Monschau - Richtungswechsel bei der Städtebauförderung

Richtungswechsel bei der Städtebauförderung

Von: P. St.
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Aus Sicht des Landes im Sinne der Städtebauförderung nicht mehr finanzierungswürdig: Die Volksschule (re.) im Rosental. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Für ein historisches Ensemble wie die Altstadt Monschau ist die lückenlose Städtebauförderung durch das Land lebenswichtig. Diese finanzielle Förderung wird es auch weiterhin geben, aber Bezirksregierung und NRW-Städtebauministerium haben neue Schwerpunkte gesetzt.

Dies schlägt sich auch nieder im städtebaulichen Entwicklungskonzept für die Jahre 2014 bis 2019, das der Monschauer Stadtrat kürzlich einstimmig verabschiedete.

Demnach haben die einst hoch geförderten „Leuchtturmprojekte“ ausgedient. Das Land hat eine Neuausrichtung beim Thema Stadtentwicklung eingeschlagen und richtet jetzt den Blick auf die Kernaufgaben der Städtebauförderung. Mit Projekten für energetische Erneuerung können die Kommunen jetzt punkten, ebenso mit Maßnahmen, die den Themenbereichen Wohnen und Arbeiten dienen. Touristische Förderung und der Schutz des historisches Erbes treten dafür in den Hintergrund.

Als „nicht nachvollziehbar“ bezeichnete CDU-Sprecher Micha Kreitz den Kurswechsel bei Städtebaubauförderung, und Fraktionskollege Alexander Lenders ging sogar noch einen Schritt weiter und spielte auf die enorm hohe Landesförderung in Vogelsang an: „Wenn Monschau zu Vogelsang gehören würde, dann wäre es ein Leichtes, in der Altstadt ein Leuchtturmprojekt zu deklarieren.“ Er sehe eher die Prioritäten „dort wo Menschen leben, und nicht in einer ehemaligen Nazi-Hochburg“.

Für Monschau bedeutet die Richtungsänderung bei der Förderung nun konkret, dass zum Beispiel das Projekt Kulturburg zunächst ausgesetzt wird. Die Sanierung der alten Volksschule Rosental entfällt sogar komplett, ebenso auch Sanierungsmaßnahmen im Bereich Rahmenberg/Haller.

Verstärkt gefördert werden bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohn- und Arbeitsstandortes unter Einbindung der Eigentümer. Als „bedauerlich“ bezeichnet es die Stadt, dass bei privaten Mauersanierungen die Bezuschussung zurückgefahren werden soll. In diesem Punkt möchte man mit der Bewilligungsbehörde noch „intensiv diskutieren“.

Das Hof- und Fassadenprogramm soll nach Auffassung der Bezirksregierung „weiter qualifiziert“ werden. Diesem Anspruch will die Verwaltung Rechnung tragen.

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