Roetgen - Roetgen testet neue Wege bei der Schneeräumung

Roetgen testet neue Wege bei der Schneeräumung

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Es ist das alte Leid: Nachts fällt Schnee, und morgens, wenn Schüler und Berufstätige aufbrechen, sind die Bürgersteige noch tief verschneit.

Auch wenn die Pflicht zur Räumung den Anliegern obliegt und der Gesetzgeber festgelegt hat, dass diese Räumung bis 7 Uhr morgens zu erfolgen hat, sieht die Praxis meistens anders aus. Viele Bürger kommen aus unterschiedlichen Gründen ihrer Räum- und Streupflicht nicht nach.

Deshalb testet die Gemeinde Roetgen ab 1. Januar 2019 neue Wege bei der Winterwartung der Gehwege, indem sie die Anlieger entlastet, und die Winterwartung der Gehwege entlang besonders stark frequentierter Straßen vorwiegend im Ortszentrum in die eigene Hand nimmt bzw. sie dem mit der Winterwartung beauftragten Unternehmen überträgt. Im Gegenzug werden die betroffenen Bürger mit Gebühren belastet. Laut Kalkulation der Verwaltung beträgt die Gebühr ein Euro je laufenden Meter Straßenfront. Bei einer durchschnittlichen Straßenfront wären das 25 Euro im Jahr.

Der Vorschlag stieß auch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf breite Zustimmung, wobei Zweifel daran geäußert wurden, ob die Gebühren nicht zu optimistisch angesetzt seien. Auch wurden bereits Wünsche laut, noch weitere als die von der Verwaltung vorgeschlagenen Gehwegbereiche (Bundesstraße und Hauptstraße zum Teil, Jennepeterstraße, Rosentalstraße und Lammerskreuzstraße) in die neue Satzung aufzunehmen.

Durch die neue Regelung verspricht sich die Verwaltung mehr Verlässlichkeit, eine Gefahrenreduzierung für Fußgänger und weniger Konfliktpotenzial mit den Anwohnern. Erst im Januar hatte die Verwaltung mehrfach negative Erfahrungen mit der unzureichenden Gehwegräumung gemacht.

Bis zur Wirksamkeit der neuen Satzung, die im Gemeinderat verabschiedet werden soll, gilt in diesem Winter noch die bisherige Regelung, die die Verwaltung aus gegebenen Anlass noch einmal in Erinnerung ruft und die Grundstückseigentümer an ihre „Verkehrssicherungspflicht“ erinnert. An Werktagen müssen von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte entfernt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind bis 7 Uhr (an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr) des folgenden Tages zu beseitigen. Gehwege sowie kombinierte Geh- und Radwege sind bei Glätte zu streuen, wobei die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen nur bei Eisglätte erlaubt ist.

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