Roetgener Bauausschuss verschiebt die Boulebahn

Von: heg
Letzte Aktualisierung:
boulebahn-bu
Der Roetgener Pferdeweiher, wo Eifelsteig und die künftige Ravel-Radroute zusammentreffen, ist mit der Wanderstation und dem Infopunkt zu einem touristischen Zentrum geworden. An der Frage, ob hier die Boulebahn wiederbelebt oder der früher vorhandene Kinderspielplatz wiedererrichtet werden soll, scheiden sich derzeit die Geister. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Eine halbe Stunde lang wurde im Roetgener Bauausschuss diskutiert, dann wurde beschlossen, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und nach einem Ortstermin auf der nächsten Sitzung noch einmal zu behandeln. Es ging um die Frage: Wohin mit der Boulebahn?

Die liegt seit der Einrichtung der Wanderstation/Infopunkt am Pferdeweiher brach und wurde auch vorher schon wegen des zeitweise dort herrschenden Vandalismus nicht mehr benutzt

Die FDP-Fraktion hatte den Antrag gestellt, diese Boulebahn nun an ihrem alten Standort wiederzubeleben. Falls die Maßnahme über den Bauhof der Gemeinde realisiert werden könne, stände auch schon ein Sponsor bereit, ließ Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Zwingmann wissen.

Der Bereich der ehemaligen Boulebahn ist jedoch zur Anlage eines neuen Kinderspielplatzes vorgesehen, da der früher vorhandene der Wanderstation weichen musste. Das war jedenfalls der ausdrückliche politische Wille aller Fraktionen in den Diskussionen um den Bau der Wanderstation und im Haushalt 2010 stehen auch 20.000 Euro dafür bereit.

Der Spielplatz sei jedoch, so die Meinung der FDP, an der Rückseite des Gebäudes besser aufgehoben, da er hier weniger den Emissionen und Gefahren der nahen Bundesstraße ausgesetzt sei.

Kein Platz am Pferdeweiher

Das sah die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag zum Antrag jedoch anders. Am Standort Pferdeweiher reiche der Platz für eine gemeinsame Nutzung durch Boulebahn und Spielplatz nicht aus, eine Verlegung des Spielplatzes hinter das Gebäude sei nicht möglich, weil das zum einen belgisches Gebiet sei und zum anderen hier auch in Kürze die Ravel-Radroute vorbeiführe.

Als einen alternativen idealen Standort für eine Boulebahn hatte die Verwaltung den Spielplatz an der Marienkapelle ausgeguckt. Dort sei Platz genug und die Anlage würde sich auch gut in die Umgebung einfügen. Die Herstellungskosten würden ca. 3000 Euro betragen. Vielleicht könne man auch da auf den unbekannten Sponsor setzen, hoffte Bürgermeister Manfred Eis, erntete jedoch sogleich ein Kopfschütteln von Zwingmann.

Der Spielplatz sei früher nicht viel genutzt worden, gab Claudia Ellenbeck (Grüne) zu bedenken und unterstützte wie ihre Fraktionskollegin Gudrun Meßing den Verbleib der Boulebahn am Pferdeweiher. Zusammen mit einem kleinen Spielgerät für „touristische Zwecke” könne hier ein attraktives Ensemble entstehen.

Junge Familien warten

Dem widersprach aber Karsten Knoth (SPD): Der Spielplatz sei wesentlich besser genutzt worden als die Boulebahn. Auch der Verwaltungschef berichtete von Anfragen junger Familien, die hier auf die versprochene neue Anlage warten.

Die SPD gebe einem Spielplatz eindeutig den Vorrang und finde den vorgeschlagenen neuen Standort für die Boulebahn „erträglich”, erklärte Frank Knur. Der Vorschlag, die Diskussion zu vertagen und sich zunächst an Ort und Stelle ein Bild zu machen, kam von CDU-Mann Helmut Helzle.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert