Rettungsschwimmer zeigen ihr Können

Von: jb
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Volle Motivation zeigten die Teilnehmer des DRK beim 40. Rescue Cup im Vennbad Monschau und präsentierten dabei ihre Fertigkeiten im Rettungsschwimmen. Foto: Julia Bäumler
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Stolz ist die Monschauer Ortsgruppe des DRK auf ihre Leistung: Obwohl es die Gruppe erst seit knapp zwei Jahren gibt erreichten Theresa Voßen, Laura Claßen (unten kniend, von links), Joe Radermacher, Patrick von den Driesch und Veith Lenz (oben stehend, von links) beim Rescue-Cup den zweiten Platz in ihrer Altersgruppe. Foto: Julia Bäumler

Monschau. Schwimmer preschten durch die Bahnen, Zuschauer und Freunde feuerten kräftig an – die Aufregung, Spannung und Motivation war regelrecht zu spüren und hallte durch das Monschauer Vennbad, das von knapp 300 Besuchern gefüllt wurde.

Jeder von ihnen war anlässlich des 40. Rescue-Cups der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes des Landesverbands Nordrhein gekommen – ob vom Niederrhein, aus Euskirchen, Bonn, Aachen, vom Kreisverband Rhein-Sieg oder aus Mühlheim an der Ruhr, niemandem war der Weg zu weit. Sogar eine Gastmannschaft aus Freckenhorst (Landesverband Westfalen-Lippe) war extra für diese Veranstaltung angereist.

Teamgeist gefragt

Die jüngsten Teilnehmer traten hier schon mit zehn Jahren gegen Altersgleiche an, danach kamen die Zwölfjährigen, folgend die 14-Jährigen und schließlich die Erwachsenen. Ralf Schröder, Landesleiter der Wasserwacht Nordrhein, erklärte, dass es sich nicht um einen Wettkampf, sondern eben um einen Wettbewerb handle.

Es sei nicht die Leistung des Einzelnen gefragt, denn die würde in einer Rettungssituation oft nicht ausreichen – hier sei der Teamgeist gefragt. Es schwamm also keiner für sich alleine, sondern die Verbände traten in Teams gegeneinander an. Denn schließlich ging es hier um das Retten, und zwar im Wasser als auch auf Land. In diesen Fertigkeiten wurden die Teilnehmer geprüft. Im Vormittag ging es zunächst um Erste-Hilfe-Leistungen, im Nachmittag dann um die Leistungsfähigkeit im Wasser mit dem Schwerpunkt Rettungsschwimmen.

Um die Leistungen auf Land zu prüfen, ging es für die Jugendgruppen in die Elwin-Christoffel-Realschule. Hier wurden kleine Alltagsszenen nachgespielt, in der auf einmal ein Verletzter auftauchte. Was ist zum Beispiel zu tun, wenn der Hausmeister plötzlich einen Schlaganfall bekommt? Die Jugendlichen mussten hier spontan, aber auch richtig reagieren.

Die erwachsenen Teilnehmer zog es in die Altstadt, in der verschiedene Stationen auf sie warteten. Neben einem nachgestellten Verkehrsunfall, mussten die Rettungskräfte auf einen gestürzten Rollstuhlfahrer, der auch noch einen Mann am Rollator mit sich riss, und auf zwei alkoholisierte Jugendliche, die bei einer Raftingtour in der Rur kenterten, richtig reagieren und schnell handeln.

Diese spektakulären Rettungsaktionen zogen auch eine Menge Zuschauer an, und das sei auch genau gewollt, erklärte Martin Scherhag, Kreisbereitschaftsleiter im Kreisverband Grevenbroich und Wettkampfschiedsrichter auf Bundes- und Europaebene. „Das ist das was wir wollen. Das die Leute auf die Finger schauen und nachfragen.“

Hinzu komme noch der Effekt, dass sich die Wettbewerbsteilnehmer vor Publikum natürlich doppelt so viel Mühe geben würden als wenn man sie alleine in einer Turnhalle prüfen würde.

Im Nachmittag zogen die Gruppen dann in das Monschauer Vennbad. Die Teilnehmer maßen sie in Disziplinen wie Flossenschwimmen, Bruststaffel, mit Kleidung schwimmen oder im klassischen Rettungsschwimmen.

Martin Scherhag zeigte sich äußerst begeistert von der Stimmung in der Halle: „Für mich als Landsanitär ist es eine tolle Stimmung – die Halle ist proppenvoll.“

Und auch eine junge Gruppe aus Monschau stellte ihr Können unter Beweis. Die neugegründete Wasserwacht Nordeifel im DRK Ortsverein Monschau besteht erst seit zwei Jahren und konnte schon 120 Kinder in die Ausbildung aufnehmen, die sowohl in Simmerath als auch in Monschau stattfindet. Trainiert wurden die Kinder für den Wettbewerb von Kerstin und Ralf von den Drisch, Jan Börmann, Rocio Hülshorst und Melanie Claßen.

Eine Mannschaft mit fünf Kindern hat sich nun mit ihrer Altersgruppe aus dem Landesverband Nordrhein gemessen und belegte bei ihrem ersten Rescue-Cup sofort den zweiten Platz. Den ersten Platz in allen Altersklassen sicherte sich die Ortsgruppe Dahlem aus dem Kreisverband Euskirchen.

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