Roetgen ist in Sachen Müll „vorbildlich“

Von: Nina Leßenich
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Mülltonnen in schwarz, braun, blau und gelb sind mit den dazu gehörigen Müll gefüllt. Dustbins in Black Brown Blue and Yellow are with the to do so belonging Garbage filled

Roetgen. Hier ein paar Apfelschalen vom Frühstück, da einige gebrauchte Briefumschläge und dort die übrig gebliebenen Reste vom letzten Abendessen – in unseren Haushalten landet Tag für Tag so einiges in der Mülltonne. Wie viel Abfall sich so tatsächlich ansammelt, ist mit der Abfallbilanz 2014 jüngst im Ausschuss für Umwelt, Touristik und Forst der Gemeinde Roetgen vorgestellt worden.

Glaubt man Hermann-Josef Ostlender von der AWA Entsorgung GmbH, dann ist in der Gemeinde Roetgen alles im Lot, wenn es um das Thema Abfall geht: Rund 3100 Tonnen Müll haben die Roetgener im vergangenen Jahr insgesamt produziert – das entspricht etwa 377 Kilogramm Müll pro Einwohner.

„Im Vergleich ist das sehr gut“, erklärt Ostlender. Denn im gesamten Verbandsgebiet des Zweckverbands Entsorgungsregion West (ZEW) seien im Jahr 2014 pro Einwohner durchschnittlich rund 453,5 Kilogramm Müll entstanden – also pro Person etwa 76,5 Kilogramm mehr als in Roetgen.

Zwar würden in der Gemeinde Roetgen mit Abstand die höchsten Altpapier- und Schadstoffmengen anfallen – nämlich 18,7 bzw. 0,54 Kilogramm pro Einwohner mehr als im ZEW-Durchschnitt.

Betrachte man jedoch die gesamte Abfallbilanz des Jahres 2014, so zeige Roetgen einen sehr „verantwortungsvollen Umgang“ mit Abfällen. „In Roetgen wird der Müll sehr gut getrennt“, sagt Ostlender. „Das ist vorbildlich, dass muss man schon sagen!“

Keine Überraschung

Für die Gemeinde seien die aktuellen Zahlen keine Überraschung, erklärt Kämmerer Manfred Wagemann. Die Verbräuche in der Gemeinde seien über die letzten Jahre weitestgehend konstant geblieben.

Das bestätigen auch die aktuellen Daten: Seit 2012 ist die Abfallmenge der Gemeinde Roetgen weitestgehend konstant geblieben, die Gesamtabfallmenge ist im Zeitraum von 2012 bis 2014 von 3045 Tonnen auf die aktuellen 3100 Tonnen gestiegen.

Im Vergleich dazu lag der Wert im Jahr 2008 noch bei lediglich 2375 Tonnen, der Anstieg der Abfallmenge bis zum Jahr 2012 war also deutlich höher.

Hermann-Josef Ostlender fasst die Trends in der Gemeinde Roetgen wie folgt zusammen: Während die Restabfall- und Sperrgutmengen sowie der Grünabfall sinken, steigen die Bioabfall-, Schadstoff- und die Gesamtabfallmenge weiter leicht an.

Die gesamte Abfallbilanz mit den exakten Sammelmengen und -strukten aller Städte und Gemeinden im Verbandsgebiet der ZEW soll bis Ende Mai fertiggestellt und online abrufbar sein.

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