Roetgener Handballerinnen dürfen weiter vom Aufstieg träumen

Von: kk
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Zugepackt:Die Roetgener Handballerinnen setzten den körperlich überlegenen Frauen aus Birkesdorf Einsatz und Kampfgeist entgegen und behielten am Ende die Oberhand. Foto: Heiner Schepp

Roetgen. Dank eines ungefährdeten 29:22-Sieges gegen den Abstiegskandidaten der Frauenhandball-Verbandsliga, TV Birkesdorf, und der gleichzeitigen 30:33-Niederlage des ärgsten Widersachers CVJM Oberwiehl beim Stolberger SV darf der die Frauenmannschaft des TV Roetgen weiterhin vom Aufstieg träumen.

Durch Oberwiehls Pleite übernahmen die Roetgener Ladys am Samstag den dritten Tabellenplatz und dieser könnte in dieser Saison zum Aufstieg in die Oberliga reichen.

Auch wenn das Endergebnis sich ziemlich deutlich anhörte, hatte Roetgens Trainer Bernd Marquardt eine aufregende erste Halbzeit zu überstehen. „Beim Gegner hat man gemerkt, dass der unbedingt gewinnen wollte, um in der Klasse zu bleiben, bei uns hat in der ersten Halbzeit noch der letzte Kick gefehlt“.

Nach zähem Beginn wählte der Roetgener Coach schon frühzeitig das erste Team Time-out. „Da gab es schon einiges bei uns neu zu justieren“, war er mit dem 4:4 nach schwacher Auftaktphase nicht zufrieden. Die Anweisungen des Trainers wurden aber direkt umgesetzt. Wenige Minuten später hieß es 11:6 für Rot-Gelb.

Der komfortable Vorsprung schien den Roetgenerinnen aber nicht zu bekommen, in ihrem Spiel schlichen sich Fehler ein, die ihre Gäste nutzten, um auf 11:12 zu verkürzen. Beim Seitenwechsel führten die Einheimischen 15:13.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit bahnte sich nach einer 19:13-Führung eine Vorentscheidung zugunsten der Rot-Gelben an. In der Folgzeit wurden die Roetgenerinnen immer dominanter und bauten ihren Vorsprung bis Mitte der zweiten Hälfte uneinholbar auf 23:16 aus. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert und letztendlich schon frühzeitig alles klar gemacht“, konnte der Roetgener Trainer sich schon eine Viertelstunde vor dem Abpfiff beruhigt zurücklehnen und allen Spielerinnen ihre Einsatzzeiten gönnen.

Überragende Werferin im letzten Heimspiel der Saison war Lisa Cosler, die elf Tore warf. Yvonne Baltzer erzielte deren sieben. Sabine Schmal traf viermal, Elke Peters dreimal. Angelina Rusche, Eva Deutz, Jasmin Borsten und Svenja Andres erzielten alle je ein Tor.

Am Sonntag (Anwurf 16.30 Uhr in der Halle am Glashütter Weiher) haben die Roetgenerinnen ihren letzten, aber auch wichtigsten Termin der Saison beim Stolberger SV. „Dass Stolberg eine gute Mannschaft hat, war bekannt. Wie stark sie sind, haben sie in den letzten Spielen bewiesen“, erinnert der Roetgener Coach, dass der aktuelle Gegner die letzten fünf Spiele gewann und auch Ligaprimus HSV Frechen mit einer 29:26-Niederlage aus der Halle am Glashütter Weiher fegte. „Es wird wahnsinnig schwer da, aber jetzt wollen wir da auch gewinnen und dann auch aufsteigen“.

Ob nachher der Rechenschieber zur Entscheidung um Platz drei ausgepackt werden muss, liegt auch daran, wie der CVJM Oberwiehl sich im letzten Spiel bei Westwacht Weiden aus der Affäre zieht. Spannung ist also genug am Sonntag angesagt, dementsprechend viele Anhänger dürften die Roetgener Handballspielerinnen nach Stolberg begleiten und sie da auch lautstark unterstützen.

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