Simmerath - Resolution verabschiedt: AKW Tihange „schnell abschalten”

Resolution verabschiedt: AKW Tihange „schnell abschalten”

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Tihange Atomkraftwerk
Umstritten: Das Atomkraftwerk Tihange, zwischen Huy und Lüttich an der Maas gelegen. Der Betreiber hat jetzt erklärt, dass der erste und älteste Block in Tihange schon 2015 vom Netz gehen soll. Foto: Wikipedia Commons/Michiel Verbeek

Simmerath. Es liege der Gemeinde Simmerath fern, sich in die Angelegenheiten eines Nachbarstaates einmischen zu wollen, aber „aus Sorge um das Wohl der hiesigen Bevölkerung” bitte man die belgische Regierung „eindringlich, das über 26 Jahre alte Atomkraftwerk Tihange möglichst schnell abzuschalten”.

So lautet die Kernaussage einer Resolution, die der Gemeinderat Simmerath jetzt verabschiedete.

Enthaltung übte Hermann-Josef Bongard (FDP), da es ihm an der Glaubwürdigkeit der Resolution mangelte. Zwar sei in Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022 beschlossen worden, aber bis dato sei die Atomlobby stets unterstützt worden. Peter Krins (UWG) sah keinen Grund zur Panik, da auch in Belgien der Atomkraftausstieg beschlossene Sache sei.

Das Atomkraftwerk Tihange liegt nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. In der Anlage hat es bereits mehrere Störfälle gegeben. Die Abschaltung der sieben belgischen Atommeiler soll nach 40-jährigem Betrieb erfolgen. Für die Blöcke in Tihange bedeutet das eine Abschaltung in den Jahren 2015, 2023 und 2025.
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