Roetgener Nahversorgungszentrum: Gastronomie auf dem Dach des Aldi

Von: heg
Letzte Aktualisierung:
vennhof-presse 2-bu
Blick von der Bundesstraße in den Durchgang Hof: So soll das Nahversorgungszentrum in Roetgen an der Bundesstraße/Ecke Faulenbruchstraße aussehen.

Roetgen. Nachdem der Roetgener Bauausschuss grünes Licht für ein Nahversorgungszentrum an der Ecke Bundes-/Faulenbruchstraße gegeben hatte, haben Investor, Projektentwickler und Architekt gemeinsam mit den fünf Fraktionsvorsitzenden die Pläne noch einmal vorgestellt. Hier sollen neben der Neuansiedlung des Discounters Aldi und dem Vollsortimenter Edeka, der aus der Rosentalstraße umzieht, auch mehrere kleinere Einzelhandelsbetriebe Platz finden.

Ausführlich können sich alle interessierten Roetgener auf einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 25. März, um 19 Uhr im Landhaus „Dicker Engel” informieren.

Stefan Schepers vom Projektentwickler bonafide-Immobilien begrüßte in der Roetgen Therme besonders die Familie Plum als Investor für das 5,2-Millionen-Euro-Projekt. Er würdigte die jetzt vorliegenden Planungen als das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative von Politik und Wirtschaft aus und für Roetgen und freute sich, dass nach vielen Schwierigkeiten ein Konsens gefunden wurde.

Durchweg zufrieden zeigten sich auch die Fraktionsvorsitzenden der fünf im Rat vertretenen Parteien, dass nach jahrelangem Tauziehen um die Ansiedlung eines Aldi-Marktes nun offenbar der Durchbruch gelungen ist. Franz-Josef Zwingmann (FDP) freute sich, dass nunmehr ein konkretes Projekt vorgestellt wurde, das auch realisierbar ist. Gedanken machen müsse man sich allerdings noch über die Anbindung durch einen eigenen Kreisverkehr.

Die FDP bewerte das Projekt als den bisher besten Lösungsansatz in Sachen Nahversorgungskonzept und finde es erfreulich, dass die Entscheidung dafür parteiübergreifend gefallen ist.

Nicht ganz so euphorisch wie sein Vorredner sah Klaus Onasch (SPD) die Entwicklung. Er freue sich zwar über das Interesse von Investoren, das zeige, dass der Ort lebt und entwicklungsfähig ist. Die Abweichung vom vor einem Jahr beschlossenen Zentralen Versorgungsbereich bewerte er jedoch eher kritisch, sehe aber keine andere Alternative. „Wir werden das Projekt weiter positiv, aber auch kritisch begleiten”, kündigte Onasch an und wies darauf hin, dass die Politik eine andere Aufgabenstellung habe als ein Investor.

Silvia Bourceau (UWG) betonte, dass ihre Partei jede Initiative unterstütze, die die Gemeinde stärkt und weiterentwickelt. Sie erinnerte daran, dass sich die UWG von Anfang an für die Ansiedlung eines Aldi-Marktes stark gemacht habe und sieht in der Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten an der oberen Bundesstraße einen Startschuss für die weitere Dorfentwicklung. Damit könne Roetgen vom „Durchfahrtsort” zu einer Anlaufstelle für die Menschen in der Region werden.

Ungeachtet des Statements eines einzelnen Mitglieds stehe die Fraktion hinter dem Projekt, versicherte Gerd Pagnia (Grüne). An der Hauptstraße sei ein Projekt dieser Größenordnung nicht realisierbar gewesen, an der unteren Bundesstraße hätte man es den Anliegern „in die Gärten gesetzt”, blickte er zurück und hob den jetzigen Standort als einzig möglichen hervor. Die Verbindung von Aldi und Edeka halte er für eine gute Lösung.

Als letzter in der Runde ergriff Michael Seidel (CDU) das Wort. Zeitgemäße Einzelhandelsflächen, die ortsnahe Arbeitsplätze schaffen, Kaufkraft binden und höhere Gewerbesteuern einbringen, stärkten den Wohnstandort, betonte er. Da die CDU vom Investor, vom Standort und der Planung überzeugt sei, habe sie sich schon frühzeitig für die Umsetzung des Projekts ausgesprochen.

Anders als in Imgenbroich

Aus ihrer Sicht werden in diesem Konzept die Interessen des Investors, der Mieter, der Anwohner und der Roetgener Bürger berücksichtigt. Die vom Roetgener Architekten Gerd Klubert entwickelten Pläne fanden große Zustimmung, sogar Begeisterung. Das Gefälle innerhalb des Geländes wird geschickt ausgenutzt, um neben einer optisch überzeugenden Lösung auch durch die Erschließung der Verkaufsflächen von einem Innenhof aus störende Immissionen zu minimieren. Trotz einer Verkaufsfläche von rund 3000 Quadratmetern wirkt der Komplex durch die Staffelung in mehrere Ebenen nicht massiv.

Eines der Highlights wird die Gastronomie auf dem Dach von Aldi sein, die an der höchsten Stelle auf dem Niveau der Bundesstraße einen weiten Blick über den grünen Innenbereich des Ortes gewährt. Hinsichtlich der Gebäudehöhen und der Abstandsflächen zur unmittelbaren Nachbarbebauung in der Faulenbruchstraße versicherte der Architekt, dass hier bereits Einvernehmen erzielt sei und es keinesfalls zu den aus Imgenbroich bekanntgewordenen Zuständen kommen werde.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert