Nordeifel - Roetgener Handballerinnen reif für die Oberliga

Roetgener Handballerinnen reif für die Oberliga

Von: kk
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Eitel Freude herrschte nach dem Sieg im Topspiel bei den Frauen des TV Roetgen, die mit ihrem Coach Bernd Marquardt abklatschten und ausgelassen den Aufstieg in die Oberliga feierten.

Nordeifel. Am Samstagabend war in der vereinseigenen Halle des TV Roetgen alles angerichtet für ein ganz großes Handballfest. In der Halle an der Rosentalstraße traf der Tabellenzweite der Verbandsliga, TV Roetgen, auf den punktgleichen Tabellenführer SSV Nümbrecht.

Gleichzeitig erwartete die beste Abwehr der Liga den besten Angriff, und endlich war die Halle an der Rosentalstraße mal so gut besetzt, dass keine Maus mehr Platz gefunden hätte.

„Das haben die Mädels sich verdient, vor so einer großartigen Kulisse zu spielen“, war der Trainer der Roetgener Frauenmannschaft, Bernd Marquardt, schon vor dem Gipfeltreffen der Verbandsliga von der Endspielstimmung beeindruckt. Als der Ligagipfel dann gegen 19 Uhr abgepfiffen wurde, war dann nur noch feiern bei den rot-gelben Ladys angesagt, die durch einen 24:22-Sieg schon drei Spieltage vor Saisonschluss den Aufstieg in die Oberliga klar machen konnten. „Es freut mich für die Mädels, dass sie bei dieser tollen Atmosphäre ein Spitzenspiel auf hohem Niveau gewonnen haben“, lobte der Coach und ergänzte, dass die starke Abwehrleistung der Mannschaft ausschlagend für den Erfolg war.

Das Topspiel begann so richtig nach dem Gusto der Roetgenerinnen und deren Anhängerschar. Lisa Cosler erzielte die Führung, die Anna Leblanc, wiederum Lisa Cosler, Elke Peters und Sabine Schmal auf 5:1 ausbauen konnten. Für Daniel Funk, den Trainer der Oberbergischen, war der frühe Rückstand ein Signal für die erste Auszeit. Die zeigte aber keine sofortige Wirkung. Yvonne Baltzer traf zweimal, Anna Leblanc, Laura und Lisa Cosler erhöhten auf 10:5. Erst in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte fand der Tabellenführer, nachdem er auf die defensivere 6:0-Deckungsvariante umgestellt hatte, besser in die Begegnung. Roetgens Torfrau, Isabell Leblanc, parierte zwar einen Siebenmeter, dennoch konnten die Gäste auf 10:12 verkürzen. Die letzten zwei Minuten verliefen für die Rot-Gelben wieder etwas besser. Die Oberbergischen ballerten einen Siebenmeter übers Tor. Auf der anderen Seite traf Lisa Cosler noch zweimal, so dass die Roetgenerinnen eine 15:11-Führung mit in die Kabinen nehmen konnten.

In der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit wurde das Nervenkostüm des Roetgener Trainers und der TV-Fans dann arg strapaziert. Während die Rot-Gelben nur noch zwei Tore erzielten, warfen die Gäste deren sieben und gingen in der 47. Minute 18:17 in Führung. In einer Auszeit drehte der Roetgener Coach an allen möglichen Stellschrauben und wusste: „Uns fehlt ein Tor, damit wir wieder mehr Sicherheit bekommen“. Auch die TV-Anhängeschar merkte, dass sie nun gefordert war und unterstützte ihr Team mit rhythmischem Klatschen.

Hypothetisch erscheint es im Nachhinein darüber zu diskutieren, ob das Topspiel der Verbandsliga in der 48./49. Spielminute entschieden wurde. Fakt ist aber, dass Yvonne Baltzer mit zittrigen Händen vom Siebenmeterstrich zum 18:18 traf, während Isabell Leblanc auf der Gegenseite einen Siebener meisterte. Sabine Schmal brachte die Roetgenerinnen wieder in Führung (19:18). Der SSV kam zwar direkt zum Ausgleich, leistete sich aber in der Endphase einige Zeitstrafen, die bestraft wurden: TV-Regisseurin Elke Peters, Anna Leblanc und Eva Deutz brachten die Roetgenerinnen wieder mit 22:19 in Front. Als die Gäste in der 58. Minute auf 22:21 verkürzten, waren die TV-Fans und Yvonne Baltzer wieder gefordert. Roetgens treffsicherste Werferin traf erneut vom ominösen Punkt zum 23:21. Als Sabine Schmal in den letzten Sekunden den Schlusspunkt zum 24:22 setzte, hatten die Tribünengäste sich schon längst von ihren Plätzen erhoben und feierten begeistert die erfolgreichen Roetgener Handballladys.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zwar gewackelt, sind aber nicht umgefallen. In der entscheidenden Phase hat die Mannschaft sich gefestigt gezeigt“, lobte Bernd Marquardt den Teamspirit.

Im Topspiel gegen den SSV Nümbrecht erzielten folgende Spielerinnen die Tore: Yvonne Baltzer (6), Lisa Cosler und Anna Leblanc (beide je 5), Sabine Schmal (4), Elke Peters (2), Laura Cosler und Eva Deutz (beide je 1).

Mit dem Aufstieg in die Oberliga ist die Saison für die Roetgenerinnen aber noch nicht beendet, jetzt wollen sie auch den Meistertitel der Verbandsligasaison 2014/15 in die Nordeifel holen. Mit zwei Punkten Vorsprung gehen sie in die drei Schlussrunden.

Am Samstag (Anwurf 17.45 Uhr) stellt sich in der Halle an der Rosentalstraße der Stolberger SV vor. Nach der Osterpause geht es dann noch zur Zweitvertretung des TV Strombach, und am letzten Spieltag stellt sich in Roetgen der Tabellenletzte HSG Rösrath/Forsbach vor. In der Hinrunde hatten die TV-Girls die Spiele in Godesberg, Nümbrecht und Stolberg verloren, und Bernd Marquardt forderte schon zum Rückrundenbeginn: „Ich will nicht zweimal gegen den gleichen Gegner verlieren.“

Nach den Rückrundenerfolgen gegen Godesberg und Nümbrecht ist nun ein Sieg gegen den Stolberger SV Pflicht um die Trainerforderung zu erfüllen.

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