„Rigoletto” vor dem Roten Haus als Herausforderung

Von: P. St.
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Monschau. Was anfangs noch mit dem Schleier des Geheimnisvollen umhüllt wurde, ist jetzt offiziell und damit auch in aller Munde: Am Freitag, 25. Juni, wird das Rote Haus in Monschau zur Opernkulisse.

Im Rahmen einer Zusatzauführung der zwei Monate später stattfindenden Festspiele auf der Burg wird um 19 Uhr in einer leicht gekürzten Fassung die Verdi-Oper Rigoletto zu zu bestaunen sein.

Möglich wurde diese Veranstaltung, weil der Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 20. bis 27. Juni die regionalen Rheinlandtage veranstaltet, und zudem Landesdirektor Harry Voigtsberger, der Chef des Landschaftsverbandes, zugleich Schirmherr der Klassik 2010 ist. Da passte es perfekt ins Konzept, dass man sich in Monschau rund 60 Jahre später noch einmal an den Ursprung der Festspiele in der Nachkriegszeit erinnerte.

Zwischen 1948 und 1954 gab es vor dem Roten Haus eine Reihe von Aufführungen. Die Wiederauflage unterstützt der LVR mit 20.000 Euro, wobei die anstehende Aufführung gegenüber früher einen ungleich höheren logistischen Aufwand bedeutet. Dies aber wird die Klassik-Veranstwortlichen nicht daran hindern, das Projekt mit Enthusiasmus anzupacken.

Für den Förderverein Klassik steht im Mittelpunkt, dass die Monschauer Bevölkerung und die Vereinsmitglieder in erster Linie in den Genuss der Aufführung kommen und beim Kartenvorkauf bevorzugt werden. Rund 400 Sitzplätze werden vor dem Café Klein und in der Laufenstraße hergerichtet. Wie früher wird der Laufenbach überbaut, damit das Orchester Platz nehmen kann.

„Es ist kaum vorstellbar, dass früher vor dem Roten Haus fast 1000 Menschen Platz gefunden haben”, sieht auch Bürgermeisterin Margareta Ritter den ganz besonderen Reiz in der Neuauflage der Festspiele in der Altstadt.

Nur wenig Zeit

„Innerhalb von wenigen Stunden muss die gesamte Infrastruktur auf- und abgebaut sein”, gibt Helmut Lanio vom Klassik-Team Monschau die Aufgabenstellung für die knapp zweieinhalbstündige Aufführung vor, die möglicherweise noch ein besonderes Glanzlicht durch Musical-Star Eva Lind erfahren wird.

Gegen 21.30 Uhr wird die Aufführung beendet sein, und die Gäste haben dann laut Lanio die Gelegenheit, „das pulsierende Nachtleben der Altstadt” kennenzulernen. Durch ein entsprechendes Angebot könne die Gastronomie die Veranstaltung ihrerseits noch aufwerten. Schon gegen 23 Uhr soll die Altstadt wieder befahrbar sein.

Wichtig ist den Veranstalter aber auch, dass die Altstadt-Aufführung zu einem moderaten Preis erschwinglich bleibt. Die Karten sollen keinesfalls über 25 Euro kosten.
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