Reisen wie in alter Zeit mit der Postkutsche

Von: dm
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Start in die neue Saison: Ab Sonntag nimmt die historische Postkutsche wieder den Betrieb auf. Foto: Archiv/Stollenwerk

Einruhr/Erkensruhr. Reisen wie in alter Zeit: Gemächlich, mit Ruhe und Muße. Wo dies möglich ist? In Einruhr und Erkensruhr. Dort verkehrt die Postkutsche von Juni bis Ende September immer sonntags.

Am Pfingstsonntag startet die „Diligence”, so das französische Wort für Postkutsche, um 13 Uhr in die neue Saison, die am 2. August einen Höhepunkt erleben wird. Dann nämlich feiern die Postkutsche und ihr Förderverein das 40-jährige Jubiläum.

Fest wurde verschoben

Eigentlich sollte das Fest „40 Jahre Postkutsche” schon zu Pfingsten gefeiert werden, doch aus organisatorischen Gründen, so Karin Birkhoff vom Förderverein und von der Rursee-Touristik, wurde mit dem 2. August ein neuer Termin gewählt.

Die Jungfernfahrt erlebte der historische Zweispänner, ein Nachbau eines königlich-bayrischen Landpostwagens aus dem 18. Jahrhundert, am 29. April 1969. Das Jubiläum am 2. August wird sicher Anlass genug sein, an die Geschichte der „Diligence” aus dem „Kleinwalsertal der Eifel” zu erinnern.

Die Straße im engen Tal zwischen Einruhr und Erkensruhr trägt deutliche Spuren: Fahrspuren, von den eisenbeschlagenen Rädern der historischen Postkutsche in den Asphalt eingraviert. Wie oft die „Diligence” schon in dem malerischen Tal der Erkensruhr auf nostalgischer Fahrt war - niemand hat es gezählt.

Die Postkutsche gehört heute zu den Dörfern am Obersee wie der Obersee selber. Die Kutsche gehört längst zum Bild der Landschaft in diesem stillen und beschaulichen Teil der Nordeifel, sie ist zu einem wichtigen und unverzichtbaren Werbeträger geworden.

„Die Postkutsche ist ein idealer Werbebote für den Tourismus und weit über die Grenzen des Kreises Aachen hinaus bekannt”, hat unlängst abermals der Kreis Aachen festgestellt. Dann hat der Ausschuss für Tourismus und Kultur entschieden, den Förderverein Postkutsche auch in diesem Jahr mit einem Betrag von 1000 Euro zu unterstützen.

„Ein besonderes Erlebnis”

In der weiten Eifel gibt es kaum etwas, das häufiger fotografiert und gefilmt worden ist als eben die Kutsche, ohne sie wären die beiden Dörfer Einruhr und Erkensruhr um einen kleinen, aber wichtigen Glanzpunkt ärmer. Eine Fahrt mit der Kutsche, das ist „Ein besonderes Erlebnis”, steht da auf den Werbeplakaten zu lesen.

Eine Fahrt hoch oben auf dem gelben Wagen mit Kutscher Horst Steffens aus Höfen in Gala-Uniform und mit Posthorn, das ist wie eine kleine Reise in die Vergangenheit, als die Menschen noch Zeit und Muße hatten. Etwa 30 Minuten dauert eine Fahrt von Einruhr nach Erkensruhr oder umgekehrt.

Die Postkutsche kann auch für Sonderfahrten gebucht werden. Information und Buchung beim Förderverein Postkutsche und bei der Rursee-Touristik unter 02485 319 oder E-Mail: info@rursee.de

Die Kutsche hat Platz hat für neun Fahrgäste. Wer möchte, kann oben auf dem Bock auch neben Kutscher Horst Steffens sitzen und die Fahrt von oben herab genießen. Auf dem Bock haben zwei Gäste Platz. Gezogen wird die Kutsche von zwei kräftigen Kaltblut-Pferden aus dem Stall von Horst Steffens.
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