Reichlich Raketen für das Mo-Mü-Theater

Von: ale
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Herzhaft gelacht wurde über die Sketche der Laienspielgruppe, hier eine „märchenhafte” Szene im Seniorenstift mit (von links) Heike Böhmer, Melanie Kaulen, Bettina Fricke, Ruth Breuer und Kristina Costa. Foto: Anneliese Lauscher

Monschau. Der katholische Frauen- und Mütterverein Monschau pflegt seit über hundert Jahren den schönen Brauch des „Mütterkaffees“ am sogenannten zweiten Fettdonnerstag. Die Markthalle im Herzen Monschaus bietet ihnen hierfür seit vier Jahren ein passendes Domizil. Am Donnerstag füllte sie sich mit ca. 160 Frauen und Müttern, die kostümiert und bestens aufgelegt zum Feiern gekommen waren.

Bräute, Piraten und Früchtchen

„Karneval ös övverall, mer fiere international“ – nach diesem Motto ging es sehr bunt zu: Die Närrinnen schienen von allen Enden der Erde zu kommen; exotische Gestalten, Piraten und ihre Bräute, Käfer, süße Früchtchen, Märchenfiguren, Hippies und vornehme Damen bevölkerten die Halle. Sie waren von Anfang an in Feierlaune, ließen sich nicht lange zum Schunkeln und Mitsingen auffordern.

Als Moderator akzeptierte die aufgekratzte Damenwelt Georg Kaulen; Monschaus Ortsvorsteher war als Clown erschienen und führte humorvoll und schlagfertig durchs Programm. Er dankte allen Helfern, besonders den fleißigen Kulissenschiebern, die für die nötigen Requisiten der Sketche sorgten.

Und den „staaze Köbesse“, die die Damen mit unermüdlichem Eifer bedienten: Klaus Förster, Josef Schünemann, Achim Pröpper, Georg Delvenne, Jochen Kaulard, Stefan Fast sowie Tobias Schell, dem amtierenden Schützenkönig der Bürgerschützen.

Mit herzhaften und süßen Kuchen wurden die Gäste zunächst verwöhnt, dann zog das Geschehen auf der Bühne alle in seinen Bann: Die Laienspielerinnen des bekannten „Mo-Mü-Theaters“ (Monschauer Mütterkaffee-Theater) hatten sich nämlich unter der Leitung von Helga Janke-Offermann einiges einfallen lassen und unterhielten das Publikum höchst amüsant.

In der Theatertruppe, bestehend aus Heike Böhmer, Ruth Breuer, Kristina Costa, Bettina Fricke, Melanie und Michaela Kaulen sowie Anne Pröpper sind originelle Talente zu finden, die haben den Schalk im Nacken sitzen.

Themen wie das Älterwerden, weibliche Eitelkeit oder auch Eheprobleme wurden behandelt, dabei bewiesen die Schauspielerinnen eine unheimliche Wandlungsfähigkeit. Sie trafen beispielsweise ins Schwarze, als ein Ehemann „upgedated“ wurde; ebenso bei einer seltsamen Versammlung im Seniorenstift oder an der Himmelspforte, als Petrus nur noch 25 ganz außergewöhnliche Fälle aufnahm.

Mit viel Fantasie, witzigen Kostümen und kesser Spielweise boten die Spielerinnen beste Unterhaltung, gefärbt mit ein wenig Lokalkolorit. Schallendes Gelächter, starker Applaus und zahlreiche Raketen waren ihr Lohn.

Dann wusste noch Helga Janke-Offermann einige merkwürdige Verzöllcher aus Monschau zum Besten zu geben, da war einiges passiert, was sie genussvoll vor dem närrischen Publikum ausbreitete.

Das Duo „Heidewitzka“ aus Embken hatte tolle Karnevalslieder im Repertoire, da sangen die Damen mit, bis sie atemlos waren.

Viele verabschiedeten sich zum Schluss mit herzlichen Dankesworten bei den Vorstandsdamen des Frauen- und Müttervereins für diesen herrlichen karnevalistischen Verwöhnnachmittag.

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