Roetgen: Sauberkeit und Sicherheit auf Platz eins der Wunschliste

Von: P. St.
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Die Wünsche der Bürger zählen: Roetgener CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Seidel (li,) und Vorsitzender Stephan werten die Ideen und Anregungen der Bürger aus. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Ist es etwa nicht der Neubau der Grundschule, die Neuansiedlung eines Aldi-Discounters oder vielleicht die Verkehrssituation auf der Bundesstraße, was die Bürger in Roetgen bewegt?

Geht man danach, was der CDU-Gemeindeverband Roetgen herausgefunden hat, dann sind es ganz andere Themen, die in der Bevölkerung ganz oben auf der Rangliste stehen. Sauberkeit und Sicherheit stehen beim Roetgener Bürger im Kurs.

So jedenfalls lautet das Ergebnis einer Bürgerbefragung, die die CDU im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes gestartet hatte. Vor sechs Wochen wurden 3500 Flyer in alle Haushalte des Gemeindegebietes geliefert verbunden mit der Aufforderung, dass die Bürger Ideen und Gedanken einbringen mögen, die dann auch im Wahlprogramm der Christdemokraten Eingang finden könnten.

Die Reaktion aus der Bürgerschaft bleib zwar überschaubar, aber für den CDU-Vorsitzenden Stephan Speitkamp ist wesentlich, dass „die Bürger stärker eingebunden werden.”

Man habe positive Reaktionen auf die Idee der Befragung erhalten und registriere „sehr individuelle Vorstellungen der Bürger an die Politik.”

Das Roetgener Reizthema Neubau Grundschule/Aula sei in nur einer Rückmeldung aufgetaucht, ebenso auch das zuletzt heiß diskutierte Thema der getrennten Abwassergebühr.

Dagegen seien zu dem Thema Sauberkeit und Sicherheit im Ort die meisten Vorschläge und Anregungen erfolgt. Speitkamp: „Das ist offensichtlich ein Grundbedürfnis der Menschen.”

Unsaubere Straßen und Wege, Abfall und Scherben sowie durch Laub verstopfte Gullydeckel erregten die Gemüter, und in einer Reaktion hieß es: „Roetgen ist das unsauberste Dorf, das ich kenne.”

„Roetgen ist das unsauberste Dorf, das ich kenne.”

Getränkedosen und Flaschen am Wegesrand des Eifelsteigs zwischen Bahnhof und Stockläger wurden kritisiert und veranlassten einer Bürger dazu, den Eifelsteig hier in „Müllsteig” umzubenennen.

Für Stephan Speitkamp ist das Fazit schnell klar: Der Bauhof der Gemeinde müsse sich verstärkt um diese angesprochenen Punkte kümmern, zumindest aber müsse geklärt werden, wer sich künftig um die Problembereiche kümmere.

Das fehlende Sicherheitsgefühl empfinden viele Roetgener Bürger wohl vor allem auf Kinderspielplätzen, die zum Teil von Jugendlichen vereinnahmt werden. Hier werde mit „Bierflaschen und Waffen hantiert”, schreibt ein besorgter Bürger.

Auch die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg sei nicht überall gegeben. Als Beispiel wird die Königsberger Straße in Rott genannt.

Weitere Themen auf der Wunschliste der Bürger sind unter anderem: bessere Einkaufsmöglichkeiten, die Öffnung des Lehrschwimmbeckens für die Allgemeinheit, die Erweiterung des Freizeitangebotes für Jugendliche, eine Begegnungsstätte (Bistro) für Jung im Alt im Ort oder auch weniger Lärm auf der Bundesstraße.

Ein Teil der Anregungen soll nun im Wahlprogramm verarbeitet werden, verspricht CDU-Vorsitzender Stephan Speitkamp, „insbesondere jene Punkte, wo die Kommune Einfluss nehmen kann”.
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