Fringshaus - Restaurant „Fringshaus“ feiert 125-jähriges Bestehen

Restaurant „Fringshaus“ feiert 125-jähriges Bestehen

Von: Manfred Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Ein Begriff in der Eifel-Region: Das im Jahr 1826 gegründete Anwesen Fringshaus auf belgischem Staatsgebiet, wie es früher aussah.

Fringshaus. Wetterscheide, Restaurant, Verkehrsknotenpunkt: Damit kann nur Fringshaus gemeint sein. Das Anwesen liegt auf fast 600 Meter Höhe, direkt der B 258. Hier, im Süden der Städteregion Aachen, jedoch auf Staatsgebiet des belgischen Königreiches, beginnt, so empfinden es aus Richtung Aachen kommende Reisende, „die richtige Eifel“.

Die Inhaber-Familien des Restaurants Fringshaus, Ursula und Doris Lentz samt ihren Ehemännern Luc Van Winckel und Philippe Mullaert, haben in diesem Jahr Grund zum Feiern. Das in vierter Generation befindliche Familienunternehmen begeht in diesem Jahr das 125-jährige Restaurant-Jubiläum.

Arnold Frings, der laut Bürgermeister beurkundete „Ackerer aus Konzen“, legte bereits 1825 den Grundstein für das ein Jahr später gegründete Anwesen. Sein Antrag auf Genehmigung, „ein Haus zur Anlegung einer Herberge zu erbauen“, beschieden Rat und Verwaltung positiv. 1890 verkaufte Arnold Frings sein bis dato als Landgut geführtes Domizil an Friedrich August Esser aus Reinartzhof.

Nach dem Ersten Weltkrieges wurden Gaststätte und Landwirtschaftsbetrieb „Gut Fringshaus“ aufgrund des Versailler Vertrages dem Königreich Belgien übertragen. Friedrich August Esser nahm die Staatsbürgerschaft des Königreiches an, auf dessen Hoheitsgebiet sein Gasthof wie die landwirtschaftliche Existenz ruhten. 1924 übernahm Hubert August Esser den elterlichen Betrieb. Zwei Jahre später heiratete er Anna Langer aus „Relais Königsberg“. Ihre Bewirtungsstätte entwickelte sich derweil zum beliebten Ausflugsziel mit Einkaufsmöglichkeit.

Mit dem Einmarsch deutscher Truppen ins Königreich (1940) wird das Landgut Fringshaus zwangsweise deutsch und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in belgisches Staatsgebiet integriert. Als amerikanische Truppen kurz vor Kriegsende auf Aachen vorrückten, erfüllten sie per ungeschriebenes Gesetz ein familiäres Vermächtnis Friedrich August Essers und verschonten dessen Zuhause und Lebenswerk von jeglicher Kampfhandlung, weil Bürger belgischer Nationalität als Verbündete der Alliierten galten.

Wiederaufbau nach Brand

1946 geschah dann eine schreckliche Katastrophe. Bauernhof und Gaststätte werden durch einen verheerenden Brand bis auf die Grundmauern zerstört. Die seit 1936 verwitwete Anna Esser machte dann aus „Gut Fringshaus“ das „Hotel-Restaurant Fringshaus“. 1967 übertrug sie ihrer jüngsten Tochter Elfriede und deren Ehemann Alfons Lentz die Verantwortung über den Betrieb. Seit 1990 führen Anna Essers Enkelinnen, die Geschwister Ursula und Doris Lentz, an der Seite ihrer Ehemänner Luc und Philippe, das Erbe ihrer Vorfahren fort.

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