dafür hatte der Förster extra den Weg freigeschnitten.

In der Sägemühle wurde er von den Vertretern der Stadt Monschau und den Jagdhornbläsern des Hegerings begrüßt. Auch eine Fahrt auf der Sommerbobbahn schlug Herzog nicht aus und kommentierte das Erlebnis auf seine eigene sachliche Art: „Es geht halt von oben nach unten.“

Anschließend führte die Fahrt dann in die Monschauer Altstadt. Der Tag endete für Herzog schließlich mit einem Abschlussabend im damals noch existierenden Stadttheater.

Von Sicherheitsvorkehrungen war damals kaum etwas zu spüren. Die Polizei war zwar durch eine Einsatzhundertschaft aus Aachen verstärkt worden, doch hielt sie sich im Hintergrund. Für den direkten Schutz des ehemaligen Bundespräsidenten sorgte ein halbes Dutzend Sicherheitsbeamte, die sich unauffällig stets in seiner Nähe aufhielten.

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