Roetgen ist „das Tor zur Eifel”

Von: Robert Baumann
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„Tor zur Eifel” - diese Zusatzbezeichnung soll bald auf den Ortschildern der Gemeinde Roetgen zu lesen sein. Das entschied der Haupt-Finanz-Beschwerdeausschuss auf seiner jüngsten Sitzung im Rathaus.

Roetgen. „Tor zur Eifel” - diese Zusatzbezeichnung soll bald auf den Ortschildern der Gemeinde Roetgen zu lesen sein. Das entschied der Haupt-Finanz-Beschwerdeausschuss auf seiner jüngsten Sitzung im Rathaus.

„Das ist unser Alleinstellungsmerkmal und ich will nicht, dass uns eine andere Gemeinde diesen Zusatz wegschnappt. Wir müssen schnell handeln”, appellierte Bürgermeister Manfred Eis vor der Abstimmung noch einmal an die Mitglieder des Ausschusses, für diesen Zusatz zu votieren. Denn weitere vier Vorschläge für Ortsschilder-Zusätze, die der Verwaltung angemessen erschienen, standen zur Wahl: „Am Eifel-steig”, „Naturpark Nordeifel”, „Am Hohen Venn” und „Wald, Wasser, Erholung”.

Der Entscheidung vorausgegangen waren Diskussionen über die Dringlichkeit eines Schildzusatzes. „Wir müssen diese Entscheidung nicht übers Knie brechen. Die Vorschläge sind noch nicht so zwingend, dass wir uns für einen entschließen können”, argumentierte beispielsweise Ausschussmitglied Gerd Pagnia von den Grünen. Eine bessere Idee habe man derzeit aber auch noch nicht. „Wenn noch genug Zeit bleibt”, schlug Franz-Josef Zwingmann (FDP) vor, könne man die Bevölkerung bei der Namensgebung mit einem Preissausschreiben beteiligen.

Stephan Speitkamp von der CDU-Fraktion sprach sich klar für den Namenszusatz „Tor zur Eifel” aus. Das Ausschussmitglied hegte allerdings Zweifel an der geplanten Positionierung der Zusätze. „Der Zusatz Tor zur Eifel ist am Ortseingang sinnvoll, um dort das Alleinstellungsmerkmal der Gemeinde Roetgen zu kommunizieren. Aber macht es auch Sinn, an allen Schildern diesen Zusatz anzubringen?”, kritisierte Speitkamp. Silvia Bourceau von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) sprach von einem „Glück Roetgens, das Tor zur Eifel zu sein” und votierte ebenfalls für den Beinamen.

Am Ende stimmten letztendlich insgesamt zehn Ausschussmitglieder für den Zusatz „Tor zur Eifel”, zwei dagegen. Die Zusätze sollen lediglich auf die bereits vorhandenen Ortsschilder aufgeklebt werden. „Die Kosten dafür liegen unter 100 Euro”, sagte Eis. „Am besten legen wir die Geschwindigkeitsbegrenzung am Ortseingang auf 30 km/h fest, damit das Schild auch jeder liest”, scherzte Bourceau.

Bisher waren Zusätze auf Ortsschildern nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig, beispielsweise „Landeshauptstadt Düsseldorf” oder der Zusatz „Kreisstadt” für kreisangehörige Städte, in denen Kreisverwaltungen ihren Sitz haben. Seit Ende letzten Jahres ist es den Gemeinden durch eine Gesetzesänderung des Landtages NRW möglich, einen Namenszusatz zu führen. „Die Gemeinden können auch andere Bezeichnungen, die auf der Geschichte oder der heutigen Eigenart oder Bedeutung der Gemeinde beruhen, führen”, heißt es im Gesetz.

Der Beschluss des Haupt-Finanz-Beschwerdeausschusses muss jetzt nur noch durch den Rat. „Dort brauchen wir eine Drei-Viertel-Mehrheit, also mindestens 21 Stimmen”, rechnete Eis vor. Letzte Instanz, bevor die Beinamen an den Schildern angebracht werden können, ist das Innenministerium, das die Bezeichnung genehmigen muss.
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