Vossenack - Rockoper „Unlimited“: Der eine strebt nach Macht, die andere nach Liebe

Rockoper „Unlimited“: Der eine strebt nach Macht, die andere nach Liebe

Von: Gudrun Klinkhammer
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Rockoper „Unlimited“: Das „ExArt“-Musiktheater aus Vossenack hat die Vorpremiere seines Werkes gezeigt. Die Uraufführung ist im März.

Vossenack. Es ist noch nicht die Uraufführung gewesen, dafür aber eine vielumjubelte Vorpremiere, die am Freitag- und Samstagabend in der Aula des Franziskus-Gymnasiums in Vossenack über die Bühne ging. Vor einigen Monaten während eines Schulfestes gewährten die Macher der Rockoper „Unlimited“ das erste Mal einen kleinen Einblick in ihr Schaffen, das vor rund sechseinhalb Jahren mit einer ersten Idee begann.

Zum Abschluss der 50-Jahrfeier des Franziskanerklosters in Vossenack und gleichzeitig zum 25. Bestehen der hauseigenen Musiktheatergruppe „ExArt“ kam nun die Vorpremiere auf die Bühne, die jeweils rund 60 Prozent des gesamten Stückes zeigte. Uraufgeführt wird „Unlimited“ am 2., 3. und 4. März 2018 im Kulturkino in Vogelsang.

„Unlimited“ handelt von Alexis und Zoé, die in unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten in einer digitalisierten Welt aufwachsen. Für den einen ist die Macht das höchste Gut, für die andere die Liebe. Doch anstatt sich gegenseitig zu hassen – wie es für ihr Umfeld wünschenswert gewesen wäre – können sie nicht voneinander lassen. Folgende Kernfragen stellen sich in „Unlimited“ Takt für Takt: „Bin ich ausgeliefert oder kann ich gestalten? Menschen sind prägbar, was für eine Gefahr steckt darin?“

Unterstützt von Profis

Kerstin Breuer und Lionel von Lawrence waren in den Hauptrollen zu sehen, ebenso wie Karo Fruhner Profis, die das „ExArt“-Musiktheater für diese Produktion verstärken. Als Moderator betrat Theo Kersting, ein Urgestein der Theatergruppe, die Bühne. Er entlockte einigen Mitspielern und dem Leiter des Theaters, dem Vossenacker Pädagogen Clemens Amendt, viel Wissenswertes rund um die Aktion. Von Amendt, der für das Buch, den Text, die Regie und die künstlerische Leitung der Rockoper verantwortlich zeichnet, wollte er wissen, wann und wo dieser auf derartige Ideen komme. Amendt: „Eigentlich immer und überall. Immer ist ein Fenster auf, das Eindrücke erlaubt.“ Mit Menschen, insbesondere mit jungen Menschen zu arbeiten, könne das „Schönste sein auf der Welt“. Das Musiktheater sei ein kreatives Biotop, es berge viel Arbeit, Zweifel und immer wieder kleine Wunder. Amendt: „Das Publikum schließlich ist die Projektionswand des Stücks.“

Neben Clemens Amendt war der Stimmtrainer und Profimusiker Marcel Stoffels für die musikalische Leitung und die Komposition zuständig, Markus Page steuerte ebenfalls Kompositionen bei. Die Choreographie lag in den Händen von Nicole Thieme. Peter Breuer, Ex-Schüler des Vossenacker Gymnasiums und inzwischen Student der Fächer Sport und Englisch, bleibt, wie viele andere Ehemalige, mit Vorliebe „seinem“ Musiktheater treu.

Auch bei „Unlimited“ ist er wieder dabei. Breuer: „Für mich ist es immer wieder eine enorme Bereicherung, die Verbundenheit mit meiner alten Schule zu halten. Immer wieder lerne ich aber auch viel Neues kennen.“ Der Garten- und Landschaftsbauer Bernardin Amendt, 30 Jahre alt, drückte ebenfalls in Vossenack eine kurze Zeit die Schulbank. Vater Clemens Amendt nahm ihn schon als kleinen Jungen mit zu den Theaterproben. Bernardin Amendt: „Das Musiktheater gehört für mich zum Jahresablauf.“

Karten für die Uraufführung im Kulturkino in Vogelsang u. a. sind am Gymnasium erhältlich.

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