Roetgens Wald wirft Gewinn ab

Von: Günther Sander
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Roetgen. Bei der Beratung des Fortwirtschaftsplanes für den Roetgener Gemeindewald schieden sich in der Sitzung des Forstausschuss die Geister, als es darum ging, zwei Waldwege auszubauen. Gemeindeförster Wolfgang Klubert legte dem Gremium zunächst eine „exakte Bilanz“ vor, die allgemein Anerkennung und Lob fand.

Der Entwurf sieht für 2016 einen planmäßigen Holzeinschlag von 5450 Erntefestmetern auf 106,50 Hektar Fläche und 1250 Erntefestmeter (Windwurf-Käferholz) vor. Daraus ergebe sich eine „vorratsschonende“ Gesamteinschlagmenge von 6650 Festmetern (Vorjahr 6575). In der Abteilung 90, so Klubert, soll auf einer Fläche von 1,2 Hektar das restliche Fichtenholz aus den Hanglagen zugunsten einer sich natürlich entwickelnden, bachbegleitenden Vegetation und der Erzielung von Ökopunkten geräumt werden.

Auf 41 Hektar sollen für 62.500 Euro Maßnahmen zur Bestandsbegründung sowie die Pflanzung von 12 500 Buchenheistern erfolgen. Auf einer Länge von 2,2 Kilometern sind für 37.600 Euro Wegeinstandsetzungen geplant. Im kommenden Jahr kann mit 370.475 Euro Holzerlös gerechnet werden (Vorjahr 393.525 Euro). Die Vermarktung von Ökopunkten, Jagdpachten und Nebennutzungen schlagen positiv mit 65.000 Euro zu Buche, so dass mit Gesamterträgen von 435.475 Euro zu rechnen sein wird. Bei Aufwendungen von 364.860 Euro (Vorjahr 398.000 Euro) erwirtschaftet der Gemeindewald somit ein Plus von 70.615 Euro (Vorjahr 60.525 Euro). An Personalkosten sei nichts einzusparen, rechnete Klubert vor, man habe eine Mindestbeschäftigung, zwei Waldarbeiter seien voll ausgelastet.

Waldwege bereiten Sorge

„Was wir beim Rundgang mit Ihnen im Wald gesehen haben, lässt uns zu dem Entschluss kommen, er ist bestens aufgeräumt“, lobte Stephan Speitkamp (CDU) den Gemeindeförster und seine Arbeit. Auch die Waldwege sähen vernünftig aus. Man möge die Holzabfuhr abwarten, dann werde sich zeigen, ob Wege instandgesetzt werden müssten.

„Neue Wege wird es nicht mehr geben“, betonte Wolfgang Klubert erneut, aber es sei verkehrt, auf notwendige Unterhaltungsmaßnahmen zu verzichten. „Aber je länger wir warten, umso teurer wird es am Ende“ Die letzte Sanierungsmaßnahme ganze 18 Jahre zurück. „Wir brauchen Tragfähigkeit der Wege für den Abtransport, es muss was passieren“, mahnte Klubert. Christa Heners (Grüne) zählte eine Menge an Vorteilen auf, die der Wald besitze, machte aber deutlich, dass man mit einem Plus von 70 000 Euro nicht auch noch Wege ausbauen könne. „Wir werden heute nicht über die Ausgaben beschließen, diese sollen in die Haushaltsberatungen aufgenommen werden“, wünschte sie sich. Die von den Grünen beantragte getrennte Abstimmung wollten die anderen Fraktionen aber nicht mittragen.

„Wir müssen dem Förster Planungssicherheit geben, dazu gehört eine Abstimmung für die gesamten Planungen“, so Stephan Speitkamp. Diese Abstimmung erfolgte dann auch, die Grünen stimmten allerdings dagegen.

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