Rekord: 81,6 Millionen Euro fließen von Raiffeisenbank in Region

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Simmerath. Vergangenen Freitag fand die jährliche Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Simmerath in der Tenne in Eicherscheid statt. Kurzweilig präsentierten Olaf Jansen und Ingrid Alt den Bericht des Vorstandes. „Die Rahmenbedingungen“, so der Vorstand, „waren in 2015 wohl die schwierigsten, die wir bisher in unserem Bankerleben erleben durften. Anhaltende Niedrigzinsphase, überbordende Regulatorik und ruinöser Preiswettbewerb stellten uns vor große Herausforderungen.“

Bei den Kundenforderungen konnte die Raiffeisenbank einen neuen Rekord aufstellen – Kredite in Höhe von 75 Millionen Euro wurden ausgegeben, noch einmal zehn Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Abzüglich der Tilgungen verblieb ein Zuwachs von rund 30 Millionen Euro. Dies entspricht 14 Prozent. Es konnten deutlich Marktanteile gewonnen werden.

Das Kundenvolumen wuchs um 46 Millionen Euro auf 527 Millionen Euro, denn auch bei den Kundeneinlagen gab es einen deutlichen Zuwachs, das gesamte Kundenanlagevolumen stieg um 4,3 Prozent. Deutliche Zuwachsraten gab es auch im Absatz von Bausparverträgen. Ein Volumen von 20,75 Millionen Euro, dies bedeutete ein Plus von 22,6 Prozent und Platz eins in der Bilanzsummenkategorie 250 bis 500 Millionen Euro in Nordrhein-Westfahlen.

Mehrfach auf dem Treppchen

Ebenfalls Platz eins belegte die Raiffeisenbank bundesweit von allen Volks- und Raiffeisenbanken beim Absatz von Restkreditversicherungen. Lebensversicherungen mit einer Bewertungssumme von 12,9 Millionen Euro wurden im letzten Jahr vermittelt und somit belegte sie Platz zwei bundesweit von 1047 Volks- und Raiffeisenbanken. 924 Sachversicherungen wurden abgeschlossen, dies bedeutet einen Zuwachs von 73 Prozent.

Die Immobilienabteilung vermarktete 21 Objekte, die Anzahl der Buchungsposten stieg um 3,8 Prozent. Inzwischen werden jährlich 2,56 Millionen Buchungsposten durch die Raiffeisenbank verarbeitet. Die Bank konnte 662 neue Mitglieder begrüßen. Von den 15.000 Kunden sind inzwischen 8804 Kunden auch Mitglied der Bank. „Ziel ist es,“ so Ingrid Alt, „dass zukünftig jeder Kunde auch Mitglied ist.“

Der Gewinn konnte auf dem hohen Niveau des Vorjahres noch einmal gesteigert werden – von 2,84 Millionen Euro auf 2,92 Millionen Euro. Die Vertreterversammlung beschloss aus dem Gewinn 2,1 Millionen Euro dem Eigenkapital zuzuführen – dieses beträgt inzwischen 25 Millionen Euro –, 157 000 Euro sollen als Mitgliederbonus ausgezahlt werden und zusätzlich noch eine Dividende in Höhe 26.000 Euro, so dass die Mitglieder der Raiffeisenbank 183.000 Euro auf ihr Konto erhalten. „Dies“, so Vorstandvorsitzender Jansen, „macht keine andere Bank in der Region, nämlich Gewinn direkt den Mitgliedern wieder als Gutschrift zukommen zu lassen.“

20 Kundenveranstaltungen zu verschiedenen Themen aus Kunst, Kultur, Lifestyle und Entertainment fanden bei der Raiffeisenbank im vergangenen Jahr statt. „Dies ist ein Dankeschön an unsere treuen und langjährigen Kunden, aber es dürfen auch Nicht-Kunden an den Veranstaltungen teilnehmen und wir stellen fest, diese sind begeistert genauso wie neue Kunden begeistert sind von unserer Beratungsphilosophie“, so der Vorstand., so der Vorstand.

In den Kundenbefragungen erzielte die Raiffeisenbank wiederum eine Traumnote von 1,53, bei den After-Sale-Calls eine Weiterempfehlungsquote von 99 Prozent. Und noch einen Rekord gab es zu vermelden: 857 000 Euro Steuern, 777.000 Euro Lohnsteuer. 1,9 Millionen Euro Nettogehälter werden in der Region als Kaufkraft wirksam, 75,4 Millionen Euro sind an Krediten sowie zusätzlich 2,6 Millionen Euro an Förderkrediten ausgezahlt worden. 43.000 Euro wurden für gemeinnützige, wohltätige Zwecke gespendet. Insgesamt floss in die Region die Rekordsumme von 81,6 Millionen Euro. „Kein Wunder“, so Olaf Jansen, „dass sich hier bei uns so viel bewegt und sich so viel Positives tut.“

Ziele für dieses Jahr

Für 2016 hat die Raiffeisenbank drei klar definierte Ziele: Sie möchte wiederum die Nummer eins in der Kundenzufriedenheit werden, sie möchte Marktanteile und Neukunden gewinnen. „2016 wird deutlich schwieriger“, so Ingrid Alt, „Die langanhaltende Niedrigzinsphase wird Spuren in den Bilanzen der Banken und Sparkassen hinterlassen, die Fusionswelle rollt – in 2015 waren es 31 Fusionen bei den Volks- und Raiffeisenbanken – und für die kommenden Jahre wird pro Jahr mit circa 50 Fusionen gerechnet.

Im Bericht des Aufsichtsrates zeigte sich dieser, vorgetragen von Harald Hilgers und Sabine Breuer, sehr zufrieden mit dem Jahr 2015 und auch Petra Motter und Frank Förster, die den Prüfungsbericht des Verbandes vortrugen, stellten die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die sehr gute Vermögenslage der Bank heraus.

Im Aufsichtsrat standen Wiederwahlen an. Wiedergewählt wurden Dieter Lutterbach, Jochen Bongenberg, Frank Förster und Petra Motter.

Souverän führten Dieter Lutterbach und Jochen Bongenberg durch die Versammlung und ehrten Mitglieder, die im Jahr 2015 auf 50 Jahr Mitgliedschaft bei der Raiffeisenbank zurückblickten. Dies waren: Heinz Breidenich, Bruno Lennartz, Otto Luysberg und Hubert Müller.

Nach erstklassigem Buffet gab es noch eine Überraschung – die Tanzgruppe No Limits aus Schmidt suchte als James Bond den entführten Geißbock des 1. FC Köln.

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