Restaurierungsarbeiten an Alter Schule in Wollseifen starten

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Die Sanierungsarbeiten an der Alten Schule Wollseifen sind am vergangenen Wochenende gestartet.

Schleiden-Dreiborn. Am Wochenende haben in dem ehemaligen Ort Wollseifen auf der Dreiborner Hochfläche die Restaurierungsarbeiten an der Alten Schule begonnen. Die ehemalige Volksschule in Wollseifen ist eines der vier erhaltenen Gebäude der heutigen Wüstung.

Die ehemalige Kirche St. Rochus wurde bereits zwischen 2008 und 2010 durch den Traditions- und Förderverein Wollseifen, die Bürgerstiftung Nationalpark Eifel und der NRW-Stiftung als finanzieller Unterstützer saniert. Die Nationalparkverwaltung Eifel koordinierte das Projekt.

Erinnerung an Vertreibung

„Zu den Zielen der NRW-Stiftung gehört es, das Natur- und Kulturerbe des Landes NRW zu bewahren“, so Professor Wolfgang Schumacher, Vizepräsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, „dazu gehört auch die Erinnerung an die damalige Vertreibung der Dorfbewohner“. Die alte Schule diente vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1946 den Einwohnern Wollseifens als Volksschule.

Böden, Decke, Türen

Sie wird nun von Grund auf restauriert: Böden, Decke und Türen. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein auch dieses Mal von der NRW-Stiftung mit 51 000 Euro und der Kreissparkasse Euskirchen mit 20 000 Euro für den Innenausbau. Das ehemalige Obergeschoss wird nicht wieder aufgebaut und bleibt, genau wie der Keller, den Fledermäusen vorbehalten. „Wir wollen der Geschichte des Ortes Wollseifen durch die Sanierung der Schule eine Plattform zu Verfügung stellen.

Auch in vielen Jahren soll man sich noch an die Bewohner und deren Schicksal erinnern“, ist Wilfried Ronig, erster Vorsitzender des Traditions- und Fördervereins Wollseifen froh über den Start der Arbeiten. Geplant ist neben der Restaurierung eine Ausstellung zu der Schule und dem Ort. Die ehemaligen Bewohner Wollseifens erstellen derzeit ein Konzept und sammeln die besten Stücke aus ihrem geschichtlichen Fundus. „Wir freuen uns, dass in der Schule Wollseifen die Geschichte des Ortes weiterlebt“, zeigt sich auch Nationalparkleiter Henning Walter erfreut über die Realisierung des Projektes.

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