Woffelsbach - Rettungskräfte arbeiten Hand in Hand

Rettungskräfte arbeiten Hand in Hand

Von: ale
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Mehrere Rettungsdienste waren
Mehrere Rettungsdienste waren bei der Übung auf dem Rursee beteiligt. Foto: Anneliese Lauscher

Woffelsbach. Ein Uferbrand war zu löschen, verletzte Personen am Ufer mussten gerettet und im Wasser schwimmende Menschen geborgen werden - die „Rursee-Übung” stellte die Rettungsdienste vor schwierige Aufgaben.

Da staunten ein paar Badegäste am Samstag nicht schlecht, sie hatten sich am Rand der Schilsbachbucht niedergelassen und wollten den herrlichen Spätsommertag in Ruhe genießen. Plötzlich wurde es sehr lebhaft: Jugendliche wurden mit einem Boot herangefahren, darunter einige „Verletzte”. Dann ertönte die Sirene, und Fahrzeuge der Feuerwehr und des THW rückten an. Es wurde ungemütlich für die Badegäste, doch sie fanden das Geschehen offensichtlich recht interessant und entschlossen sich, zwar ein paar Meter weiter zu rücken, jedoch zu bleiben.

Die alljährliche Übung am Rursee, wobei THW, DRK, DLRG und die Feuerwehrlöschzüge Woffelsbach und Rurberg zusammenarbeiten, dient der Koordination und dem Kennenlernen. Die Einsatzleitung liegt bei einem Notfall am Rursee stets in den Händen der Feuerwehr, die hierfür geschult ist. Sie setzt einen Stab zusammen, der den sinnvollen Einsatz der Dienste koordiniert.

Das Unwetter vom 27. Juli beispielsweise ist den Rettungsdiensten noch in lebhafter Erinnerung, da gerieten aufgrund des unerwartet heftigen Sturms einige Kanuten und Segler gleichzeitig in Not; sie konnten alle geborgen werden. Auch diese jüngste Erfahrung bestätigt Sander Lutterbach, den Übungsleiter, darin, dass die gemeinsame Übung sehr hilfreich ist. Er hat sich gemeinsam mit Martin Pieren von der DLRG die „Notlage” ausgedacht.

Eine einheitliche Karte des Rursees, auf dem die Fläche und das Ufer in Koordinaten eingeteilt sind, haben alle Rettungsdienste zur Hand. Dies erleichtert das rasche Finden von Unfallopfern. „Es ist sehr wichtig, dass die Menschen, die in Not geraten sind, präzise Angaben machen, wo sie sich befinden, damit wir rasch helfen können”, hat er erfahren.

Diesmal ging der Alarm über Funk um 16.10 Uhr an alle Einheiten. Der Feuerwehrlöschzug Woffelsbach war nach wenigen Minuten zur Stelle, verlegte am steilen Abhang Schläuche und begann, mit Wasser aus dem See den „Uferbrand” zu löschen.

Es wurde gemeldet, wieviele verletzte Personen sich am Unfallort befanden, und bald rückten Boote der Feuerwehr, der DLRG und des THW an, um sich an die Bergung der im Wasser schwimmenden und der verletzten Personen zu machen.

Nachdem die Lage geklärt und alles aufgeräumt war, setzten sich die fast 50 beteiligten Helfer zu einer Nachbesprechung zusammen. Insgesamt äußerte sich Sander Lutterbach sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Wir haben einige Erkenntnisse gewonnen, was zum Beispiel in der Kommunikation noch verbessert werden könnte”, berichtete er. Der Übungsleiter zog ein insgesamt positives Fazit zum Ausbildungsstand und zur Einsatzbereitschaft der Rettungsdienste. Dank der Erfahrung und der Umsicht dieser hilfsbereiten Teams könnten rund um den Rursee Menschen aus Notlagen befreit werden.
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