Roetgener Fußwege sind nach wie vor ein Dauerläufer

Von: heg
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Roetgen. Seit Jahren taucht in Roetgen in Rat und Ausschüssen immer wieder die Frage nach der Wiederherstellung innerörtlicher, fußläufiger Verbindungswege auf. Diesmal wurde sie im Umwelt-, Forst- und Tourismusausschuss von Wolfgang Schruff (CDU) gestellt.

Kämmerer Heinz Mertens antwortete zunächst etwas am Thema vorbei, indem er Stellung nahm zur ebenfalls seit langem vom Eifelverein betriebenen Zuwegung zum Naturdenkmal „Genagelter Stein”. Hier sind es in der Tat übergeordnete Behörden, an denen bisher eine praktikable Lösung gescheitert ist.

Die Frage bezog sich jedoch auf die historischen Wegeverbindungen im Ort, die wieder belebt werden sollten, wie die teilweise noch vorhandenen Pfade zwischen Vogelsang- und Faulenbruchstraße oder Faulenbruchstraße und Greppstraße.

Schon 2005 war das Thema von der CDU in den Rat eingebracht worden und hatte 2006 auf der Tagesordnung des Bauausschusses gestanden. Gemeinsam mit dem Eifelverein waren damals 17 Wege in Roetgen und Rott ausgesucht worden, bei denen teils einige einfache Pflegemaßnahmen ausreichten, um sie wieder begehbar zu machen, teils aber auch die Klärung von Eigentumsverhältnissen nötig war.

Getan hat sich danach nicht viel, aber im Herbst 2008 erklärte die Verwaltung auf Nachfrage der Grünen im Hauptausschuss, dass die Bearbeitung wieder aufgenommen und in einem Gespräch mit dem Eifelverein das weitere Vorgehen abgestimmt worden sei.

Was ist mit der Ravel-Route?

Viel weiter gediehen ist das Verfahren aber bisher immer noch nicht, man fahre „mit gebremstem Schaum”, musste Heinz Mertens zugeben. Die bisher von der Verwaltung erstellten Planungsunterlagen will die Verwaltung nun den Fraktionen zur Verfügung stellen, damit diese sich selbst weiter engagieren können, zum Beispiel in Gesprächen mit Eigentümern. „Ratsvertreter kommen vielleicht eher zum Zug als die Verwaltung”, mutmaßte Mertens.

Nach wie vor herrscht in Roetgen große Unzufriedenheit mit dem Informationsstand in Sachen Ravel-Radroute. Wie berichtet, hatte die Städteregion im Mai eine Information des Roetgener Bauausschusses durch das Planungsbüro Roder untersagt. Deshalb hatte Helmut Mulorz für die SPD-Fraktion jetzt einen Antrag an die Verwaltung gestellt, sich nachdrücklich dafür einzusetzen, dass ein Vertreter der Städteregion oder des Planungsbüros im nächsten Bauausschuss Stellung nimmt zu einem Fragenkatalog, in dem es insbesondere um die zahlreichen Querungen im Gemeindegebiet geht. Die Frage nach dem Baubeginn hatte sich allerdings am gleichen Tag durch die Schlagzeile „Braunkehlchen legt Ravel-Radweg lahm” schon beantwortet.

Ein Antrag der UWG, die Bushaltestellen im Gemeindegebiet mit Netzplänen auszustatten, um Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern, war von der Verwaltung zuständigkeitshalber an den Verkehrsverbund weitergeleitet worden, dort aber wegen der Kosten in Höhe von rund 10000 Euro abgelehnt worden.

Die UWG regte nun an, sich nur auf die stark frequentierten Haltestellen zu beschränken und zur Finanzierung ein Sponsoring-Modell ähnlich dem für das neue Dienstfahrzeug der Gemeinde zu prüfen.
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