Roetgen - Roetgener Aldi passiert Bauausschuss mit Mehrheit

Roetgener Aldi passiert Bauausschuss mit Mehrheit

Von: ess
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Auf diesem Gelände an der unteren Bundesstraße in Roetgen wird ein neuer Aldi-Markt entstehen. Noch vor Weihnachten soll er eröffnet werden. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Für Sandra Claßen von der VDH Projektmanagement GmbH aus Erkelenz war beim Aldi-Projekt an der unteren Bundesstraße alles im grünen Bereich. Ob nun erhöhte Unfallgefahr, Schallschutz oder ein anderer Teilbereich, alles sei „ohne schwerwiegende Beeinträchtigungen”.

Lediglich die Verkehrsregelung an der Einmündung Bundesstraße/Rosentalstraße sei noch nicht geklärt. Eine Machbarkeitsstudie soll nach Worten der jungen Planerin die „beste Lösung” aufzeigen. Die Entscheidung wird zwischen Ampel und Kreisverkehr fallen, wobei ein Ampelanlage „verkehrstechnisch inzwischen aus der Steinzeit” stamme, wie aus dem Roetgener Bauausschuss angemerkt wurde.

Die Städteregion habe bereits Widerstand gegen eine Ampel geleistet, wie Dirk Meyer vom Bauamt der Gemeinde bemerkte. Das fand UWG-Fraktionschefin Silvia Bourceau dann wieder gar nicht lustig. „Wenn Städteregionsrat Etschenberg ein Veto eingelegt hat, dann wissen wir auch, warum. Was die Sicherheit an der Bundesstraße angeht, so finde ich das allmählich bedenklich. Aber es ist gut zu wissen, wer uns auf der Bundesstraße die Probleme bereitet.”

Abstimmungsmarathon

Nicht in Ordnung fand das Bürgermeister Manfred Eis, der davor warnte, „bestimmte Hemmnisse an bestimmten Personen festzumachen”. Eis: „Helmut Etschenberg hat uns auch sehr geholfen.”

Nach einem Abstimmungsmarathon, der rund 300 Seiten Bedenken und Anregungen umfasste, machte der Bauausschuss für niemanden überraschend gegen die Stimmen von CDU und Grünen die Aldi-Ansiedlung an der Bundesstraße klar.

Sollte die Ratssitzung in der kommenden Woche nicht völlig aus dem Ruder laufen, ist das Projekt damit in trocknen Tüchern, „erschreckend schnell”, wie Grünen-Fraktionssprecher Gerd Pagnia einräumte.

Während sich die CDU in Schweigen hüllte, lieferte Pagnia einen Nachweis für sein funktionierendes Demokratieverständnis. Auch die Grünen könnten nicht leugnen, dass sich bei der Planung einiges zu Gunsten der Anwohner verändert habe.

Aber die Grünen hielten die Ansiedlung „immer noch für einen Fehler”. Dennoch, so Pagnia, „werden wir das so hinnehmen müssen”.

Für die Mehrzahl der Roetgener sei die bevorstehende Aldi-Ansiedlung ein positives Ereignis, „für den einen oder anderen der unmittelbaren Anlieger „sicher schwer zu verkraften”, räumte SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Onasch ein.

Dennoch habe es in Roetgen selten eine solche Annäherung zwischen Planung und Bürgerwünschen gegeben wie in diesem Fall. Onasch. „Ich hoffe, dass eine solche Vorgehensweise irgendwann wieder zum Frieden in Roetgen beitragen wird.”

Für UWG-Fraktionschefin Silvia Bourceau schließlich grenzte es für Roetgener Verhältnisse „fast an ein Wunder”, wie schnell dieses umgesetzt werden könne, „mit dem relativen Einverständnis der meisten Anwohner”. Allerdings ist für Bourceau die Kommunikation mit den Bürgern noch nicht beendet.

Noch vor Weihnachten

Auch während der Bauphase werde man in Dialog bleiben, um eventuell noch die eine oder andere Verbesserung zu erzielen.„Die Rücksichtnahme geht weiter!”

Noch vor Weihnachten, versprach Projektentwickler Egon Schreck, sollen die ersten Einkaufswagen durch den Discountmarkt geschoben werden.
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