Roetgens SPD wartet noch auf mehr vom „Hoch Schulz“

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Auf dieses Vorstands-Quartett setzt Roetgens SPD für die Zukunft (von links): Karsten Knoth, Janine Köster, Mario Walter Johnen und Klaus Onasch. Foto: Günther Sander

Roetgen. Die SPD schwebt derzeit auf Wolke sieben aufgrund von steigenden Umfragewerte auf Landes- und Bundesebene, die mit dem neuen SPD-Spitzenmann (Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat) aus Würselen, Martin Schulz, in Verbindung gebracht werden.

Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Roetgen, Rott und Mulartshütte im Eifelkeller der Roetgen-Therme war deutliche Zuversicht zu verspüren, nur scheint das „Hoch Schulz“ hier noch nicht ganz angekommen zu sein. „Wir haben seit Januar drei neue Mitglieder in unseren Reihen aufnehmen können“, so Vorsitzende Janine Köster in ihrem Jahresbericht.

Die alte und neue Vorsitzende hieß den Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling, den Unterbezirksvorsitzenden der Städteregion Aachen, Martin Peters, die Bundestagskandidatin Claudia Moll (Eschweiler) und Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss willkommen. „Leider ist meine Bewerbung um die Bundestagskandidatur gescheitert“, bedauerte Janine Köster, sie und Moll seien zwischenzeitlich „gute Freundinnen“ geworden, die sich gegenseitig unterstützen wollen.

Unterstützt durch einen Vorstandsbeschluss habe sich im November 2016 die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Nordeifel neu gegründet. „Hier sind mehrere Roetgener Genossinnen bereits aktiv in die Arbeit mit eingebunden“, so Köster. Mit der Bilanz des Vorjahres zeigte sie sich zufrieden, um mit kleinen Geschenken Dank an einige Genossen auszusprechen: Helmut Mulorz, Frank Knur, Willi Axer, Daniel Köster, David Giersberg, die zum Teil seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Funktionen dem Vorstand angehört haben und nun nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die politische Stimmung im Düsseldorfer Landtag brachte Stefan Kämmerling den Roetgener Genossen näher, er bilanzierte fast 3000 Eintritte in die SPD in NRW und rund 100 im Unterbezirk. Zu den guten Umfragewerten sagte er: „Diese Werte sind noch keine Ergebnisse.“ Er lobte die Zusammenarbeit mit den Roetgener Genossen, aber auch mit Bürgermeister Jorma Klauss. Aus dem Programm „Gute Schule 2020“ werde die Gemeinde Roetgen bis 2020 335.759 Euro erhalten. Kämmerling schnitt die Sanierung der Hahner Straße sowie den Breitbandausbau an und zeigte sich unglücklich über den Stand der Dinge beim Ausbau der B 258. Eine Lösung vorbei an der Aachener Politik könne und werde es nicht geben. Ein runder Tisch wäre empfehlenswert. Aus Sicht der Nordeifel sei man in einer Situation, in der man eher bitten als fordern könne.

Unterbezirksvorsitzender Martin Peters machte den Roetgenern Mut, mit Martin Schulz die anstehenden Wahlen anzugehen. Die Politik müsse gerechter werden. „Wir brauchen mehr Europa“, so Peters. Die Städteregion Aachen sei von Armut betroffen, hier gelte es, entgegenzuwirken. Claudia Moll versicherte den Genossen, sie wolle sich im Falle eines Sprungs nach Berlin dort vorrangig für Gesundheit, Pflege, Arbeit und Rente stark machen. Die Kandidatur habe ihr „Glücksgefühle“ verliehen. „Ich freue mich drauf!“

Die Neuwahlen ergaben: Vorsitzende: Janine Köster (von 22 Stimmen 20 Ja, eine Nein, eine Enthaltung); stellvertretender Vorsitzender: Mario Walter Johnen; Kassierer: Klaus Onasch; Schriftführer: Karsten Knoth; Öffentlichkeitsarbeit: Tanja Gillessen; Beisitzer: Rainer Axer, Cathrin Dresen, Bernd Freialdenhoven, Halil Inan, Rojhat Inan, Udo Müller und Hans-Peter Straeten; Geborenes Mitglied: Bürgermeister Jorma Klauss. Als Revisoren wurden Petra Knur und Oliver Krings gewählt.

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