Rollesbroicher CDU schickt Martina Schreiber-Röhl ins Rennen

Von: ho
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Die CDU Rollesbroich schickt eine Frau ins Rennen für den Gemeinderat. Martina Schreiber-Röhl tritt in der SPD-Hochburg an und wird dabei von Jürgen Braun, Bernd Gülpen, Andreas Hermanns, Bernd Goffart, Hans-Josef Hilsenbeck, Andreas Schädler, Tom Theissen und Bürgermeister Hermanns (v.li.) unterstützt. Foto: A. Hoffmann

Rollesbroich. Andreas Schädler, Geschäftsführer des CDU-Ortsverbandes, orakelte noch kurz vor der Mitgliederversammlung der Christdemokraten im Sportheim an der Rolandstraße am Dienstagabend „geheimnisvoll“ im Gespräch: „Da sind natürlich alle gespannt, wen wir als Bewerber für den Gemeinderat vorschlagen“.

Dabei war die Katze eigentlich schon Minuten vorher aus dem Sack, da zu diesem Zeitpunkt Martina Schreiber-Röhl den Versammlungsraum der trauten CDU-Männerrunde betreten hatte. Vorsitzender Jürgen Braun machte die Personalie dann wenig später offiziell und stellte den 17 anwesenden Parteimitgliedern die neue Rollesbroicher CDU-Spitzenkandidatin für den Simmerather Gemeinderat vor.

In Breinig geboren

Im Detail übernahm dies dann die Kandidatin selbst. Martina Schreiber-Röhl, 1963 im Stolberger Stadtteil Breinig geboren und dort aufgewachsen, besuchte später das Inda-Gymnasium in Kornelimünster und wohnt nun seit vielen Jahren mit Ehemann und ihren beiden Töchtern in Rollesbroich. Hier ist sie als Steuerberaterin tätig und politisch seit über sechs Jahren in der CDU beheimatet. Dazu räumte sie im Detail ein: „Ich gebe zu, dass ich in manchen Dingen konservativ eingestellt bin“.

Nach ihrer Vorstellung hagelte es Lob von allen Seiten. Jürgen Braun sprach von „Frauenpower“ aus Rollesbroich, und der Gemeindeverbandsvorsitzende Bernd Goffart stellte euphorisch fest: „Man sieht, die CDU Rollesbroich lebt“, wozu er in Richtung Schreiber-Röhl anfügte: „Ich glaube, dass wir mit Ihnen eine tolle Kandidatin gefunden haben“. Auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sparte nicht mit Lob: „Für uns war es wichtig, eine qualifizierte Bewerberin gefunden zu haben“.

Für die Reserveliste wurde anschließend noch Bernd Gülpen einstimmig gewählt. Hermanns unterrichtete hiernach die CDU-Mitglieder über Investitionen, die in Rollesbroich erfolgt sind. So wurden in der ehemaligen Schule, die unter anderem vom Musikverein und dem TPK als Proberaum genutzt wird, neben der Eingangstür auch die Fenster erneuert. Die Kosten hierfür in Höhe von 11.000 Euro bezeichnete Hermanns als sinnvolle Investition. Zudem stehe im nächsten Jahr die Erneuerung der Einsteinstraße im Gewerbegebiet in Richtung des dort befindlichen Fitnessstudios und der Tanzwerkstatt an. Hierfür seien im Haushalt 360.000 Euro angesetzt.

Ferner werde im nächsten Jahr im Gewerbegebiet mit Blick auf die Ansiedlung von weiteren Gewerbebetrieben der Ausbau der Nobelstraße ins Auge genommen. Ein stolze Million wurde dazu als Kostenvolumen genannt, wozu Hermanns anmerkte: „So weit die Finanzlage der Gemeinde das zulässt, werden wir die Straße in den nächsten Jahren ausbauen“.

Zur geplanten Erdgasversorgung von Rollesbroich konnte Simmeraths Bürgermeister gleichfalls Neuigkeiten mitteilen. Bei der ausstehenden Befragung der Rollesbroicher Bevölkerung durch das Versorgungsunternehmen EWV sei es zu Verzögerungen gekommen. „Da habe ich aber heute nachgehakt“, erklärte Hermanns.

Gasversorgung und B 258

Die EWV habe zugesagt, im nächsten Jahr eine entsprechende Umfrage zur Bedarfsermittlung zu starten, so dass im positiven Fall ab 2015 eine Erdgasversorgung erfolgen könnte. Hans-Josef Hilsenbeck, stellvertretender Städteregionsrat, unterrichtete anschließend kurz über die Aktivitäten der Städteregion. Hierbei sprach er auch die Problematik der B 258 bezüglich der Anbindung nach Aachen und deren Gestaltung in Roetgen an. „Hier favorisieren wir ganz klar einen Kreisverkehr“, brachte er die Position der Städteregion nochmals eindeutig zum Ausdruck.

Zum Abschluss wurde aus der Versammlung heraus die derzeitige Beförderung der Schüler mit den Schulbussen von Simmerath nach Monschau bemängelt. Hier würden offensichtlich zu wenig Busse eingesetzt. Bürgermeister Hermanns erklärte hierzu, dass er das Problem bereits mit der Stadt Monschau erörtert habe. Der RVE werde einen Prüfdienst einsetzen, um die bestehenden Probleme zu analysieren. Zudem würden Mitte November entsprechende Gespräche mit allen Beteiligten in dieser Sache stattfinden.

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