„Rigoletto“-Regisseurin: Sofort verliebt in Monschau

Von: Christoph Hahn
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Für sie gibt Burg Monschau genau die richtige Kulisse für großes Musiktheater: Regisseurin Brigitte Leistikow aus Frankfurt inszeniert in der Klassik-Arena Verdis Oper „Rigoletto“. Foto: Christoph Hahn

Monschau. Kurz hat sie Monschau besucht – aber lange genug, um sich in das Städtchen, seine Burg und ihre Klassik-Arena zu verlieben: Regisseurin Brigitte Leistikow (56) aus Frankfurt am Main bringt am Samstag, 24. August, einen Tag vor Abschluss der Saison, die an diesem Freitag mit Heinos Gastspiel beginnt, Verdis Oper „Rigoletto“ auf die Bühne.

Vom Ambiente auf der Burg ist die eingefleischte Theaterfrau ganz hin und weg: „Diese Naturkulisse ist einfach unschlagbar.“ Auch die Gespräche mit Helmut Lanio von der Monschau Festival GmbH fand Leistikow „sehr inspirierend“.

In die Burg hat sich die gelernte Tänzerin noch aus einem anderen Grund verguckt: „Von der Anordnung und vom groben Stein her ist das hier auf der einen Seite sehr malerisch und wirkt doch auf der anderen Seite wieder sehr hart.“ Diese Spannung, dieser Zwiespalt fasziniert Brigitte Leistikow auch an Verdis 1851 uraufgeführtes Werk um Liebe, Laster und Leidenschaft am Hofe von Mantua. „Die Sprache sagt das eine, die Musik etwas völlig Anderes“, skizziert die gebürtige Braunschweigerin die beiden Gegenpole im Meisterwerk des italienischen Komponisten. Und die findet sie in der Architektur der Burg ganz genau widergespiegelt.

Entdeckt, nach Monschau gelockt wurde Brigitte Leistikow von dem Dirigenten Juri Gilbo, der mit seiner Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg ganz unterschiedliche Klassik-Ereignisse wie die Wagner-Gala am kommenden Samstag, 17. August, und eben den „Rigoletto“ eine Woche später begleitet.

Gilbo verdankt Leistikow, so bühnenerfahren sie auch sein mag, eine Premiere in ihrem Leben: Die Monschauer Aufführung ist nämlich ihre erste Regiearbeit im Opernbereich. Was nicht bedeutet, dass sie im Bereich des Musiktheaters unerfahren ist: Unter anderem hat sich die Hessin als Regieassistentin an der Frankfurter Kammeroper bewährt.

Sich selber sieht die Künstlerin, die vom Ballett her kommt, als Allrounderin: „Ich kann aus allen Sparten etwas mitbringen.“ Lange Zeit war sie vor allem im Schauspiel aktiv und hat eine eigene Truppe, das „Theater Tamen The“, geleitet.

Doch für Brigitte Leistikow hat nicht erst seit gestern die Welt der harmonischen Klänge und dramatischen Aktionen für sich entdeckt. Darum weiß sie ganz sicher: „Für mich ist Oper die höchste Kunst.“ In Monschau will sie das dem Publikum beweisen – da gibt es keinen Zweifel.

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