Roetgen - Roetgen: Aldi-Gegner haben personelles Problem

Roetgen: Aldi-Gegner haben personelles Problem

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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Bäume und Hecken auf dem vorgesehenen Baugrundstück an der Bundesstraße sind bereits verschwunden. Ein deutliches Signal, dass sich dort künftig wohl noch mehr bewegen wird. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Nach bisherigem Erkenntnisstand ist die Aldi-Ansiedlung an der unteren Bundesstraße in Roetgen weitgehend in trockenen Tüchern. Einzige derzeit sichtbare Hürden, so Dirk Meyer vom Bauamt der Gemeinde, sind die Erschließungsfragen, die an der Jennepeter- und Rosentalstraße zu beantworten sind.

Besonders die Rosentalstraße, so Meyer weiter, sei bereits überlastet. Mit dem neuen Aldi an der Bundesstraße werde weiterer Verkehr in den Ort gezogen, so dass man besonders an der Rosentalstraße mit einer Ampel oder einem Kreisverkehr für Entlastung sorgen müsse.

Im April sollen zunächst der Bauausschuss und anschließend der Gemeinderat den Bebauungsplan als Satzung beschließen. Bis dahin, so die Hoffnung im Rathaus, ist auch der Bauantrag, der bereits der Städteregion vorliegt, genehmigt, so dass etwa im Juni mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, „wenn alles klar geht”.

„Ein Haar in der Suppe lässt sich immer finden”, weiß Dirk Meyer aus Erfahrung, ob deshalb allerdings ein solches Projekt kippe, sei kaum anzunehmen. „Die Gemeinde und Aldi können völlig entspannt abwarten.”

Eine Klage gegen den Bebauungsplan hat nach Dirk Meyers Worten keine „aufschiebende Wirkung”, das heißt, es kann auch während des Verfahrens weiter gebaut werden. Was allerdings nicht ausschließt, dass das Gericht den Bebauungsplan im Hauptverfahren nicht doch noch „platt macht”. Sollten die Bauarbeiten dann bereits im Gange sein, „wäre das für den Investor unschön”.

Abwarten müssen auch die Gegner der Aldi-Ansiedlung aus der Hof- und Offermannstraße. „Wir sind gespannt, ob und in welcher Form die Gemeinde auf das Gegengutachten des Sachverständigen reagiert”, erklärte Anwohnerin Waltraud Heisterbaum gegenüber unserer Zeitung.

Wie es mit dem Widerstand gegen die Aldi-Ansiedlung weitergeht, ist noch ungewiss, da der „Kopf” der Gegner, Lutz Heisterbaum, derzeit im Eschweiler St. Antonius-Hospital stationär kuriert wird und absehbar nicht zur Verfügung steht.

Seine Ehefrau Waltraud hofft, dass sich die Arbeit für die Zeit bis zur Genesung auf mehrere Schultern verteilen lässt: „Bis Ende März können wir aber ohnehin nicht viel tun.”

Noch kein offizieller Startschuss, aber bereits ein deutliches Signal war das Fällen von Bäumen und Roden von Hecken auf dem geplanten Baugrundstück. Damit, so Dirk Meyer von der Gemeindeverwaltung, wollten die Grundstückseigentümer verhindern, dass Vögel dort Nester bauen und man die Tiere während ihres Brutgeschäftes gestört hätte.
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