Reiter schätzen auch kleinere Springen

Von: Thorsten Karbach
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Sieger des Preises der Städte
Sieger des Preises der Städteregion: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte) ehrt mit Wolfgang Mainz vom ALRV (r.) den Gewinner Ludger Beerbaum auf Couleur Rubin. Foto: Michael von Fisenne

Aachen. Auch dieser Preis hatte es in sich. Für Thomas Weinberg und viele andere war der Preis der Städteregion Aachen eine gute Chance, sich für den Großen Preis von Aachen zu qualifizieren.

Für andere war der Wettbewerb am Mittwoch schlicht ein prima Training für aufstrebende Pferde auf dem Weg in die Weltspitze. Das macht die Sache spannend. Das macht es aber auch schwer, Favoriten zu finden.

„Dankbar für jeden Sponsor”

Aber so ist das eben im Laufe einer Turnierwoche. Es gibt immerhin 18 Springchampionate während des CHIO 2011. 18 Sieger, 18 Platzierte. Natürlich unterscheiden sie sich in Renommee und Preisgeld, in Prämie und Ruf. Aber es ist gut, dass sie alle da sind, findet Weinberg. Der 24-jährige Reiter aus Herzogenrath-Kohlscheid ist „dankbar für jeden, der unseren Sport unterstützt”. Er sagt: „Ohne Sponsoren ist dieser Sport überhaupt nicht möglich. Ob jetzt die Städteregion oder irgendwer anderes der Sponsor ist, zählt im Sattel nicht mehr. Aber es ist gut, dass es sie gibt.”

Am Mittwoch ging der Preis, den die Städteregion als Sponsor zu einem Großteil finanziert und der seit 1997 den Zusatz „In memoriam Landrat Hermann-Josef Pütz” trägt, wieder einmal über die Bühne des Springstadions. Seit Jahrzehnten wird das Springen - vormals als Preis des Kreises Aachen - traditionell am CHIO-Mittwoch ausgeritten. Weinberg wurde Sechster. Ludger Beerbaum gewann.

Der Preis der Städteregion Aachen ist natürlich nicht der Große Preis von Aachen. Das erstgenannte Springen ist mit 23 000 Euro dotiert - der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 7000 Euro, der Zweitplatzierte bekommt 4800 Euro, der Dritte 3200 Euro. Der Große Preis von Aachen hat dagegen ein Preisgeld von 350.000 Euro: Der Gewinner kassiert 110.000 Euro, der Zweite 75.000, der Dritte 50.000. Und selbst der Viertplatzierte erhält mit 28.000 Euro noch mehr Prämie als alle Teilnehmer am Preis der Städteregion zusammen.

Doch es sind eben auch diese kleineren Wettbewerbe, die die Reiter schätzen. Für den glücklichen Gewinner spielte das aber letztlich keine Rolle. Die Sportler planen ihre Turnierwoche so, dass sie bei allen Starts ein Ziel verfolgen. Sei es wirklich, auf Sieg zu gehen - oder eben, „nur” ein unerfahrenes Pferd an die große Kulisse in der Aachener Soers zu gewöhnen. „Jeder taktiert, jeder setzt Schwerpunkte, jeder hat ein Ziel”, erklärt Weinberg, der am Mittwoch mit seinem besten Pferd Escobar an den Start ging. Der junge Mann aus der Städteregion will die ersten Tage nutzen, um sich ins Rampenlicht zu reiten. Wie am Mittwoch beim Preis der Städteregion. Andere lassen es langsamer angehen. Meredith Michaels-Beerbaum hat vor ein paar Jahren ihr Spitzenpferd Shutterfly nur zum Eröffnungsspringen und dann beim Großen Preis starten lassen.

Letztlich liest sich die Starterliste eines Wettbewerbes wie dem Preis der Städteregion durchaus klangvoll - in Sachen Reiter. So waren am Mittwoch beispielsweise Marcus Ehning, Christian Ahlmann, Beezie Madden oder eben der Sieger Ludger Beerbaum am Start. Auch wenn Ehning mit Küchengirl um den Sieg ritt, sind die Pferde jedoch meist unbekannter. Noch, mag man sagen in dem einen oder anderen Fall sagen.
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