Roetgens Bürgermeister feiert 50. Dienstjubiläum

Von: Günther Sander
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Laudator Martin Schulz (links) überreicht seinem Freund Manfred Eis (mit Frau Marion) die Ehrenurkunde. Foto: Günther Sander

Roetgen. Hoher Besuch am Sonntag im Roetgener Rathaus: Europas Politiker „Nummer zwei“ und designierter Karlspreisträger 2015, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, war eigens nach Roetgen gekommen, um bei der Feier zum 50. Dienstjubiläum von Bürgermeister Manfred Eis die Laudatio auf „seinen langjährigen, guten Freund zu halten.“

„Es wäre schade gewesen, wenn ich Manfred Eis nicht kennen gelernt hätte“, sagte Martin Schulz in Richtung einer großen Zahl illustrer Gäste aus Politik, Verwaltung, Kirche sowie zahlreicher Bürgermeisterkollegen aus der Städteregion und Belgien, die dem Gold-Jubilar ihre Aufwartung machten und von Hauptamtsleiter Michael Linzenich begrüßt wurden.

Es sei besonderer Tag für Roetgen und Manfred Eis, darum sei er gerne gekommen, um einem langjährigen Weggefährten und guten Freund zu diesem nicht alltäglichen Jubiläum zu gratulieren, betonte Schulz. Viele Jahre hätten ihn und Eis in politischer Arbeit gemeinsam verbunden. Schulz sprach von einer „langen Zeit“ und ging auf die Anfänge von Manfred Eis in der damaligen Stadt Herzogenrath ein, wo der „junge Mann“ seine Berufslaufbahn begonnen habe und den Strukturwandel durch die kommunale Neugliederung mit erleben musste.

„Wer Manfred Eis kennt, erlebt hat, der schätzt seine zurückhaltende Art. Ich habe mich damals gefragt, wie setzt der sich durch?“, so Schulz. Was er sage und tue, habe Hand und Fuß. Man habe stets den Eindruck, er warte ab, gebe sich zurückhaltend. „Er ist ein nachdenklicher Mensch, ein Mann mit klaren Linien, in der Sache entschlossen“, lobte Schulz seinen Parteigenossen und Freund. Toleranz und Vernunft seien seine Stärken. Wenn man Eis herausfordere, dann wisse der genau, was er zu tun habe. „Er geht nie Wege allein, nimmt andere mit, will nicht mit dem Kopf durch die Wand“, hob Schulz lobend hervor.

Manfred Eis habe sich in jungen Jahren angelernt, Fähigkeiten zu entwickeln, denn er schaffte es in Roetgen zum Gemeindedirektor und zum hauptamtlichen Bürgermeister. Er habe sich großes Vertrauen erworben. „Manfred Eis hat aus der Parteipräferenz nie einen Hehl gemacht, war nie provokant, er war ein Amtsträger, der andere akzeptiert.“ Das sei nicht überall der Fall, in Roetgen sprechen die Menschen von „unserem Bürgermeister.“ Für seine großen Verdienste verlieh Schulz Manfred Eis eine Ehrenurkunde, eigenhändig vom EU-Parlamentspräsidenten unterschrieben.

Der Goldjubilar dankte Martin Schulz, dass er nach Roetgen gekommen sei. Das werde er nie vergessen, er dankte dem Laudator ebenso für seinen Ausführungen und bekannte: „Deine Ansprache ist mit unter die Haut gegangen.“

Manfred Eis umriss kurz die Stationen seines 50-jährigen Berufslebens, das in Herzogenrath seinen Anfang hatte. Ganze zwei Dienststellen waren es, 32 Jahre bei der Stadt Herzogenrath und 18 Jahre bei der Gemeinde Roetgen. Zwischenzeitlich habe er kurz den Weg in die Roetgener Kommunalpolitik gefunden. „Na ja, es war schon etwas in diese Richtung gedrängt worden“, lachte er. 1997 habe der Gemeinderat ihn für noch knapp drei Jahre zum Gemeindedirektor gewählt. Für ihn sei es eine berufliche Entscheidung mit großem Risiko gewesen, denn dieses Amt endete kraft Gesetzes nach dieser Zeit, die sogenannte „Doppelspitze“ wurde dann in der Person des hauptamtlichen Bürgermeisters durch die Urwahl zusammengefasst.

Die Wählerschaft habe sich in den dann folgenden bei drei Wahlen für ihn entschieden. „Wie bekannt ist, stehe ich für eine vierte Kandidatur am 13. September nicht mehr zur Verfügung“, ergänzte Eis.

Gravierende Veränderungen

Wenn er an die Anfänge seiner beruflichen Zeit zurückdenke, dann den heutigen Stand der Aufgabenstellung betrachte, stelle er gravierende Veränderungen fest. Vor 50 Jahren standen hoheitliche Aufgaben ganz klar im Vordergrund. „Sie gibt es auch heute noch, wurden aber in der Rangfolge im Laufe der Jahre von den sogenannten freiwilligen Aufgaben eingeholt“, merkte der Bürgermeister an. Man könne auch sagen, die Kommunalverwaltung habe sich zum öffentlichen Dienstleiter entwickelt. „Das ist gut so, weil es Bestandteil der gelebten Demokratie ist“.

Mit einem herzlichen Dankeschön an alle, die ihn unterstützt hätten, schloss Manfred Eis seine Ausführungen, nicht ohne seine Ehefrau Marion darin einzubeziehen.

Eine große Gratulationscour schloss sich an, eröffnet von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Rathaus, die ihm ein riesiges Paket zum Geschenk machten. Schlagfertig war zu hören: „Darin befindet sich der Verwaltungsapparat.“ Die Gäste schlossen sich an mit vielen Geschenken und anerkennenden Worten.

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