Konzen - Renate Willems: In Zukunft „nur“ noch Musikerin

Renate Willems: In Zukunft „nur“ noch Musikerin

Von: aj
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Auszeichnungen für langjährige Vereinstreue: Bevor Renate Willems (stehend 3. v. li.) ihr Amt an Claudia Cremer (sitzend 2. v. li.) abgab, ehrte sie aktive und inaktive Mitglieder für ihre Treue zum Foto: Aline Jansen

Konzen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat Renate Willems der Generalversammlung des Mandolinenorchesters Konzen (MOK) wohl entgegen gesehen, denn für die 1. Vorsitzende hieß es nach 20 Jahren „Abschied nehmen“ von ihrem Amt.

Doch bevor sie ihren Platz im vereinsführenden Vorstand räumte, verlas sie zum letzten Mal die Tagesordnung. Anschließend gab sie das Wort an Karin Wergen, 1. Schriftführerin, weiter, die über die zahlreichen Auftritte und das große Engagement der Musikerinnen und Musiker berichtete. Zurzeit zählt der Verein 228 Mitglieder, davon sind 32 aktiv. Außerdem bilden zwei Jungen und zwei Mädchen ein Gitarrenensemble, das von Renate Huppertz und Andrea Hennicken unterrichtet wird. Weiterer Nachwuchs an den verschiedenen Instrumenten ist stets willkommen.

Zu den musikalischen Besonderheiten des vergangenen Jahres, das Wergen Revue passieren ließ, gehörten das Frühjahrskonzert mit dem Chor „Cantastic“, das Adventskonzert mit der Gastsängerin Marga Förster und das Musikfest der Städteregion Aachen, bei dem der Festzug in Konzen mitgestaltet wurde. Viel Freude bereitete das MOK mit seinen Auftritten auch den Bewohnern den Seniorenresidenzen „Klosterstift Radermecher“ in Aachen und „Seliger Gerhard“ in Simmerath.

Außerdem gaben die Zupfmusiker bei Advents- und Karnevalsfeiern Kostproben ihres Könnens. Ein Höhepunkt für die Aktiven war der jährliche Ausflug, der dieses Mal in die Domstadt Köln führte und mit Stadtführung und Gesangseinlagen nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch bei den Kölner Touristen für beste Stimmung sorgte.

Im Kassenbericht führte Beate Mießen aus, dass der Verein „auf gesunden Füßen steht“. Die „Noch-Vorsitzende“ Willems bedankte sich für die gute Arbeit der Ausbilderinnen und des Dirigenten Otto Völl. Auch mit einer Probenbeteiligung von 71 Prozent war sie zufrieden.

Renate Willems‘ letzte Amtshandlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25-jährige inaktive Mitgliedschaft zeichnete sie Hanni Keischgens, Winfried Böttcher und Paul-Josef Vossel mit der silbernen Vereinsnadel aus. Silvia Poschen erhielt zusätzlich die silberne Ehrennadel des Bundes Deutscher Zupfmusik für 25 Jahre aktives Wirken.

Claudia Cremer, Renate Huppertz, Cornelia Kirch und Inge Küsgens erhielten die goldene Ehrennadel des Bundes für ihre beachtliche 40-jährige Vereinsaktivität. Schon im Kindesalter haben die vier mit dem Musizieren begonnen. 50 Jahre halten die inaktiven Mitglieder Birgit Call, Karl Kleiner, Walter Kleiner, Jutta Oebels und Otto Offermann dem MOK nun schon die Treue.

Anschließend verabschiedete sich Willems als 1. Vorsitzende von ihren Vereinskollegen. „Ich war gerne 20 Jahre lang Vorsitzende, auch wenn die ersten Jahre nicht immer einfach waren“, lautete ihr positives Fazit. Doch dank ihres Mottos „Was nicht tötet, härtet ab“ und „Anrufen auch spät abends oder an Weihnachten“, wie sie schmunzelnd und mit Blick auf den Dirigenten erzählte, hat sie die Aufgaben gut gemeistert.

Danach packte sie ihre Sachen, verließ den Tisch des Vorstands und übergab das Mikrofon ihrer Stellvertreterin Cornelia Kirch, die die anstehenden Teilneuwahlen leitete. Zunächst gab es keine Veränderungen, denn Heike Palm (1. Beisitzerin), Kerstin Jacobs (1. Notenwartin), Beate Mießen (1. Kassiererin) und Karin Wergen (1. Schriftführerin) sowie die Kassenprüfer Werner Huppertz und Otto Offermann wurden einstimmig wiedergewählt.

Das Amt der 1. Vorsitzenden musste natürlich neu besetzt werden und Kirch verkündete: „Wir haben uns im Vorstand natürlich schon Gedanken um die Neubesetzung gemacht und deshalb schlage ich Claudia Cremer vor.“ Dieser Vorschlag fand großen Anklang und Cremer trat nach einstimmiger Wahl das Amt an.

Danach folgte ein kleiner Überblick über Willems‘ jahrelanges Engagement für den Verein. Sie trat dem Orchester schon im Gründungsjahr 1961 bei. 1968 begann ihre Vorstandsarbeit mit dem Amt als Notenwartin. 1988 wurde sie zur 2. Vorsitzenden gewählt, sieben Jahre später dann zur 1. Vorsitzenden. Schon 2011, zum 50-jährigen Vereinsjubiläum, habe sie ihren Rücktritt angekündigt, wie Kirch sich erinnerte, doch damals habe man das „nicht wirklich ernst genommen“. Willems stellte sich dann auch noch zwei weitere Male zur Wahl, doch jetzt wollte sie ihre 47-jährige Vorstandsarbeit beenden.

Ortsvorsteher Matthias Steffens sowie Ortskartellvorsitzender Peter Jung bedankten sich herzlich für ihr Engagement. Die Vereinsmitglieder und der Vorstand entließen sie mit Präsenten und einer musikalischen Darbietung in ihren „wohlverdienten Ruhestand“, wie Kirch sagte. Als aktive Musikerin wird sie im Orchester natürlich weiterhin tätig sein und ihrer Nachfolgerin versicherte sie bei Problemen immer ein offenes Ohr zu haben.

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