Roetgen - Roetgen will mehr Zebrastreifen

Roetgen will mehr Zebrastreifen

Von: ag
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Roetgen. Unabhängig davon, ob es demnächst eine weitere Ampel an der Bundesstraße 258 in Roetgen geben wird oder nicht, soll das Überqueren der Straße für Fußgänger einfacher werden – zumindest wenn es nach dem Willen der Roetgener Politik geht.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Bauausschusses am Dienstagabend für einen Antrag der CDU aus, in den Bereichen Pilgerbornstraße/Faulenbruchstraße sowie Südstraße/Grüne-pleistraße neue Fußgängerüberwege einzurichten.

Da es sich bei der B 258 um eine zu Stoßzeiten viel befahrene Bundesstraße handelt, die für die Pendler nach Aachen die einzige Verbindung ist, sei die Überquerung der Straße insbesondere für Kinder und ältere Menschen nur noch schwer möglich, heißt es im Antrag der CDU. An den ins Auge gefassten Stellen sei zwar eine Mittelinsel vorhanden, diese könne die Überquerung aber nicht im ausreichenden Maße erleichtern. Durch den touristischen Verkehr sei die Situation für die Roetgener Bürger auch am Wochenende nicht besser. Daher sei es dringend notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, fordert die CDU und sieht in neuen Fußgängerüberwegen das geeignete Mittel dafür.

Die Städteregion als verantwortliche Straßenverkehrsbehörde muss nun die nötigen Voraussetzungen und die Notwendigkeit der Fußgängerüberwege überprüfen und gegebenenfalls eine entsprechen Anordnung erlassen. Ob das geschehen wird, ist fraglich, da Fußgängerüberwege nur an Stellen angelegt werden dürfen, wo nur ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung überquert werden muss. Außerdem dürfen sie nicht im Verlauf eines gemeinsamen Fuß- und Radweges angelegt werden.

Hinzu kommt, dass eine bestimmte Zahl von Fußgängern gegeben sein muss, die die Straße überqueren wollen. In Spitzenzeiten bei einem Fahrzeugaufkommen von mehr als 200 bis 300 Fahrzeugen in der Stunde müssen mehr als 50 Personen die Straße an diesen Stellen überqueren wollen. Andernfalls kommen nur linienhaft wirkende Maßnahmen, etwa Mittelstreifen oder Inseln in kurzen Abständen, in Betracht. In begründeten Ausnahmefällen können Fußgängerüberwege aber auch ohne die genannten Voraussetzungen angeordnet werden.

„Wenn wir keine Ampel bekommen, dann wenigstens die Zebrastreifen“, sagte Michael Seidel (CDU) und traf damit bei den anderen Parteien auf Zustimmung. Hans Joachim Mathée (UWG) nutzte die Gelegenheit, im Sinne der Schulkinder zusätzlich einen Fußgängerüberweg im Bereich Rosentalstraße zu beantragen. Dieser wurde aber mit Blick auf die Diskussion über eine mögliche Ampel an dieser Stelle von den anderen Parteien zunächst zurückgewiesen.

Klaus Onasch (SPD) verstand die Verquickung von Fahrzeugaufkommen und querenden Fußgängern nicht. Er fragte, ob bei der hohen Anzahl der Fahrzeuge nicht auch weniger querende Personen als Begründung ausreichen müssten. Michael Seidel (CDU) ergänzte dazu, dass viele Menschen sich erst gar nicht trauen würden, die Straße an diesen Stellen zu überqueren und eine Zählung somit nicht das wahre Interesse der Fußgänger widerspiegeln könne.

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