Mützenich - Reithalle in Mützenich komplett neu errichtet

Reithalle in Mützenich komplett neu errichtet

Von: M. S.
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Wer will fleißige Handwerker
Wer will fleißige Handwerker seh´n? Der muss nur zum Kleinbüchel geh´n! In vier Wochen, verspricht diese Brigade ehrenamtlicher Helfer, werde das Mützenicher Pferdesportzentrum ein wahres Schmuckstück sein. Foto: Manfred Schmitz

Mützenich. Es war die wohl bitterste Stunde in der Geschichte des traditionsreichen Mützenicher Reitervereins Sankt Georg.

In der Nacht zu Heiligabend 2010 brachten extrem gewaltige Schneelasten das Dach der über mehrere Jahre zuvor in beträchtlicher Eigenleistung der Dorfbevölkerung erbauten Reithalle des Pferdesportzentrums „Kleinbüchel” zum Einsturz.

Und damit nicht genug des Schreckens: „Auch die Mauern und Seitenwände der Anlage brachen zusammen, nur unser Casino blieb verschont, es musste also ein von Grund auf neues Gebäude errichtet werden”, erinnert sich St. Georg-Vorsitzender Ingo Scheffen. Da schien guter Rat teuer, wer sollte den in die Hunderttausende gehenden Schaden bezahlen?

Martin Krings gewonnen

„Wir wurden angenehm überrascht, uns fiel ein Stein vom Herzen, als die Versicherung uns die Grobregulierung zusagte. Ihre Verantwortlichen erwiesen sich als echte Partner des Pferdesports, als buchstäblicher ?Fels in der Brandung, exakt wie im Werbespot versprochen, wir hatten zum Glück nicht auf Sand gebaut”, so Scheffen.

Freilich war der Verein damit noch längst nicht alle Sorgen los, trotz nun finanziell zwar gesichertem, aber wieder vom Stande Null beginnenden Projekt. Einmal mehr waren Menschen mit buchstäblich Eifeler Tugenden wie Gemeinsinn, handwerkliches Geschick und Tatkraft gefragt. Und die ließen nicht lange auf sich warten. „Wir brauchten einen, der den Neubau federführend in die Hand nahm, einen hoch motivierten Fachmann mit Ahnung.

Und den fanden wir in Martin Krings”, so Vorsitzender Scheffen. Krings scharte einen rund 20-köpfigen Tross engagierter Mitstreiter um sich, doch auf den Startschuss mussten die Einsatzkräfte lange warten: „Die Erteilung einer neuen Baugenehmigung verzögerte sich sehr, der Bauunternehmer hatte versprochen, die von ihm verantworteten Gewerke würden bis Oktober 2011 vollendet. Es wurde aber Januar darüber”, berichtet Martin Krings und ergänzt: „Unsere Idee war, jetzt nicht nur den Gebäudekomplex funktionstüchtig neu erstehen zu lassen, sondern die gesamte Anlage mit Halle, Nebenräumen, Turnierplatz und Außenanlagen harmonisch und perfekt zu gestalten.”

Dies gelang, anerkannten Scheffen und Krings, „mit Ehrenamt pur, mit Hilfe der Dorfbevölkerung und Ortsvereine, tatkräftiger und versierter Helfer aus Nachbarorten, nicht zuletzt auch mit sachkundiger Unterstützung der Stadt Monschau. Denn in der Not stehen wir Nordeifler zusammen”.

Seit Anfang Januar sind im Schnitt zwei Dutzend Einsatzkräfte auf der aktuellen Großbaustelle jedes Wochenende emsig beschäftigt, manchmal sogar zusätzlich wochentags.

In der vitalen Gruppe stehen auch nicht wenige Frauen bei Wind und Wetter ihren Mann, sorgen als Marketenderinnen für kräftigendes Frühstück, Blumenbepflanzung oder verpassen kahlen Wänden einen ansehnlichen Anstrich.

In einem Monat fertig

„Noch einen Monat, dann haben wir es gemeinsam geschafft, das dann optimal ausgestattete Pferdesportzentrum am Venn wird ein von der Bevölkerung wie den Pferdefreunden anerkanntes Schmuckstück sein”, kündigt Martin Krings an. Er verweist darauf, dass ein solch großdimensioniertes Vorhaben wie dieses „ohne wohlwollendes Zutun kompetenter hiesiger Unternehmer wie Verwendung deren Maschinenparks wohl nie eine Chance auf Realisierung gehabt hätte”.

So sieht es auch Hermann Mertens, der den fleißigen Leuten vom Bau zu deren „kleinem Richtfest” die Grüße des Monschauer Magistrats wie der Verwaltung überbrachte: „Bemerkenswert, diese außergewöhnlichen Leistungen!”

Und Mützenichs Ortvorsteherin Jacqueline Huppertz befand: „Einfach großartig, was hier in gemeinsamem Schaffen entsteht!”
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