Rekordjahrgang setzt ein Zeichen für die Förderschule Nordeifel

Von: peo
Letzte Aktualisierung:
12431541.jpg
Noch nie hat ein Abschlussjahrgang der Förderschule Nordeifel so gut abgeschnitten wie 2016. Der Dank dafür galt auch Klassenlehrerin Charlotte Rebière (rechts). Foto: Offermann

Eicherscheid. „Guter Gott, unsere Kinder haben hier ihre Schulzeit beenden können. Dies können jüngere Kinder nicht mehr. Hilf ihnen, den Eltern und auch den Lehrern, in den nächsten zwei Jahren eine passende neue Schule zu finden.“ Diese Fürbitte beschreibt den Wunsch aller, die bei der Abschlussfeier der Förderschule Nordeifel waren, das schier Unumkehrbare doch noch abzuwenden.

Schließlich wurde in diesem Jahr der abschlusstechnisch beste Jahrgang aller Zeiten verabschiedet. Und so war es einem stolzen Schulleiter Robert Knauff eine besondere Freude Schüler, Lehrer, Eltern und insbesondere die Absolventen willkommen zu heißen. Ebenfalls begrüßte er die Bürgermeister Jorma Klauss aus Roetgen und Karl-Heinz Hermanns aus Simmerath, Hermann Mertens als Vertreter aus Monschau, Gilbert Hallmann aus Hürtgenwald sowie die Pfarrer Michael Stoffels und Volker Böhm.

Anschließend übergab er das Mikrofon an einen gut gelaunten „Moderator“ Jürgen Rutert. Es folgte der ökumenische Wortgottesdienst. Das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind immer in deinem Rücken sein“ – ein Motto, welches man den Absolventen nur zu gerne mit auf den weiteren Lebensweg geben möchte.

Im Anschluss an die Segnung gratulierte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem „Rekordjahrgang“. „In diesem Jahr ist besonders zu erwähnen, dass drei Schüler den Hauptschulabschluss 10a geschafft haben und alle anderen den Förderschulabschluss. Darauf könnt ihr alle stolz sein. Auch Eure Eltern und das tolle Lehrerkollegium. Besonders erfreulich, dass ihr somit alle eine Perspektive habt, drei Absolventen im Anschluss einen Ausbildungsplatz gefunden haben und die anderen eine weitere schulische oder berufliche Qualifizierung“, sagte Hermanns und führte weiter aus: „Besonders bei diesen Ergebnissen, die bei einer Förderschule möglich sind, kommt Wehmut auf, warum gerade diese Schule nicht erhalten bleiben kann, denn hier ist eine intensive Betreuung möglich. Das Land NRW hat dies leider anders gesehen.“

Auch Jürgen Rutert zeigte sich erfreut, dass alle vier Kommunen, trotz anderer Veranstaltungen, vertreten waren. „Das zeigt den Stellenwert, den diese Schule für Simmerath, Monschau, Roetgen und Hürtgenwald hat.“ Wichtig war ihm auch, als Förderer der Schule Achim Pröpper vom Lions Club und Kurt Victor vom Förderverein willkommen zu heißen.

Weiter im bunt gemischten Programm ging es mit dem Lied „Kleine Wölfe“, dargeboten von der Unterstufe, sowie der Tanzgruppe der Oberstufe zu „Geiles Leben“. Es folgte das Theaterstück „Der Handschuh“ von Friedrich Schiller. Der Sketch „Bewerbung“ zeigte dem Abschlussjahrgang auf humorvolle Art und Weise, welche Fehler man im Vorstellungsgespräch tunlichst vermeiden sollte und worauf es wirklich ankommt, nicht nur im Berufsleben. Authentisch sein! „Wenn ich nicht ich selbst bin, kann ich den Job nicht bekommen“, so die Botschaft.

Eine besondere Bedeutung hatte jedoch das Lied „Die immer lacht“, haben die Abschlussschüler den Hit von Stereocat feat. Kerstin Ott doch immer bei der Klassefahrt gesungen, wie Jürgen Rutert betonte.

Es folgte der Höhepunkt des Tages, die Vergabe der Zeugnisse und Geschenke zum Andenken an eine schöne Zeit. Hier ließ es sich Schulleiter Robert Knauff nicht nehmen seinen Schulabgängern neben den Auszeichnungen auch einige warme und persönliche Worte mit auf den Weg zu geben. Und auch die Unterstufe zollte den Hauptpersonen traditionell ihren Respekt und übergab einige Präsente während des Liedvortrags „Regenbogen“.

Es folgte eine Fotoshow, die an die schöne und unbekümmerte Schulzeit wie zum Beispiel die Klassenfahrten oder das schlafraubende Babyprojekt erinnerte.

Dank an die Klassenlehrerin

Zum Ende eines bunten Programms war es für den Abschlussjahrgang dann eine Selbstverständlichkeit, all ihren Lehrern und Lehrerinnen, welche sie auf dem Weg zu diesem einzigartigen Tag hin begleitet haben, kleine Geschenke zu überreichen.

Insbesondere aber ihrer Klassenlehrerin Charlotte Rebière, der sie für eine besondere Zeit, die starken Nerven und die liebevolle Art und Weise im Umgang mit ihnen dankten. Nach dem offiziellen Teil ließ man bei guter Laune, Häppchen und einem kleinen Sektempfang eine rundum gelungene und abwechslungsreiche Abschlussfeier in lockerer Atmosphäre in der Mensa der Schule ausklingen.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert